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Patientenakademie “Psychopharmaka-Segen und Fluch“ - Montag, den 03. Dezember 18

Am 05. Dez. 2018 19.30 Uhr wird Dr. Berthold Graf, Neurologe und Psychiater aus Villingen im Rahmen der Reihe „Patientenakademie des Ärztenetzes Neurologie-Psychiachtrie SBH“ einen Vortrag zum Thema „Psychopharmaka-Segen oder Fluch“ im Vortragssaal des Gemeindepsychiatrischen Zentrums, Gerwigstraße 6, 78050 VS – Villingen halten.

Psychoaktive Substanzen benutzt die Menschheit seit Urzeiten, teils als Genussmittel wie Alkohol, Kaffee oder Tee, teils als pflanzliche Drogen wie Tollkirsche, Fliegenpilz, Bilsenkraut, Mohn, Coca-Blätter oder Cannabis. Auch pflanzliche Beruhigungsmittel wie Baldrian, Hopfen u. ä. sind seit langem bekannt. Erste medizinische Versuche mit Cocain wurden 1884 gemacht. Das erste synthetische Psychopharmakon „Chlorpromazin“ wurde 1950 in Frankreich hergestellt.

Es folgten in den folgenden Jahren viele andere. Bekannt wurde 1960 Librium als „rosa Brille für die Seele“. Heute unterscheidet man die großen Gruppen der Antidepressiva, Neuroloptika, Stimulantien und Tranquilizer, zu denen auch Schlafmittel gehören. Die Hauptwirkungen dieser Psychopharmaka werden dargestellt, aber auch die Nebenwirkungen. Abhängig machen nur die Tranquilizer (wie Tavor, Adumbran, Valium) und Stimulantien. 

Tranquilizer-Abhängigkeit kann sehr langwierig in der Behandlung sein und im Entzug auch zu epileptischen Anfällen führen. Stimulantien sind segensreich bei Krankheiten wie ADHS und Narkolepsie- machen bei Erkrankungen und bestimmungsgemäßen Gebrauch nicht abhängig. Leider werden diese Stoffe aber auch in der Drogenszene missbraucht, ja sogar von Schülern und Studenten zur vermeintlichen Leistungssteigerung gebraucht. 

Die Psychopharmaka haben viel zur Linderung von seelischem Leid beigetragen, aber es braucht viel Erfahrung in der Anwendung. Psychopharmaka lösen keine Probleme, sondern können allenfalls den Zustand soweit verbessern, dass die Betroffenen besser in der Lage sind, Probleme zu lösen oder überhaupt an einer Psychotherapie teilzunehmen.

Nach dem Vortrag ist wie immer reichlich Gelegenheit zur Diskussion und zum Erfahrungsaustausch.

Der Eintritt ist frei.