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Gesundheitsblog: Zecken – wo sie lauern, und wie Sie sich schützen können - Dienstag, den 18. Juli 17

Sie sind die kleinen Blutsauger, die in den warmen Sommertagen beim Spaziergang oder im Schwimmbad auf uns warten: Zecken. „Gemeiner Holzbock“ nennt sich die Zeckenart, die vor allem in Deutschland verbreitet ist.

Kein Grund zur Panik?

Grundsätzlich gilt: Nicht alle Zecken sind gefährlich. „Zecke ist nicht gleich Zecke, gesundheitliche Folgen für den Menschen in Deutschland kann nur der Biss des Gemeinen Holzbocks haben“, erklärt Zeckenexpertin Dr. Dania Richter der „Frankfurter Rundschau“. Die Biologin promovierte in Harvard und erforschte später von Zecken übertragene Krankheiten. Heute ist sie am Institut für Geoökologie an der Technischen Universität Braunschweig tätig. Dennoch können Zecken gefährliche Krankheiten übertragen. Ein unbehandelter Zeckenstich kann im Extremfall zu Gelenk,- Herzmuskel und Nervenentzündungen führen.

Wie gefährlich sind Zecken?

Die Zecke selbst ist nicht gefährlich, sondern die Erreger, die sie überträgt. Dazu zählen vor allem Borrelien – eine Bakterienart, die Lyme-Borreliose auslösen können. Dagegen gibt es keine Impfung, aber eine Antibiotika-Behandlung steht zur Verfügung. Die Folgen können von Lähmungen über Bewegungsstörungen bis hin zu Gefühlsstörungen reichen. Gefährlich sind zudem Viren, die zu einer Hirnhautentzündung führen können, der Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME). „Im schlimmsten Fall kann die Infektion sogar tödlich sein“, so Prof. Dr. Winfried Kern, Leiter der Infektiologie des Universitätsklinikums Freiburg. Hier gibt es aber die Möglichkeit zur Impfung. Zecken mit FSME-Viren finden sich weitgehend im Hochrisikogebiet Südbaden, Borreliose-Überträger treten dagegen fast überall auf.

Wo gibt es Zecken?

Die Zecke lebt im Freien und am liebsten in warmen Wald- und Feuchtgebieten. Aber auch in Gärten und Parks fühlt sich die in Deutschland am häufigsten vorkommende Schildzecke wohl. Im Prinzip gibt es Zecken also da, wo ihre Wirte, kleine und größere Säugetiere wie auch der Mensch, leben. Auf dem Infoportal (im Auftrag der Pfizer Inc.) zecken.de können Sie mittels einer Übersichtskarte mit Ortssuche herausfinden, ob Sie in einem der FSME-Risikogebieten in Deutschland leben.

Fallen Zecken von Bäumen?

Nein, Zecken warten nicht auf Bäumen, um genau dann auf Spaziergänger zu fallen, wenn sie sich darunter befinden. Vielmehr lassen sich Zecken von Blättern und hohen Gräsern abstreifen, wenn ihr Wirt beim Vorbeigehen in Reichweite ist.

Was tun, wenn Sie gestochen wurden?

Natürlich sollten Sie unmittelbar handeln, sobald Sie den Zeckenstich entdeckt haben. Die Übertragung von Borreliose-Bakterien ist bereits 12 bis 24 Stunden nach dem Biss möglich. FSME-Viren übertragen sich sogar zeitgleich, da die Viren sich im Speichel befinden. Darüber hinaus können sich Zecken bis zu zwei Wochen festkrallen. Zeckenzangen oder -pinzetten und Zeckenkarten sind gute Hilfsmittel, um die kleinen Blutsauger zu entfernen. Zecken sollte man beim Entfernen nicht quetschen, da sonst unter Umständen Bakterien in die Einstichstelle gelangen können. Nach dem Entfernen der Zecke, sollten Sie die betroffene Stelle unbedingt desinfizieren. Im Zweifelsfall – beispielsweise wenn sich die Zecke nur schwer entfernen lässt – können Sie zu Ihrem Hausarzt gehen.

Schutz vor Zecken

Zecken beißen sich vor allem dort fest, wo es warm und die Haut dünn ist: Knie- und Ellenbogenkehlen, Achseln oder Bauchnabel. Deshalb empfiehlt es sich, lange Kleidung zu tragen; am besten helle Kleidung, da auf ihr krabbelnde Zeckentiere besser gesehen werden. Als weitere Schutzmaßnahme können Sie Zeckensprays verwenden. Dabei gilt: Insektenabwehrmittel mindern zwar das Risiko, bieten aber keinen festen Schutz. Eine aktive Zeckenimpfung ist dagegen deutlich sicherer. Diese gibt es nur gegen FSME. Zur Zeckenvorsorge können Sie sogar Ihr Smartphone nutzen: Ein Beispiel hierfür ist die App „ZeckTag“, die kostenlos im App Store und im Google Play Store erhältlich ist. Die App ist eine Art Ratgeber, die Ihnen wichtige Informationen zum Thema Zecken liefert – auch Anleitungen für gängige Entfernungsmethoden finden Sie darin. Im sogenannte „Stichtagebuch“ können Sie Ihren Zeckenstich dokumentieren und erhalten eine Erinnerungsfunktion. Der „Zeckenwarner“ zeigt Ihnen FSME-Risikogebiete an Ihrem aktuellen GPS-Standort an.

Wissenswert:

Infografik: „Worin unterscheiden sich FSME und Borreliose?“ (www.zecken.de)