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Gesundheitsblog: Diabetes heißt nicht verzichten - Donnerstag, den 08. Dezember 16

Anlässlich des Welt-Diabetestages Mitte November informierte die AOK Schwarzwald-Baar-Heuberg über aktuelle und regionale Zahlen zu der Stoffwechselkrankheit. So sind rund zehn Prozent der Menschen im Schwarzwald-Baar-Kreis von Typ-2-Diabetes betroffen. Lesen Sie hier, was Sie über Diabetes wissen sollten.

Diabetes mellitus wird umgangssprachlich auch Diabetes, Zuckerkrankheit oder Blutzuckerkrankheit genannt. Alle Namensformen beschreiben aber immer das gleiche Krankheitsbild: Überzuckerung des Blutes. So kam es auch einst zu der Namensgebung Diabetes mellitus („honigsüßer Durchfluss“). Denn der Urin von betroffenen Personen hat bei erhöhtem Blutzuckerspiegel einen süßlichen Geschmack.

Es müssen zwei Formen bei Diabetes unterschieden werden

Typ-1-Diabetes: Hierbei handelt es sich um eine Autoimmunkrankheit. Diese hat zur Folge, dass das eigene Immunsystem die für das Hormon Insulin verantwortlichen Zellen in der Bauchspeicheldrüse zerstört. Der daraus folgende Insulinmangel führt zu einem erhöhten Blutzuckerspiegel. Als Folge müssen Betroffene meist ihr Leben lang Insulin spritzen. Deutschlandweit sind etwa 400.000 Menschen von Typ-1-Diabetes betroffen. Die Krankheit entsteht oft schon im Kindes- und Jugendalter.

Typ-2-Diabetes: Bei dieser Form der Stoffwechselkrankheit reagieren die Körperzellen zunehmend unempfindlich auf das Hormon Insulin. Dies führt zur Steigerung des Blutzuckerspiegels und dazu, dass Zucker im Körper nicht mehr zur Energiegewinnung dienen kann. Besonders Menschen mit genetischer Veranlagung, Übergewicht und Bewegungsmangel verfügen über ein erhöhtes Risiko an Typ-2-Diabetes zu erkranken. Ebenfalls spielt das Alter eine entscheidende Rolle. Je älter die Menschen werden, desto größer ist das Risiko an dieser Form von Diabetes zu erkranken. Etwa sieben Millionen Menschen sind in Deutschland von Typ-2-Diabetes betroffen und gut zehn Prozent der Menschen im Schwarzwald-Baar-Kreis.

Symptome, die auf Diabetes hindeuten können

Um dem erhöhten Blutzuckerspiegel entgegen zu wirken, versucht der Körper den vermehrt im Blut vorhanden Zucker über den Urin auszuscheiden. Daher kann ein Symptom von Diabetes verstärkter Harndrang sein. Dieser Harndrang führt wiederum dazu, dass Betroffene unter Wassermangel und einem erhöhten Trinkbedürfnis leiden. Auch juckende und trockene Haut sowie Gewichtsverlust können als Folge des Wassermangels auftreten.

Besteht ein Anfangsverdacht, dass Diabetes vorliegen könnte, wird anhand einer Blutprobe Gewissheit geschaffen.

Eine intensive Schulung und Beratung ist bei Diabetes wichtig

Liegt Typ-1-Diabetes vor, ist der Gang zum Diabetologen das Mittel der Wahl. Oft handelt es sich dabei um einen Allgemeinarzt, der eine Zusatzausbildung absolviert hat und in einer Spezialabteilung einer Klinik oder einer Schwerpunktpraxis arbeitet. In Zusammenarbeit mit Arzt, Beratern und Diätassistenten erhält der Patient eine Schulung, worauf er in Zukunft achten muss. Bei Typ-1-Diabetes ist das regelmäßige Messen des Blutzuckers das A und O. Anhand dieses Wertes verabreicht sich der Patient Insulin. Dabei müssen bei der Berechnung der Dosis der Kohlenhydratgehalt des Essens und weitere Faktoren beachtet werden.

Typ-2-Diabetes Patienten werden meist vom Hausarzt behandelt. Hier ist das tägliche Messen des Blutzuckerspiegels und Spritzen von Insulin nicht zwangsläufig notwendig. Bewegung und der Abbau von Übergewicht können hier schon zu einer Regulierung der Insulinempfindlichkeit der Körperzellen führen.

Was für beide Gruppen von Betroffenen gilt: Es ist zwingend notwendig, den Lebensstil anzupassen. Dabei geht es weniger darum, auf bestimmte Dinge verzichten zu müssen. Viel wichtiger ist es, sich ausgewogen und gesund zu ernähren und sich regelmäßig zu bewegen.