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Gesundheitsblog: Viren machen keine Pause! - Mittwoch, den 20. September 17

Gefühlt sind wir alle noch im Sommermodus, liegen bei 30 Grad am Strand und verbringen den Tag in kurzer Hose und T-Shirt. Dabei steht der Herbst schon vor der Tür. Die Tage werden kürzer und vor allem frühmorgens und abends wird es schon empfindlich frisch. Wer dann keine Jacke oder ein Sweatshirt zur Hand hat, holt sich schnell eine Erkältung.

Erreger sind überall

Normalerweise ist unser Immunsystem stark genug, sämtliche Erkältungserreger abzuwehren. Jedoch schwächen wir das Immunsystem meistens häufig selbst: Sport bei warmen Temperaturen, Schwitzen in Kombination mit schneller Abkühlung durch eine Klimaanlage, das offene Fenster im Auto, luftige zu leichte Kleidung – wenn der Wechsel von Anstrengung und Erholung zu extrem ist, können wir unserem Immunsystem schaden. Darüber hinaus lauern Erreger an vielen Gegenständen, die wir anfassen: am Telefonhörer, an der Tastatur im Büro, an Türklinken, an Treppengeländern etc. Präventiv können wir unser Immunsystem bereits mit Kleinigkeiten stärken. Dazu gehören z.B. eine vitamin- und mineralstoffreiche Ernährung, regelmäßige Bewegung an der frischen Luft und regelmäßiges Händewaschen (sehr wichtig!). Des Weiteren stärken Warm-Kalt-Duschen unser körpereigenes Abwehrsystem.

Was tun, wenn man sich erkältet hat?

Gegen eine leichte Erkältung gibt es keine akuten Hilfsmittel. Der Spruch „Drei Tage kommt sie, drei Tage bleibt sie, drei Tage geht sie.“ ist also ziemlich treffend. Am besten hilft viel Ruhe. Der Dampf von Kamillenblüten kann die Nase befreien, leichte Bewegung die Schleimhäute entlasten. Herkömmliche Nasensprays aus der Apotheke können die Atmung erleichtern. Aber Vorsicht: Wenn man ein Spray zu lange verwendet, kann das Arzneimittel Rhinitis auslösen – also einen erneuten Schnupfen aufgrund der langandauernden Anwendung. Abhängigkeit ist bei einer Langzeitanwendung ebenfalls möglich. Als Alternative zum Spray kann auch eine einfache Meersalzspülung die verstopften Nasenhöhlen befreien.

Die Nase sollte man vorsichtig putzen: Durch zu starkes Ausschnupfen können Nasensekrete in die Nasennebenhöhlen gelangen, was wiederum eine Nasennebenhöhlen-Entzündung verursachen kann. Salbei-Lutschpastillen können gegen Halsschmerzen helfen und sollen entzündungshemmend wirken. Hustenstiller gibt es oft auch auf pflanzlicher Basis.

Der Sommer 2017: eine Einladung für Erkältungen

Schwüle Hitze und zeitweise starke Regenfälle – der Sommer in Baden-Württemberg war 2017 laut Bilanz des Deutschen Wetterdienstes (DWD) sehr wechselhaft. Bestimmte Viren vermehren sich unter diesen Bedingungen besonders gut. Denn starke Wetterumschwünge können auch im Sommer Stress für den menschlichen Organismus bedeuten und unsere Schleimhäute beanspruchen. Wer Pech hatte, den erwischte in dieser Zeit eine lästige Sommergrippe. Diese ist nicht zu verwechseln mit einer klassischen Grippe (Influenza). Deshalb ist der Begriff „Sommergrippe“ streng genommen irreführend. Denn nur bei einer Influenza handelt es sich um eine „echte Grippe“, also um eine Infektion durch das Influenza-Virus, das im Extremfall sogar lebensgefährlich sein kann. Bei einer einfachen Erkältung oder der Sommergrippe sind andere Viren die Ursache, „Enteroviren oder Echoviren“, wie der Stuttgarter im SWR Fernsehen erläuterte. Da sowohl bei einer Erkältung als Hausarzt Suso Lederle auch bei einer Grippe, Viren die Auslöser sind, hilft die Einnahme von Antibiotika nicht. Es helfen also nur Geduld, Ruhe und das eine oder andere Hausmittel.

Info-Video: Hausmittel gegen Erkältung.