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Gesundheitsblog: Mit körperlichen und geistigem Sport gegen Alzheimer - Dienstag, den 18. Oktober 16

Manche bezeichnen sie bereits als Volkskrankheit. 1,2 Millionen Deutsche leiden darunter. Die Rede ist von Alzheimer oder wie sie korrekt heißt: Alzheimer-Krankheit. Die neurodegenerative Erkrankung wurde 1906 erstmals vom deutschen Psychiater und Neuropathologen Alois Alzheimer beschrieben und zählt zu den Demenzerkrankungen.

Das Heimtückische an dieser Krankheit ist, dass sich das eigene zurückliegende Leben mit der Zeit in Nichts auflöst. 80 Prozent der an Alzheimer leidenden Menschen sind von der altersbedingten Variante der Erkrankung betroffen. Diese Schwelle wird im Alter von etwa 65 Jahren überschritten. Dann, wenn die meisten Menschen auf ein erfülltes und ereignisreiches Leben zurückblicken und den Lebensabend in Ruhe genießen wollen.

Was löst Alzheimer aus? 

Die Krankheit entsteht durch das Absterben von Nervenzellen des Gehirns. Ursache ist eine Störung im Gleichgewicht des Botenstoffs Glutamat. In diesem Fall wird von einer neuroregenerativen Demenz gesprochen. Doch was kann man tun, wenn man die Namen seiner Enkel vergisst oder anfängt im Bademantel einkaufen zu gehen. Die schlechte Nachricht zuerst: Alzheimer ist nicht heilbar. Die gute: Es kann viel getan werden, um den Verlauf zu lindern.

Muss es immer Alzheimer sein? 

Zunächst muss sichergestellt sein, dass überhaupt eine Alzheimer-Erkrankung vorliegt. Denn Vergesslichkeit, Verhaltensänderungen und Orientierungsprobleme müssen nicht zwangsläufig eine Folge von Alzheimer oder Demenz sein, erklärt Dr. Sabine Knapstein, Ärztin bei der AOK Baden-Württemberg: „Die Diagnose Demenz wird auf der Basis von wissenschaftlich geprüften Tests und Untersuchungen anhand der typischen Symptome gestellt. Die Diagnose sollte erst gestellt werden, wenn andere Ursachen unwahrscheinlich sind und die Symptome länger als ein halbes Jahr andauern. Dazu müssen eine Reihe von Erkrankungen, die als Ursache infrage kommen, ausgeschlossen werden.“ Wurde die Erkrankung diagnostiziert, muss das Ziel der Behandlung die möglichst lange Selbstständigkeit des Patienten sowie das Lindern seiner psychischen Beschwerden sein.

Wie kann Alzheimer behandelt werden? 

Auch wenn die Krankheit nicht heilbar ist, kann mit Hilfe von Antidementiva das Gleichgewicht der Botenstoffe im Gehirn positiv beeinflusst werden. Des Weiteren gibt es einige nichtmedikamentöse Behandlungsformen, die das Leben mit der Erkrankung erleichtern können. Dazu zählen Bewegungsprogramme, die Ausdauer, Kraft und Gleichgewicht trainieren. Gedächtnisübungen, das Trainieren alltäglicher Tätigkeiten wie zum Beispiel das Zähneputzen oder auch Kaffee kochen. „Studien zeigen, dass Menschen mit Demenz, die an Bewegungsprogrammen teilnehmen, länger mobil bleiben können“, so Dr. Knapstein, die auch noch generelle Empfehlung zur Vorbeugung der Demenzerkrankung hat:

„Körperliche Bewegung, insbesondere Tanzen, eine ausgewogene Ernährung mit viel Obst und Gemüse, Getreide, Nüssen, Olivenöl, mehr Fisch statt Fleisch und mäßiger Alkoholkonsum beugen Demenz ebenso vor wie rege geistige Aktivitäten, zum Beispiel das Erlernen einer Sprache oder eines Instruments.“

 

Quelle und Links:

http://www.abendblatt.de/ratgeber/gesundheit/article208273505/Volkskrankheit-Alzheimer-Wenn-das-Ich-sich-aufloest.html 

http://www.alzheimerinfo.de/alzheimer/demenz_alzheimer/