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Medizinische Versorgung

Notwendig ist eine möglichst bedarfsgerechte als auch wirtschaftliche Versorgung, die sich an den Patienten und Patientinnen und deren Lebenswelten orientiert. Maßstab sind die Gesundheitsförderung, Prävention, Rehabilitation, Pflege, Arzneimittelversorgung sowie die Leistungen von sozialen Einrichtungen und ehrenamtlichen Strukturen.

Arbeitskreis Pflege

Im Arbeitskreis Pflege treffen sich Pflegedienstleitungen aus stationären und ambulanten Pflegeeinrichtungen im Kreis, Pflegeschulen, Klinikum, Agentur für Arbeit und staatlichem Schulamt. Die Koordination liegt beim Gesundheitsamt und dem Sozialamt, der Arbeitskreis dient der Vernetzung und dem Informationsaustausch.
Schwerpunktthemen sind die Umsetzung der Pflegeberufe-Reform und die Gewinnung von Fachkräften und Auszubildenden für den Pflegeberuf. Der Mangel an Pflegefachkräften und Auszubildenden ist ein schwer zu lösendes Problem. Jährlich im Oktober wird der Aktionstag Pflege zur Werbung für den Pflegeberuf mit jeweils mehr als 500 Schüler/innen im Landratsamt organisiert.

Modellprojekt: Ambulante Versorgung in der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg

Die Landkreise Schwarzwald-Baar-Kreis, Tuttlingen und Rottweil führten seit 2016 das Modellprojekt zur „ambulanten Versorgung in der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg“ durch. Das Modellprojekt wurde mit 250.000 € vom Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg gefördert und in Kooperation mit der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg durchgeführt. Es endete im August 2018.
Bei der ambulanten ärztlichen Versorgung gibt es bereits heute Anzeichen, dass künftig Engpässe entstehen könnten. Das gilt insbesondere für die hausärztliche Versorgung vor Ort. Für Ärzte am Ende ihres Berufslebens wird es insbesondere in kleineren Landarztpraxen vielfach zur Herausforderung, Nachfolger zu finden. Junge Ärztinnen und Ärzte wünschen sich vermehrt moderne, flexible Arbeitsbedingungen, die in ländlichen Klein- und Einzelpraxen nicht realisierbar sind. Der alternden Ärzteschaft steht eine ebenfalls alternde Bevölkerung gegenüber, wodurch der Behandlungsbedarf in den nächsten Jahren zusätzlich steigt, denn je älter eine Person ist, umso häufiger muss sie zum Arzt.
Das Projekt hatte das Ziel, bestehende Strukturen zu analysieren und zu verbessern, die entscheidenden Akteure der regionalen medizinischen Versorgung zusammenzubringen und Konzepte zur Gewinnung von Nachwuchsärzten zu erarbeiten. Für die Erarbeitung von Lösungen wurde das Forschungs- und Beratungsinstitut Quaestio (Bonn) beauftragt. Die wissenschaftliche Begleitung erfolgte durch das Institut für Allgemeinmedizin der Universität Frankfurt.

 

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