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08.07.2020

Zecken - FSME: Gesundheitsamt ruft zur Impfung auf

Gerade in der gegenwärtigen Corona-Pandemie werden viele Freizeitaktivitäten ins Freie verlegt. Wer sich häufig im Grünen aufhält, sollte sich jetzt vor Zeckenbissen schützen und an einen ausreichenden Impfschutz gegen Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) denken. Das Risiko, sich im Schwarzwald-Baar-Kreis mit dem durch Zecken übertragenen FSME-Virus zu infizieren, ist im Vergleich zu den vergangenen Jahren sehr stark gestiegen ist. Im Landkreis wurden seit Anfang Juni sechs FSME-Erkrankungen festgestellt. Im gleichen Zeitraum wurden in der vergangenen zwei Jahren 2018 und 2019 lediglich vier Fälle registriert.

Zeckenbisse können harmlos verlaufen, denn der Biss an sich ist nicht gefährlich. Unter anderem kann der Speichel der Zecke die bakteriellen Erreger der Lyme-Borreliose oder Viren in sich tragen, die die gefährliche Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) auslösen können. Die Lyme-Borreliose, eine bakterielle Infektionskrankheit, kann mit Antibiotika behandelt werden - eine Impfung besteht hier nicht. Der FSME kann mit einer Imp-fung vorgebeugt werden. Die Symptome der Virusinfektion, die zur Hirnhaut- oder Gehirnentzündung führen kann, sind variabel. Die FSME verläuft zunächst als grippeähnlicher Effekt. Nach einem beschwerdefreien Intervall von zirka einer Woche kommt es in einem Drittel der Erkrankungsfälle zu einer neurologischen Symptomatik, die sich durch Fieber und heftigste Kopfschmerzen bemerkbar macht. Zusätzlich besteht die Gefahr von Nervenlähmungen. In schlimmen Fällen können dann neurologische Probleme wie etwa Lähmungen mit irreversiblen und schweren Verlauf dazukommen.
Eine übertragbare Borreliose macht sich innerhalb von wenigen Tagen bis hin über Wochen durch grippeähnliche Allgemeinsymptome und lokale Entzündungszeichen bemerkbar. Typisch ist eine bedingte Borreliose Wanderröte, die sich rund um die Einstichstelle ausbreitet und im Verlauf im Zentrum abblast. Bei entsprechenden Anzeichen sollte umgehend medizinischer Rat eingeholt werden.

Die FSME-Impfung verleiht nach drei Impfungen einen guten und über mehrere Jahre anhaltenden Impfschutz gegen FSME. Das Gesundheitsamt und das Ministerium für Soziales und Integration raten deshalb zur Vorsicht und Aufmerksamkeit. Der Schwarzwald-Baar-Kreis ist wie andere Landkreise Risikogebiet für FSME. Sowohl Kinder als auch Erwachsene mit Outdoor-Aktivitäten sollten deshalb den Impfstatus gegen FSME kontrollieren und gegebenenfalls aktualisieren lassen. Seit Jahresbeginn wurden dem baden-württembergischen Landesgesundheitsamt bereits 98 Erkrankungsfälle durch das zeckenübertragene Frühsommer-Meningoenzephalitis-Virus (FSME-Virus) übermittelt.
Ein Schutz gegen FSME (Grundimmunisierung) wird nach drei Impfungen in Mindestabständen erzielt. Nach vollständiger Impfung besteht bei 99 Prozent der Geimpften ein anzunehmender langjähriger Impfschutz.
Das Gesundheitsamt rät zu praktischen Schutzmaßnahmen die auf den Seiten des Robert Koch-Institutes und des Staatsministerium Baden-Württemberg zu finden sind.

https://stm.baden-wuerttemberg.de/de/service/presse/pressemitteilung/pid/bereits-zehn-registrierte-fsme-faelle-im-land/

https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/Z/Zecken/Zecken_node.html

https://www.gesundheitsamt-bw.de/lga/DE/Themen/Praevention/Impfschutz/Seiten/default.aspx

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