Händedesinfektion im Fokus - Aktionstag „Saubere Hände“ im Schwarzwald-Baar Klinikum

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Gemeinsames Anschneiden der Aktionstorte für die Klinikums-Mitarbeiter (von links): Dr. Matthias Geiser, Geschäftsführer des Klinikums, Dr. Christine Molina-Benzing, Leiterin der Krankenhaushygiene, und Arne Holthuis, Leitender Pflegedirektor

 

Villingen-Schwenningen. Am 17. November 2017 machten die Hygiene-Fach- kräfte des Schwarzwald-Baar Klinikums am Standort Villingen-Schwenningen im Rahmen eines Aktionstages auf die Bedeutung der Händedesinfektion auf- merksam. Das Klinikum beteiligte sich dabei an der „Aktion Saubere Hände“ – einer nationalen Kampagne zur Verbesserung der Compliance der Händedesin- fektion in deutschen Gesundheitseinrichtungen. 

„Die hygienische Händedesinfektion ist die wirkungsvollste Maßnahme zur Verhü- tung von Krankenhausinfektionen“, erklärt Dr. Christine Molina-Benzing, Leiterin der Krankenhaushygiene im Schwarzwald-Baar Klinikum. Um das Bewusstsein für die- ses wichtige Thema bei den Mitarbeitern weiter zu schärfen, war das Team der Krankenhaushygiene am Aktionstag auf den verschiedenen Stationen im Haus un- terwegs, außerdem gab es mehrere Informationsstände in der Eingangshalle. 

Beispielsweise konnten Beschäftigte mit Hilfe von Schwarzlicht ihre Händedesinfek- tion kontrollieren lassen oder das Ausziehen von Schutzhandschuhen trainieren. Und in der „mikrobiologischen Ecke“ wurden verschiedene Keime unter dem Mikro- skop sichtbar gemacht. Darüber hinaus gab es viele Preise beim Hygienerätsel zu gewinnen, ebenso wie beim Malwettbewerb für Kinder. Unterstützt wurde das Hygi- ene-Team am Nachmittag von den beiden Klinik-Clowns Cola und Fanta. Nicht zu- letzt verteilten die Mitarbeiter der Krankenhaushygiene rund 900 „Hände-Plätz- chen“: Die Kekse waren unter Anleitung und Aufsicht von Küchenchef Vinzenz Herrmann Ende Oktober von Gesundheits- und Krankenpflegeschülerinnen eigens für den Aktionstag gebacken worden. 

Den Startschuss für den Aktionstag „Saubere Hände“ gaben Dr. Matthias Geiser, Geschäftsführer des Klinikums, Arne Holthuis, Leitender Pflegedirektor, und Dr. Mo- lina-Benzing vormittags mit dem Anschnitt der Aktionstorte in der Eingangshalle. 

Die "Aktion Saubere Hände" ist eine nationale Kampagne zur Verbesserung der Compliance der Händedesinfektion in deutschen Gesundheitseinrichtungen. Die Kampagne basiert auf der 2005 gestarteten WHO Kampagne "Clean Care is Safer Care". 

Bundesweiter Vorlesetag: AOK liest Kindern aus Syrien vor

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Die Vorleser – sitzend links: Harald Rettenmaier, stellvertretender Geschäftsführer der AOK Schwarzwald-Baar-Heuberg, stehend hinten: Katia Al Kayed und Zakaria Sino, Praktikanten bei der AOK Schwarzwald-Baar-Heuberg.

 

Villingen-Schwenningen, 17. November 2017 – Am diesjährigen bundesweiten Vorlesetag nahmen 169.000 Vorleser teil. Auch in die Anschlussunterbringung für Flüchtlinge am Villinger Fürstenbergring kamen Vorleser. Harald Rettenmaier, stellvertretender Geschäftsführer der AOK Schwarzwald-Baar-Heuberg, sowie Zakaria Sino und Katia Al Kayed lasen gemeinsam den Kindern der dort wohnenden Familien vor. Zakaria Sino und Katia Al Kayed sind selbst aus Syrien geflüchtet und absolvieren derzeit ein Praktikum bei der AOK, das sie auf eine Ausbildung vorbereiten soll. „Als die AOK verschiedene Vorleseaktionen plante, wollten Zakaria und ich das auch gerne in einer Flüchtlingsunterkunft stattfinden lassen“ meinte Katia Al Kayed. Harald Rettenmaier war gleich mit dabei. Ihm machte das Vorlesen sichtlich Spaß: „Die Kinder waren ganz neugierig auf die Geschichte, aber auch auf meine beiden Begleiter und deren Job bei der AOK. Es hat sich für beide Seiten gelohnt, hierher gekommen zu sein.“ 

Das Team las das Märchen „Die Wut der kleinen Wolke“ von Habib Mazini und Alexis Logiè vor, zuerst auf Arabisch, dann auf Deutsch. Darin begleitet eine kleine Wolke Menschen, die in ein anderes Land unterwegs sind. 

Der bundesweite Vorlesetag ist eine gemeinsame Initiative der Stiftung Lesen, der Deutschen Bahn und der ZEIT. Seit 2013 ist die AOK neben dem Deutschen Städte- und Gemeindebund offizieller Hauptpartner.

Lungenkrankheit weit verbreitet – Welt-COPD-Tag am 15. November

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Rauchen ist Risikofaktor Nr. 1

 

Schwarzwald-Baar-Kreis, 9. November 2017 – Anlässlich des Welt-COPD-Tags am 15. November weist die AOK Schwarzwald-Baar-Heuberg auf die Chronisch-Obstruktive Lungenkrankheit hin (englisch chronic obstructive pulmonary disease). „COPD geht mit einer hohen Krankheitslast einher und zählt weltweit zu den führenden Todesursachen“, erklärt Dr. Sabine Knapstein, Ärztin bei der AOK Baden-Württemberg. In Deutschland ist es die sechsthäufigste Todesursache. 

Allein im Schwarzwald-Baar-Kreis sind 3.500 AOK-Versicherte wegen COPD in Behandlung. Das sind genau vier Prozent der Versicherten, gleich viel wie im Durchschnitt Baden-Württembergs. Da rund die Hälfte der Menschen in der Region bei der AOK versichert sind, ist dieser Anteil auch für die hiesige Gesamtbevölkerung repräsentativ. Männer sind mit einem Anteil von 52 Prozent an allen Erkrankten etwas häufiger betroffen als Frauen. 

„Bei der chronisch obstruktiven Lungenerkrankung ist die Lunge dauerhaft geschädigt und die Atemwege sind verengt“, so Ärztin Sabine Knapstein. „Dadurch bekommt man bei fortgeschrittener COPD nur schwer genügend Luft. Schon Alltagstätigkeiten können dann ausreichen, um außer Atem zu geraten – wie Treppensteigen, Gartenarbeit oder ein Spaziergang.“ 

Das Erkrankungsrisiko steigt mit dem Lebensalter. In den Altersgruppen ab 65 Jahren sind laut AOK-Auswertung über zehn Prozent der Menschen im Schwarzwald-Baar-Kreis betroffen. „Eine COPD entsteht nicht plötzlich, sondern entwickelt sich langsam über Jahre hinweg. Beschwerden wie hartnäckiger Husten werden anfangs oft für ‚normalen‘ Raucherhusten, eine Bronchitis oder Asthma gehalten“, so Knapstein. Dass eine fortschreitende Erkrankung dahintersteckt, werde häufig erst erkannt, wenn bereits stärkere Beschwerden spürbar sind. Viele Betroffene seien dann älter als 60 Jahre. 

Die Behandlung der COPD zielt darauf ab, das Fortschreiten der Erkrankung aufzuhalten oder zumindest zu bremsen. Wichtig ist vor allem, aufs Rauchen zu verzichten. Medikamente können die Beschwerden lindern und Atemnot-Anfällen vorbeugen. Patientenschulungen helfen, mit der Erkrankung umzugehen.

Die AOK setzt beim Risikofaktor Nr. 1, dem Rauchen, auf Prävention in jungen Jahren. Daher unterstützt die Gesundheitskasse die Nichtraucheraktion „be smart – don’t start“ an Schulen. In Baden-Württemberg nahmen im vergangenen Schuljahr 630 Klassen an der Präventionsaktion teil und verpflichteten sich dabei freiwillig zum Nichtrauchen. 

 

Wenn die Angst außer Kontrolle gerät – Angststörungen im Schwarzwald-Baar-Kreis nehmen zu

Schwarzwald-Baar-Kreis, 27. Oktober 2017 – Im Landkreis ist die Zahl der Menschen mit einer ärztlich diagnostizierten Angststörung seit 2012 um über fünf Prozent jährlich gestiegen. Darauf weist die AOK Schwarzwald-Baar-Heuberg auf Grundlage einer Auswertung von Versichertendiagnosen hin. 4.050 AOK-Versicherte im Landkreis hatten nach Angaben der Krankenkasse im vergangenen Jahr eine Angststörung. Dies entspricht 4,6 Prozent aller Versicherten, wobei Frauen etwa doppelt so häufig betroffen waren als Männer. Allerdings ist die Steigerung bei Männern besonders hoch.

Laut Werner Reisbeck, Leiter des AOK-KundenCenters Schwenningen, kann der Anstieg der Fallzahlen teilweise auf einen offeneren Umgang mit psychischen Problemen zurückzuführen sein: „Das Thema ist nicht mehr so mit Tabus behaftet wie früher. Die Menschen suchen zunehmend professionelle Hilfe. Das sollten sie auch tun, denn ein aktiver Umgang damit ist besser als die Probleme zu verdrängen.“ Ähnlich sieht das auch Birgit Imdahl, Landesvorsitzende des Berufsverbands deutscher Nervenärzte und Ärztin für Psychiatrie und Psychotherapie in Rottweil, denn Angststörungen schränken den Alltag der Betroffenen oft stark ein: „Betroffene entwickeln eine Angst vor der Angst und vermeiden systematisch bestimmte Situationen.“ Das gelte etwa für Menschen, die an Panikattacken leiden. Imdahl: „Betroffene werden plötzlich von Schweißausbrüchen, Herzrasen, Atemnot und Todesangst überfallen. Dies kann an Orten mit vielen Menschen, etwa im Bus, Kino oder Geschäft, aber auch auf freien Plätzen geschehen.“ Auch die sogenannte generalisierte Angststörung, also ein ständiges Gefühl von Besorgtheit und Anspannung, sowie Phobien, also Ängste vor bestimmten Gegenständen oder Situationen wie Spinnen oder dem Fliegen, können erhebliche Auswirkungen im Alltag mit sich bringen.

Die Ursachen für Angststörungen seien in einem Zusammenspiel mehrerer Faktoren zu suchen. „Wenn eine genetische Veranlagung vorliegt und dann noch weitere Auslöser hinzukommen wie andauernder Stress oder kritische Lebensereignisse, kann sich eine Angststörung entwickeln.“ Auch bestimmte Persönlichkeitsmerkmale stellen Risikofaktoren da. 

Angststörungen lassen sich laut Birgit Imdahl in der Regel gut behandeln. Über Verhaltenstherapien, gegebenenfalls unterstützt durch eine medikamentöse Behandlung, bekommen Betroffene ihre Ängste wieder in den Griff. AOK-KundenCenter-Leiter Werner Reisbeck weist auf das AOK-Facharztprogramm hin: „Damit klappt der frühzeitige Einstieg in eine psychotherapeutische Behandlung auf Vermittlung des Hausarztes.“ Auch Birgit Imdahl sieht darin Vorteile: „Krankenhausaufenthalte oder ein Aufgeben der beruflichen Tätigkeit können so vermieden werden.“

„Abend der offenen Tür“ bei CyberKnife und Co.

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30 Jahre Strahlentherapie und Radioonkologie im Schwarzwald-Baar Klinikum

Villingen-Schwenningen. Seit 30 Jahren gibt es die die Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie im Schwarzwald-Baar Klinikum. Anlässlich des „runden Geburtstags“ öffnet die Fachabteilung am Klinikumsstandort Villingen-Schwenningen am 18. Oktober 2017 von 18 bis 20 Uhr ihre Türen für interessierte Besucher. Die Gäste können einen Blick hinter die Kulissen werfen und sich ein Bild von den Geräten und Behandlungsmöglichkeiten machen. Gleichzeitig erfahren die Besucher, wie sich die Fachdisziplin in den vergangenen drei Jahrzehnten entwickelt hat. Das Team der Strahlentherapie liefert an diesem Abend viele Informationen und beantwortet Fragen.

„Wie arbeitet eigentlich ein Linearbeschleuniger? Was ist das Besondere am CyberKnife? Und woher weiß das Gerät, wo und wie genau bestrahlt werden soll? Es gibt viel Spannendes bei uns zu erfahren – wer Interesse hat, ist herzlich eingeladen“, so Prof. Dr. med. Stephan Mose, Direktor der Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie. Er erklärt: „Die Zahl der Krebserkrankungen ist in den vergangenen Jahrzehnten aufgrund von optimierter Diagnostik und zunehmendem Lebensalter gestiegen. Dies wiederum hat zu erhöhten Anforderungen an die Strahlentherapie geführt.“

Denn gerade in der Radioonkologie hat sich in den vergangenen 30 Jahren viel getan: „Die technische Weiterentwicklung hat eine weitere Optimierung der Behandlungskonzepte zur Folge. Die Heilungschancen sind besser und das Rückfallrisiko geringer geworden. Zeitgleich hat das Nebenwirkungsrisiko abgenommen“, erläutert der Chefarzt. Die Strahlentherapie ist wie die Operation und die medikamentöse Therapie längst eine etablierte Säule im Behandlungskonzept bei Tumorerkrankungen.

Wer beim „Abend der offenen Tür“ der Strahlentherapie am 18. Oktober 2017 dabei sein möchte, sollte einfach zwischen 18 und 20 Uhr vorbeikommen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, der Eintritt ist kostenlos.

Bild: 2015 eröffnete das CyberKnife Centrum Süd am Schwarzwald-Baar Klinikum.

Eine Viertelmillion Menschen vertrauen jetzt der AOK Schwarzwald-Baar-Heuberg

Schwarzwald-Baar-Heuberg, 10. Oktober 2017 – Die AOK Schwarzwald-Baar-Heuberg hat die Schwelle von 250.000 Versicherten in der Region überschritten. Damit ist die Krankenkasse erstmals für über eine Viertelmillion Menschen in den drei Landkreisen Rottweil, Schwarzwald-Baar und Tuttlingen Ansprechpartner in Sachen gesundheitliche Versorgung und Prävention. „Wir sind dankbar für das Vertrauen der Menschen in uns“, sagt Klaus Herrmann, Geschäftsführer der AOK Schwarzwald-Baar-Heuberg. „Das bedeutet für uns Verantwortung, die wir tagtäglich leben.“

Allein seit Jahresbeginn sind nach AOK-Angaben rund 6.000 Versicherte dazugekommen. Das Wachstum sei nicht unbegründet, so Geschäftsführer Herrmann: „Bei uns steht Qualität im Mittelpunkt. Zum einen haben wir in der gesundheitlichen Prävention und der medizinischen Versorgung Angebote auf höchstem Niveau. Dazu zählen auch unsere AOK-Gesundheitszentren und unser AOK-HausarztProgramm. Zum anderen legen wir sehr viel Wert auf einen Topservice.“ Die AOK Schwarzwald-Baar-Heuberg sei bei Kundenbefragungen in Sachen Service und Qualität seit 2011 stets unter den besten AOK-Bezirken in Baden-Württemberg und drei Mal an der Spitze gestanden.

 

Focus Gesundheit mit Deutschlands Top-Ärzteliste – Klinikums-Ärzte gehören zu den führenden Medizinern

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Bild: Sie gehören laut Focus zu den führenden Ärzten Deutschlands (von links nach rechts): Prof. Dr. med. Wolfgang Czech (Belegarzt, Klinik für Dermatologie und Allergologie), Prof. Dr. med. Dr. h.c. Norbert Runkel (Direktor der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie), Prof. Dr. med. Stephan Mose (Direktor der Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie) und Prof. Dr. med. Alexander Lampel (Direktor der Klinik für Urologie und Kinderurologie)

Klinikums-Ärzte gehören zu den führenden Medizinern

Villingen-Schwenningen/Donaueschingen. Das Nachrichtenmagazin Focus Gesundheit veröffentlichte in der aktuellen Juli/August-Ausgabe die Liste mit den 2.955 führenden Ärzten in Deutschland. Laut Focus gehören gleich mehrere Chefärzte und ein Belegarzt des Schwarzwald-Baar Klinikums dazu.

Im Bereich „Urologische Tumoren“ zählt Prof. Dr. med. Alexander Lampel, Direktor der Klinik für Urologie und Kinderurologie am Schwarzwald-Baar Klinikum zu den Top-Medizinern, außerdem Prof. Dr. med. Stephan Mose, Direktor der Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie in der Kategorie „Strahlentherapie“. In gleich zwei Kategorien ist Prof. Dr. med. Dr. h.c. Norbert Runkel, Direktor der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie, aufgeführt: „Adipositas-Chirurgie“ und „Bauchchirurgie“.

Ebenso in zwei Bereichen – nämlich „Allergologie“ und „Neurodermitis“ – ist darüber hinaus Prof. Dr. med. Wolfgang Czech, Belegarzt der Klinik für Dermatologie und Allergologie am Schwarzwald-Baar Klinikum, genannt.

Mit der Recherche wurde das Institut Munich Inquire Media beauftragt. In die Bewertung flossen verschiedene Kriterien ein – wobei laut Focus die wichtigste Grundlage das Urteil von Fachkollegen und Patienten ist. Zudem werden in der Liste nur Mediziner mit besonders vielen Empfehlungen aufgeführt. Das Rechercheinstitut führte darüber hinaus Experteninterviews und holte Einschätzungen von Selbsthilfegruppen ein. Unter anderem spielten auch wissenschaftliche Beiträge der Ärzte eine Rolle.

Einladung: Wiederbelebungstraining für Laien im Schwarzwald-Baar Klinikum

Jede Sekunde zählt! 

Villingen-Schwenningen. Am 19. September 2017 lädt das Schwarzwald-Baar Klinikum zum Wiederbelebungstraining ein: Im Zeitraum zwischen 9 und 17 Uhr werden die Schulungen im Zwei-Stunden-Takt im Baden-Württemberg-Saal des Klinikums am Standort Villingen-Schwenningen angeboten. Pro Einheit gibt es maximal 20 Plätze. Die Teilnehmer werden durch Notärzte des Klinikums und Rettungsassistenten des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) betreut, trainiert wird mit einem Übungsmodell. Das Klinikum beteiligt sich mit dieser Aktion in Kooperation mit dem DRK-Kreisverband Villingen-Schwenningen an der bundesweiten „Woche der Wiederbelebung“ (18. – 24.09.2017). Die Teilnahme ist kostenlos. Wer dabei sein möchte, sollte sich unter der Telefonnummer 07721/ 93-3080 anmelden. 

„Ein plötzlicher Herzstillstand kann jeden treffen, und zwar zu jeder Zeit“, erklärt Dr. Johannes Kohler, Oberarzt in der Klinik für Innere Medizin III Kardiologie des Schwarzwald-Baar Klinikums. „Der Betroffene wird bewusstlos, atmet nicht mehr normal oder vielleicht gar nicht mehr. Dann ist schnelle Hilfe gefragt – jede Sekunde zählt!“ 

Weil eine gewisse Zeit vergeht, bis ein zur Hilfe gerufenes professionelles Rettungsteam vor Ort ist, sind geschulte und engagierte Mitmenschen gefragt: „Sie können vor Ort erste wertvolle Wiederbelebungsmaßnahmen ergreifen und dadurch dem Betroffenen häufig sogar das Leben retten“, so Dr. Kohler. 

Die Teilnehmer trainieren bei der Veranstaltung im Schwarzwald-Baar Klinikum unter fachlicher Anleitung mit Hilfe eines aufblasbaren Übungsmodells.

„Wer eine Trainingseinheit absolviert hat, darf das Trainingsgerät mit einer Instruktions-DVD kostenfrei mit nach Haus nehmen und die Information weitergeben. Auf diese Weise haben weitere Personen aus dem Familien-, Freundes- oder Bekanntenkreis die Möglichkeit, zu Hause selbst zu trainieren“, erklärt Dr. med. Sabine Merz, Leitende Oberärztin der Zentralen Notaufnahme am Klinikum. 

Das Schwarzwald-Baar Klinikum und der DRK-Kreisverband Villingen-Schwenningen beteiligen sich mit dieser Veranstaltung an der bundesweiten „Woche der Wiederbelebung“ auf Initiative der Deutschen Gesellschaft für Anästhesie und Intensivmedizin und des Berufsverbands Deutscher Anästhesisten in Kooperation mit dem German Resuscitation Council (Deutscher Wiederbelebungsrat). Hierbei geht es um die Motivation und Mobilisierung einer breiten Öffentlichkeit, sich unter dem Motto „Ein Leben retten – 100 PROreanimation“ in Herz-Lungen-Wiederbelebung unterrichten zu lassen.

Soziales Engagement und erste Berufserfahrungen

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Bild: Jochen Behret, Leiter der Pflegeschule, und Michael Breuer, Pflegerischer Klinikleiter (beide im Hintergrund), mit den Teilnehmern am Freiwilligen Sozialen Jahr (in alphabetischer Reihenfolge): Matthias Abermet, Selin Akdas, Selma Akin, Veronica Basulescu, Melissa Bechler, Sangita Bista, Lisa Blümig, Sara Cebulla, Leon Dannert, Lena Fuchs, Lilli Heimburger, Weronika Herud, Theresa Kaiser, Urmila Magar, Julia Müller, Katharina Puschner, Michelle Raible, Cem Sagin, Greta Sauer, Chiara Schaffner, Celine Schinke, Laura Schleicher, Nathalie Schwer, Julia Spyra, Marcel Steinbach, Elena Tarabina, Girolamo Testagrossa und Katharina Volz.

Villingen-Schwenningen/Donaueschingen. Am 1. September 2017 sind 28 junge Menschen in ihr Freiwilliges Soziales Jahr im Schwarzwald-Baar Klinikum gestartet.

Sie helfen für die Dauer eines Jahres auf unterschiedlichsten Stationen des Krankenhauses sowohl in Villingen-Schwenningen als auch in Donaueschingen mit. Unterstützt und begleitet werden sie dabei durch die Pflegekräfte. Die jungen Leute absolvierten deshalb zunächst einen mehrtägigen Einführungskurs: Dabei ging es nicht nur um allgemeine Informationen, sondern auch um Themen wie Hygiene, Verhaltensweisen oder Umgang mit Patienten.

Für die Frauenklinik darf es „blumig“ sein

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Christa Pütz-Oebbecke und Dolf Oebbecke (rechts im Bild) übergeben das Bild an Prof. Dr. med. Wolfgang Zieger (Zweiter von links), Chefarzt der Klinik für Frauenheil-kunde und Geburtshilfe, und Eva Krebs (ganz links), Pflegerische Klinikleitung der Fachabteilung.

Künstlerin Christa Pütz-Oebbecke spendet Bild 

Villingen-Schwenningen. Seit Ende Juli ziert das Bild „blumig“ der Künstlerin Christa Pütz-Oebbecke den Wartebereich der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe. Die Künstlerin hat das im Durchdruckverfahren geschaffene Werk – eine so genannte Serigrafie – am 24. Juli 2017 an Chefarzt Prof. Dr. med. Wolf-gang Zieger überreicht. 

„Ich hatte im Zusammenhang mit der Serigrafie immer den Begriff ‚blumig‘ im Kopf“, erzählt die freischaffende Künstlerin Christa Pütz-Oebbecke aus Schonach. „Zart und freundlich: Das erschien mir jetzt genau richtig für eine Abteilung mit vielen Frauen“, erzählt sie. „Es erinnert entfernt an einen Blumenstrauß.“ Prof. Dr. med. Wolfgang Zieger, Direktor der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, nahm das Bild gerne in Empfang. „Wir freuen uns sehr über die Serigrafie – sie passt wunderbar hierher.“ 

Es ist übrigens nicht das einzige Werk der Künstlerin im Klinikum – im Frauen-Kind-Zentrum ist noch ein Bild von Pütz-Oebbecke zu finden: Es zeigt einen bunten Jahr-markt und verschönerte bereits die Kinderklinik am Altstandort Villingen. 2013 wurde das Bild in den Neubau umgezogen.

Anstieg bei Migränen im Schwarzwald-Baar-Kreis – Betroffene sollten Auslöser vermeiden

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Bild (AOK): Gegen Migräne hilft das gezielte Vermeiden von bekannten Auslösern.

Schwarzwald-Baar-Kreis, 1. August 2017 – Die Auswertung der AOK Schwarzwald-Baar-Heuberg zeigt: immer mehr Menschen im Schwarzwald-Baar-Kreis sind von Migräne betroffen. 2.868 AOK-Versicherte waren nach den aktuellsten verfügbaren Zahlen im Jahr 2015 deswegen in Behandlung. Das ist eine Steigerung um 20 Prozent binnen fünf Jahren. Kein Vorurteil, sondern Fakt ist, dass Frauen häufiger unter Migräne leiden. Sie machen im Landkreis gut drei Viertel aller Betroffenen aus. Am stärksten betroffen sind Frauen im Alter von 35 bis 54 Jahren. In dieser Altersgruppe leiden acht Prozent aller Frauen an Migräne. Männer sind zwar weniger betroffen, bei ihnen stiegen die Migräneerkrankungen aber stärker: um 24 Prozent im Fünf-Jahres-Zeitraum.

Die Dunkelziffer dürfte noch wesentlich höher sein, da nicht alle Betroffenen zum Arzt gehen. „Man geht davon aus, dass innerhalb eines Jahres rund 6 Prozent der Männer und 15 Prozent der Frauen an Migräne und deren Symptome leiden“, so Dr. Sabine Knapstein, Ärztin bei der AOK. Migräne-Anfälle kommen oft ohne Vorwarnung und können rasch unerträglich werden. Die Kopfschmerzattacken gehen bisweilen einher mit Symptomen wie Übelkeit oder Erbrechen sowie Licht- und Lärmempfindlichkeit. „Genaue Ursachen sind nicht bekannt, es gibt jedoch eine genetische Veranlagung dafür“, erklärt die AOK-Ärztin. „Zu den Auslösern einer Migräne zählen unter anderem hormonelle Schwankungen, aber auch Stress und Schlafmangel, Reizüberflutung, das Auslassen von Mahlzeiten und Blutzuckerschwankungen. Auch können Migräneattacken einsetzen, wenn zum Beispiel zu wenig getrunken wurde.“

Um Migräneanfälle zu verhindern, sollten Betroffene auf die Auslöser achten und sie möglichst meiden. Auf jeden Fall wirken Maßnahmen wie eine geregelte Lebensweise und Ausdauersport vorbeugend. Auch Entspannungsübungen, wie zum Beispiel autogenes Training, helfen ebenso wie Ruhe und Schlaf. Schmerzmittel wie Paracetamol oder Aspirin in richtiger Dosierung können bei leichten Attacken hilfreich sein. Werden Schmerz- oder Migränemittel jedoch zu häufig eingesetzt, kann dies zu chronischen Kopfschmerzen führen. 

„Zur geeigneten Migränebehandlung sollten Patienten sich individuell von ihrem Arzt beraten lassen. So kann die beste Form der Therapie gefunden werden“, empfiehlt Dr. Knapstein.

Präventionsaktion zu Essstörungen im Schwarzwald-Baar-Kreis – Netzwerkpartner bringen Theaterstück „Püppchen“ an Schulen

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Die Schauspielerinnen Sarah Gros NF (links) und Monika Wieder schlüpfen im Präventionstheater "Püppchen" in verschiedene Rollen

Villingen-Schwenningen, 19. Juli 2017 – Die Fünft- bis Achtklässler an den Schulen im Landkreis sollen präventiv für das Thema Essstörungen sensibilisiert werden. Das ist das Ziel der Kooperationspartner AOK Schwarzwald-Baar-Heuberg, Landratsamt Schwarzwald-Baar-Kreis/Gesundheitsamt, Staatliches Schulamt Donaueschingen, die Träger der Schulsozialarbeit sowie der Luisenklinik in Bad Dürrheim. Dazu wird den weiterführenden Schulen angeboten, das Theaterstück „Püppchen“ des Schauspielensembles Sakramo 3D an die Schule zu holen. „Wir unterstützen die Schülerinnen und Schüler dabei, eine gesunde Einstellung zum eigenen Körper und zum Essen zu entwickeln“, so Ingo Marot, Leiter der Gesundheitsförderung bei der AOK Schwarzwald-Baar-Heuberg. „Präventionstheater ist ideal, um Kinder und Jugendliche auf diese Themen anzusprechen.“

Dr. Jochen Früh, Leiter des Gesundheitsamtes des Landratsamtes Schwarzwald-Baar-Kreis weist auf die gesundheitlichen Folgen von Essstörungen hin: „Oft ist bekannt, welche mitunter fatalen Folgen eine Magersucht nach sich ziehen kann. Aber auch andere Formen von Essstörungen wie etwa Bulimie, also Ess-Brechsucht, lösen schwerwiegende gesundheitliche Schäden aus. Diese Erkrankungen sind äußerlich ohne weiteren Anhaltspunkte nicht sichtbar und werden daher vom sozialen Umfeld erst spät erkannt.“ 

Monika Wieder und Sarah Gros vom Theaterensembles Sakramo 3D gehen mit ihrem selbstgeschriebenen Stück „Püppchen“ an die Schulen. „Das Stück erzählt spannend und sensibel die Geschichte von zwei Mädchen, die ohne davon zu wissen einen ähnlichen Weg gewählt haben mit ihren Problemen umzugehen“, erläutert Monika Wieder den Inhalt. Es bleibe aber nicht nur beim Stück selbst, erklärt ihre Kollegin Sarah Gros NF: „Das Gesehene wird anschließend im Klassenverband aufgearbeitet. Dabei wollen wir das Selbstbewusstsein der Schülerinnen und Schüler stärken. Sie sollen ermutigt werden, mit Problemen aktiv umzugehen.“ 

Um den aus der Präventionsaktion entstehenden Beratungsbedarf abzudecken, bietet die Beratungsstelle für Eltern, Kinder und Jugendliche (BEKJ) des Landratsamts eine erste Anlaufstelle für Betroffene sowie ihre Eltern und Lehrer. Auch die Bad Dürrheimer Luisenklinik, die unter anderem auf die Behandlung von Essstörungen spezialisiert ist, wird Sondersprechstunden für Lehrer anbieten. Außerdem wird die Gründung einer Selbsthilfegruppe angestrebt. 

Laut AOK waren im Jahr 2015 263 ihrer Versicherten im Schwarzwald-Baar-Kreis wegen Essstörungen in Behandlung, davon waren 84 Prozent weiblich. Innerhalb von acht Jahren hat sich die Zahl aller Betroffenen um 34 Prozent erhöht. An Anorexie, also Magersucht, litten im Jahr 2015 60 AOK-Versicherte im Landkreis, davon 32 Personen unter 30 Jahren. Da die AOK rund die Hälfte der Bevölkerung in der Region versichert, dürfte die Anzahl aller Betroffenen im Landkreis jeweils doppelt so hoch sein.

AOK: Sonnenbrand nicht auf die leichte Schulter nehmen – im Jahr rund 70 neue Hautkrebsfälle im Landkreis

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Bild (Pixelio/Jörg Brinckheger): Wer in die Sonne geht, sollte seine Haut mit Sonnencreme schützen, rät AOK-Präventionsexperte Marc Digeser.

Schwarzwald-Baar-Kreis, 17. Juli 2017– Wer am Wochenende im Freibad zu lange ungeschützt in der Sonne liegt, bekommt ihn: Sonnenbrand. Den sollte man nicht auf die leichte Schulter nehmen, denn jeder Sonnenbrand erhöht das Risiko später einmal an Hautkrebs zu erkranken. „Hautkrebs ist oft die Folge von zu intensiver UV-Strahlung, die Erkrankung selbst zeigt sich jedoch häufig erst viele Jahre später“, erklärt Marc Digeser, Leiter des AOK-Gesundheitszentrums in Villingen-Schwenningen.

Bundesweit erkranken laut Robert-Koch-Institut im Schnitt über 21.000 Menschen neu pro Jahr an einem bösartigen Melanom, auch schwarzer Hautkrebs genannt. Allein im Schwarzwald-Baar-Kreis waren im Jahr 2015 deswegen 268 AOK-Versicherte in Behandlung, 60 Prozent davon Frauen. Darauf weist die AOK Schwarzwald-Baar-Heuberg hin, bei der rund die Hälfte der Menschen in der Region versichert ist. Rund 70 Neuerkrankungen bei AOK-Versicherten kommen jedes Jahr dazu. Dabei kann man Hautkrebs ganz einfach vorbeugen. „Generell sollte man die Haut vor Verbrennungen durch starke Sonneneinstrahlung schützen, ein Sonnenbrand sollte grundsätzlich vermieden werden“, so Digeser. Es solle Sonnencreme mit mindestens Faktor 30 verwendet werden, der gegen UVA- und UVB-Strahlung schützt. Bereits 30 Minuten bevor man in die Sonne geht, müsse man sich eincremen.

Die Krankenkassen übernehmen ab dem Alter von 35 Jahren alle zwei Jahre ein so genanntes Hautkrebs­Screening bei einem dafür qualifizierten Haus- oder Hautarzt. Wer am AOK-Hausarzt Programm teilnimmt, hat bereits ab 20 Jahren Anspruch auf das Hautkrebs-Screening. Dabei untersucht der Arzt die Haut von Kopf bis Fuß und entnimmt bei Auffälligkeiten eine Gewebeprobe zur weiteren Abklärung. „Vorsorge hilft, Hautkrebs frühzeitig zu erkennen“, sagt AOK-Präventionsexperte Digeser. „Wenn er früh erkannt wird, ist Hautkrebs in der Regel heilbar.“

Erste Selbsthilfefreundliche Reha-Klinik Baden-Württembergs

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Bildunterschrift (v. l.): Stefanie Kaiser, Dr. Kayed Marzouq, Cornelia Pallenbach, Sascha Seyer.

(Schwarzwald-Baar-Kreis) Als erste „Selbsthilfefreundliche Reha-Klinik“ Baden-Württembergs wurde die Schloss-Klinik Sonnenbühl in Bad Dürrheim feierlich ausgezeichnet. Bundesweit nur fünf Reha-Kliniken haben die Qualitätskriterien für selbsthilfefreundliche Reha-Kliniken erfolgreich umgesetzt. Mit den Kooperationspartnern freuten sich Joachim Gwinner, Erster Landesbeamter des Kreises, und Antje Liesener, die Koordinatorin des Netzwerks Selbsthilfefreundlichkeit im Gesundheitswesen aus Berlin.
Dr. Kayed Marzouq, der die Klinik seit diesem Jahr ärztlich leitet, lobte die Mitarbeit im Projekt und äußerte Anerkennung für das Engagement der Selbsthilfebeauftragten Cornelia Pallenbach.

 

Antje Liesener vom Netzwerk Selbsthilfefreundlichkeit im Gesundheitswesen überreichte die Auszeichnung, die zwei Jahre gültig ist, in denen die Zusammenarbeit weiter ausgebaut und die Umsetzung der Qualitätskriterien konkretisiert werden soll. Sie dankte Sascha Seyer, dem Verwaltungsdirektor der Schloss-Klinik dafür, dass er das  Projekt angestoßen hatte. Sie bedankte sich auch bei Joachim Gwinner, dass durch die Mitarbeit von Stefanie Kaiser in der Selbsthilfekontaktstelle des Landratsamtes nun die erste Rehaklinik im Land beteiligt ist, und ganz besonders den neun beteiligten Selbsthilfegruppen für ihre kontinuierliche Mitarbeit in den zurückliegenden zwei Jahren. Selbsthilfefreundliche Rehaklinik zu werden, bedeutet, sich zusammen dem Auftrag zu stellen, Selbsthilfe für die Patienten zugänglich zu machen. Mit der Auszeichnung erfolgt die Bestätigung des Netzwerks Selbsthilfefreundlichkeit und Patientenorientierung im Gesundheitswesen über die professionelle Zusammenarbeit aller Netzwerkpartner. Gemeinsam wurden verbindliche Maßnahmen für die folgenden fünf Kriterien erarbeitet: So ist zum Beispiel Informationsmaterial ansprechend an mehreren Stellen ausgelegt. Alle Mitarbeitenden der Klinik werden zum Thema Selbsthilfe in Gruppen geschult. Ärzte, Therapeuten und andere Fachkräfte weisen auf Selbsthilfe als sinnvolle Ergänzung hin. Eine Selbsthilfebeauftragte wurde für die Klinik benannt. Die Zusammenarbeit wurde in einer Kooperationsvereinbarung verbindlich vereinbart.

 

Auf diese Weise bekommen Patienten Wege aufgezeigt, wie sie mit Unterstützung von Selbsthilfegruppen zu Hause mit ihrer Erkrankung oder Behinderung besser zurechtkommen. Antje Liesener würdigte im Namen des Netzwerks die geleistete Arbeit und das große Engagement, hinter dem weitreichendes Erfahrungswissen steht. Sie überreichte stellvertretend für die Klinik die Urkunde an Cornelia Pallenbach als Ansprechpartnerin für Selbsthilfe in der Schloss-Klinik Sonnenbühl.

 

Joachim Gwinner schätzte die Bedeutung der Auszeichnung als erste Rehaklinik nicht nur in Baden-Württemberg, sondern im ganzen süddeutschen Raum. Er zählte die Projektschritte auf: Im April 2016 wurde der Öffentlichkeit die neue Informationswand in der Schloss-Klinik Sonnenbühl präsentiert. Im Januar 2017 wurde als vorläufig letzte Maßnahme die Kooperationsvereinbarung zwischen der Klinik und der Selbsthilfekontaktstelle im Landratsamt unterschrieben. In dieser verbindlichen Basis mit genau festgelegten und nachprüfbaren Strukturen sieht er eine nachhaltig wirksame Arbeit. Er würdigte die zunehmende Bedeutung von Selbsthilfegruppen und wünschte sich für die Zukunft eine weiterhin gute Zusammenarbeit. Er könne sich auch gut vorstellen, dass weitere Kliniken diesem Beispiel folgen würden.

  • AMSEL-Kontaktgruppe der Aktion Multiple Sklerose Erkrankter
  • Anonyme Alkoholiker
  • Bluthochdruck
  • Depressionen St. Georgen
  • Emotions Anonymous Rottweil
  • Herzkranke
  • Morbus Bechterew
  • Parkinson Regionalgruppe Schwarzwald-Baar-Kreis
  • Schnarchen-Schlafapnoe Schwarzwald-Baar
  • Tinnitus und Morbus Menière
  • Behindertenbeauftragter Schwarzwald-Baar-Kreis

Ärzte aus ganz Deutschland in Villingen-Schwenningen - Premiere am Schwarzwald-Baar Klinikum: Curriculum zum Zusatzweiterbildungskurs Interdisziplinäre Notaufnahme

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Dr. med. Bernhard Kumle, Direktor der Zentralen Notaufnahme am Schwarzwald-Baar Klinikum in Villingen-Schwenningen (im Bild rechts vorne), und PD Dr. Hans-Jörg Busch, Ärztliche Leiter des Notfallzentrums an der Universitätsklinik Freiburg (im Bild rechts hinten), erklären den Teilnehmern die Anwendung eines automatisierten Wiederbelebungsgeräts.

Villingen-Schwenningen. Was es sonst erst zwei Mal in Leipzig und Hannover beziehungsweise Aachen gab, konnte jetzt erstmals in Villingen-Schwenningen und Ulm angeboten werden: das Curriculum für die Zusatzweiterbildung Interdisziplinäre Notaufnahme gemäß der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin e.V. (DIVI). Insgesamt 14 Tage – mehrere Tage im April und Ende Juni 2017 – beschäftigten sich 30 Ärzte aus dem gesamten Bundesgebiet im Schwarzwald-Baar Klinikum mit Themen der klinischen Notfall- und Akutmedizin.

„Überall in Deutschland nimmt die Bedeutung der interdisziplinären Notaufnahmen zu“, weiß Dr. med. Bernhard Kumle, Direktor der Zentralen Notaufnahme am Schwarzwald-Baar Klinikum in Villingen-Schwenningen. „Die Wege der Patienten haben sich verändert. Anders als früher kommen heute die meisten ungeplanten Patienten und Notfälle über die Zentrale Notaufnahme ins Haus: Die Patientenzahlen steigen, die Krankheitsbilder sind vielfältig, und häufig muss es sehr schnell gehen. Umso wichtiger ist es, dass das ärztliche Personal speziell für die Arbeit in einer Notaufnahme vorbereitet und gut ausgebildet ist.“

In Kooperation mit dem Bundeswehrkrankenhaus Ulm ist es Dr. Kumle gelungen, die Blockkurse – das Curriculum besteht aus mehreren Modulen und deckt ein Spektrum an Notfällen aus allen Fachgebieten ab –, erstmals in Süddeutschland und an nichtuniversitären Krankenhäusern anzubieten. Ärzte aus dem ganzen Bundesgebiet haben an den beiden Modulen im April und Ende Juni im Schwarzwald-Baar Klinikum teilgenommen: Neben Erkrankungen der inneren Organe ging es unter anderem um Schockbehandlung, Schmerztherapie, Atemwegssicherung, Bewusstseinsstörungen, Schwindel oder Herz-Lungen-Wiederbelebung. Hilfreich und anschaulich war dabei beispielsweise das sehr praktische Training mit der Dummy-Puppe in der Simulation. Wertvolle Informationen zu organisatorischen Themen und zum Management einer Zentralen Notaufnahme rundeten das Angebot ab.

Die Teilnehmer des Kurses spielen unter einer realistischen Simulation die Notfall-versorgung eines schwer verletzten Kindes durch. Ihre Handlungen werden dabei mit Videokameras und Mikrofonen von Kollegen überwacht. Anschließend erfolgt eine kollegiale Besprechung über den Fall.

„Das Curriculum kam sehr gut an: Die Nachfrage und das Interesse bei den Teilnehmern waren sehr groß. Der Kurs war innerhalb von wenigen Stunden ausgebucht.“, erzählt Dr. Kumle. „Noch ist die Zusatzweiterbildung nicht in die Weiterbildungsordnung aufgenommen. Aber ich kämpfe dafür, dass die Landesärztekammer die Weiterbildung in Baden-Württemberg zeitnah beschließt.“

Das Schwarzwald-Baar Klinikum Villingen-Schwenningen ist Akademisches Lehrkrankenhaus der Universität Freiburg und ein zukunftsorientiertes Krankenhaus der Zentralversorgung. Es gehört zu den zehn größten nicht universitären Kliniken in Baden-Württemberg und zu den 80 größten Kliniken in Deutschland. Die Einrichtung mit insgesamt 3.000 Mitarbeitern und 1.000 Betten versorgt jährlich knapp 50.000 Patienten stationär und rund 160.000 Patienten ambulant. Das Krankenhaus hat sich – zwischen den beiden Universitätskliniken Tübingen (im Osten) und Freiburg (im Westen) – zum leistungsstärksten Klinikum der Region entwickelt: Mit 25 hoch spezialisierten Hauptabteilungen und zwei Belegabteilungen bietet die Einrichtung an den beiden Standorten Villingen-Schwenningen und Donaueschingen ein Leistungsspektrum vergleichbar der Maximalversorgung. Unter dem Dach der Akademie für Gesundheits- und Sozial-berufe sind drei spezialisierte Ausbildungseinrichtungen zusammengefasst: eine Hebammenschule, eine Krankenpflegeschule und die OTA-Schule Schwarzwald-Bodensee. Als staatlich anerkannte Weiterbildungsstätte bietet das Klinikum verschiedene Qualifizierungen.

„ZERCUR GERIATRIE®_Basislehrgang“ im Schwarzwald-Baar Klinikum - Gemeinsames Arbeiten zum Wohl betagter Menschen (copy 1)

SBK Zercur-Basislehrgang 01
Dr. med. Ilse Gehrke, MHM, Direktorin der Klinik für Innere Medizin IV, Allgemeine Innere Medizin und Altersmedizin (im Bild rechts) mit den Teilnehmern aus dem Schwarzwald-Baar Klinikum (in alphabetischer Reihenfolge): Ursula Albicker, Jessica Bauer, Marilena Cataldo, Silvio Czwienk, Marianne Fichter, Sandrina Henkelmann, Iris Höschen, Daniela Knöbel, Joachim Krause, Sarah Kuttesch, Simone Möllen, Jennifer Müller, Alexander Nickel, Brigitte Rapp, Dr. med. Jochen Sauter, Britta Schwarz, Hannes Stehle, Martina Stritt und Mareike Thiele.

Villingen-Schwenningen/Donaueschingen. Erstmals gab es in diesem Jahr im Schwarzwald-Baar Klinikum einen „ZERCUR GERIATRIE®_Basislehrgang“, den die Klinik für Innere Medizin IV, Allgemeine Innere Medizin und Altersmedizin, gemeinsam mit der Akademie für Gesundheits- und Sozialberufe (ags) abgehalten hat. Der Lehrgang ist eine vom Bundesverband für Geriatrie e.V. entwickelte und zertifizierte Fortbildung, die sich inhaltlich mit den wichtigsten Themen aus dem Bereich der Geriatrie, deren Zusammenhängen und deren Umsetzung im therapeutischen Team beschäftigt. Im Zeitraum von Mitte Februar bis Ende Mai 2017 haben 19 Klinikums-Mitarbeiter aus den Bereichen ärztlicher Dienst, Physiotherapie, Logopädie, Ergotherapie, Pflege und Funktionsdienst den Lehrgang besucht und erfolgreich abgeschlossen.

„Die Arbeit mit betagten und hochaltrigen Menschen stellt eine besondere Heraus-forderung dar“, erklärt Dr. med. Ilse Gehrke, MHM, Direktorin der Klinik für Innere Medizin IV, Allgemeine Innere Medizin und Altersmedizin, und Leiterin des Lehrgangs. „Von besonderer Bedeutung ist dabei die interdisziplinäre Zusammenarbeit – jedoch ist das nicht selbstverständlich. Deshalb steht der Teamgedanke im Mittelpunkt bei allen vermittelten Inhalten. Davon profitieren die zu behandelnden Patienten deutlich.“

In acht kompakten Tages-Einheiten, dazu kommt noch ein Tag Hospitation, ist der Lehrgang für alle Berufsgruppen konzipiert, die geriatrische Patienten betreuen. Interne wie externe Dozenten sorgen für die inhaltliche Ausgestaltung. Die Bandbreite der Themen reicht von den Grundlagen der Geriatrie, Medikamente, Ethik, Palliativmedizin und Mobilität über Demenz und Depression bis hin zu chronischen Wunden, Diabetes mellitus sowie Ernährung.

Der Lehrgang endet mit den Abschlussarbeiten der Teilnehmenden: Dabei werden in Kleingruppen Fallbeispiele erarbeitet und präsentiert. Das Ergebnis bildet eine Zusammenfassung der Lehrgangsinhalte.

Pflegefachkräfte können den Basislehrgang auf die erforderlichen 180 Stunden der geriatriespezifischen Zusatzqualifikation anrechnen. Diese Zusatzqualifikation muss mindestens eine Pflegefachkraft im Team nachweisen, damit die OPS 8-550 (geriatrische frührehabilitative Komplexbehandlung) durchgeführt werden kann.

Der nächste „ZERCUR GERIATRIE®_Basislehrgang“ wird voraussichtlich 2019 angeboten. Auch externe Teilnehmer können sich dazu anmelden.

Gefragt: Anästhesietechnische Assistenten – neue Ausbildung am Schwarzwald-Baar Klinikum

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Schwarzwald-Baar Klinikum

Villingen-Schwenningen/Donaueschingen. Seit diesem Jahr gibt es einen neu-en Ausbildungsberuf am Schwarzwald-Baar Klinikum: den des Anästhesie-technischen Assistenten (ATA). Die Ausbildung dauert drei Jahre und umfasst mindestens 1.600 Stunden theoretischen und praktischen Unterricht sowie 3.000 Stunden praktische Ausbildung.

„Die Schüler werden im Laufe der Ausbildung mit den vielfältigen Aufgaben sowohl in der Anästhesie als auch in weiteren Funktionsbereichen vertraut gemacht“, erklärt Martin Schraut, verantwortlicher Leiter der ATA-Ausbildung am Schwarzwald-Baar Klinikum. Dazu zählen beispielsweise Ambulanz, Notaufnahme, Endoskopie und Zentralsterilisation. Die Anästhesietechnischen Assistenten sind in diesen Funktionsabteilungen eigenverantwortlich zuständig oder wirken bei bestimmten Aufgaben mit, dabei arbeiten sie interdisziplinär mit anderen Berufsgruppen zusammen. „Es ist ein anspruchsvoller und abwechslungsreicher Beruf mit sehr guten Zukunftsaussichten – die Anästhesietechnischen Assistenten sind sehr gefragt“, so Schraut.

Sie betreuen die Patienten fachkundig und bereiten den Anästhesiearbeitsplatz einschließlich der Geräte und Materialien vor. Darüber hinaus unterstützen die Assistenten die Anästhesisten während der Anästhesie und sorgen für die Nachbereitung, beispielsweise werden Materialien wiederaufbereitet oder entsorgt. „Neben administrativen Aufgaben übernehmen sie beispielsweise auch die Verantwortung für die Umsetzung hygienischer Maßnahmen oder leiten neue Auszubildende an“, erzählt Schraut.

Die praktische Ausbildung erfolgt in der Klinik, mit der ein Ausbildungsvertrag geschlossen wurde, schwerpunktmäßig in den Anästhesieabteilungen der Fachbereiche Viszeralchirurgie, Traumatologie, Orthopädie, Gynäkologie/Kreißsaal oder Urologie. Außerdem gehören praktische Einsätze im Aufwachraum, in der Ambulanz/Notfallaufnahme, Zentralsterilisation, Endoskopie, Schmerzambulanz und im Operationsdienst zum Programm. Dazu kommt ein Pflegepraktikum auf einer chirurgischen Station. Für die praktische Ausbildung in den Einsatzgebieten stehen Praxisanleiter zur Verfügung.

Ausbildungsbeginn ist jeweils im Oktober. Die OTA/ATA-Schule Schwarzwald-Bodensee an der Akademie für Gesundheits- und Sozialberufe (ags) am Schwarz-wald-Baar Klinikum steht für Rückfragen gerne zur Verfügung.

Träger der Ausbildung ist die Schwarzwald-Baar Klinikum Villingen-Schwenningen GmbH im Verbund mit der Gesundheitsverbund Landkreis Konstanz gGmbH.

Veränderung in der Pflegedirektion des Schwarzwald-Baar Klinikums – Abschied in den Ruhestand

Gesundheit, Arbeitsunfähigkeit
Das Direktorium des Schwarzwald-Baar Klinikums bei der Verabschiedungsfeier am 22. Juni 2017 (von links): Dr. Matthias Geiser (Geschäftsführer), Christa Dietel (Leitende Pflegedirektorin) und Prof. Dr. med. Ulrich Fink (Ärztlicher Direktor)

Villingen-Schwenningen/Donaueschingen. Christa Dietel, Leitende Pflegedirektorin des Schwarzwald-Baar Klinikums, geht zum 30. Juni 2017 in den Ruhestand. Als Mitglied des Direktoriums hat sie sich in den vergan-genen 16 Jahren intensiv für das Klinikum engagiert.

„Ich war immer neugierig und wollte dazulernen“, sagt Dietel von sich selbst – eine Einstellung, die den beruflichen Werdegang der gelernten Krankenschwester deutlich geprägt hat. Es folgte der Ausbildung im Krankenhaus in Nürnberg bald die Weiterbildung zur Stationsleitung und später die zur Pflegedienstleitung in Regensburg. Anschließend kehrte sie in dieser Funktion für die Fachkliniken der Allgemeinen Inneren Medizin und Kardiologie nach Nürnberg zurück. Außerdem absolvierte sie die Weiterbildung zur Krankenhaus-Betriebswirtin und studierte danach Gesundheitsmanagement an der Hochschule Osnabrück.

Das Klinikum in Nürnberg als größtes kommunales Krankenhaus bundesweit plante Anfang der 1990er Jahre einen Neubau: Ein Projekt, bei dem Dietel die Planungsphase und die Inbetriebnahme von Seiten der Pflege verantwortete. „Damals konnte ich Erfahrungen sammeln, die mir später bei unserem Klinikums-Neubau hier in Villingen-Schwenningen sehr zugute kamen“, erzählt sie. In Nürnberg war sie zuletzt Stellvertretende Pflegedirektorin.

2001 kam die Diplomkauffrau schließlich als Leitende Pflegedirektorin in den Schwarzwald – wo es zum damaligen Zeitpunkt noch sechs Krankenhausstandorte in unterschiedlicher Trägerschaft gab und Dietel in den darauffolgenden Jahren den gesamten Reformprozess der hiesigen Kliniklandschaft miterlebte. „Es galt, mehrere Standorte und unterschiedliche Teams zusammenzuführen“, erinnert sich die Leitende Pflegedirektorin. „Wir haben uns viele Gedanken gemacht und intensiv geplant: von den Arbeitsabläufen über den Neubau selbst bis hin zur Inbetriebnahme. Es war eine Herausforderung, die ich sehr gerne angenommen habe. Zwei Mal im Leben solch ein Projekt in dieser Größenordnung zu begleiten, ist einfach seltenes Glück!“

Im Laufe der Zeit hat sie sich in vielen Bereichen engagiert. „Egal, ob es um Prozessoptimierung, Neuorganisation oder Fachkräfte aus dem Ausland ging: Es war immer spannend und abwechslungsreich im Schwarzwald-Baar Klinikum“, so Dietel. Einen Schwerpunkt ihrer Arbeit sah sie in der Einführung nati-onaler Expertenstandards, die sie aus Osnabrück mitbrachte. Darüber hinaus in der Schulung und in der Qualifizierung von Führungskräften: In diesem Zusammenhang etablierte das Klinikum beispielsweise einen Rahmendienstplan, ein Beurteilungssystem sowie Zielvereinbarungsgespräche.

Dietel war neun Jahre lang die Sprecherin der Pflegedirektoren in den Kliniken des QuMik-Verbundes und gestaltete dabei auch die inhaltliche Arbeit. „QuMiK“ steht für „Qualität und Management im Krankenhaus“ und ist ein Zusammenschluss von 13 Kliniken in Baden-Württemberg, die sich mit besonderer Intensität dem Thema Qualität widmen. Das Schwarzwald-Baar Klinikum gehört zu den Gründungsmitgliedern.

Geradezu Dietels „Steckenpferd“ aber war das Thema Fort- und Weiterbildung: Die Leitende Pflegedirektorin hat sich 2002 erfolgreich für die Gründung der Akademie für Gesundheits- und Sozialberufe (ags) am Schwarzwald-Baar Klinikum eingesetzt, deren Leitung Dietel übernahm. Seitdem werden die bereits vorhandenen Schulen mit ihren Ausbildungsmöglichkeiten um ein sehr vielfältiges Fort- und Weiterbildungsprogramm am Klinikum ergänzt. Nicht zuletzt wurden eine Schule für Operationstechnische Assistenten sowie – neu zum 1. Oktober 2017 – eine Schule für Anästhesietechnische Assistenten auf die Beine gestellt. „Es war mir wichtig, dieses Angebot stets weiterzuentwickeln“, erklärt Dietel. „Der medizinische Fortschritt ist rasant und allgegenwärtig, so steht auch die Pflege immer wieder vor neuen Herausforderungen. Heutzutage ist lebenslanges Lernen gefragt, der Trend in der Pflege geht eindeutig in Richtung Akademisierung. Neben dem Kontakt mit Menschen ist es unter anderem das, was den Pflegeberuf abwechslungsreich und attraktiv macht. Mein größter Wunsch: Dass es auch in unserer Region in Kooperation mit einer Hochschule ein Angebot gibt, das es Pflegenden ermöglicht, zu studieren.“

Dietels Nachfolger als Leitender Pflegedirektor des Schwarzwald-Baar Klinikums wird im August seine Tätigkeit aufnehmen.

 

Viele haben sie, kaum einer spricht darüber – Anzahl der Hämorrhoiden-Behandlungen gestiegen

Gesundheit, Arbeitsunfähigkeit
Lydia Fries-Spöcker, Ernährungsexpertin bei der AOK Schwarzwald-Baar-Heuberg

Schwarzwald-Baar-Kreis, 12. April 2017 – Juckender Po, Schmerzen, Blut im Stuhl – meist stecken vergrößerte Hämorrhoiden dahinter. Auch wenn kaum einer darüber spricht: die Beschwerden sind weit verbreitet. Geschätzt wird, dass bis zu 70 von 100 Erwachsenen im Laufe ihres Lebens mindestens einmal davon betroffen sind, wie die AOK Schwarzwald-Baar-Heuberg mitteilt. Im Schwarzwald-Baar-Kreis ließen sich 2015 1.618 AOK-Versicherte deswegen ärztlich behandeln, 13 Prozent mehr als noch 2013. Da rund die Hälfte der Bevölkerung bei der AOK versichert ist, ist die Zahl der Behandlungsfälle im Landkreis etwa doppelt so hoch. Insgesamt ließen sich zuletzt 19 von 1.000 Menschen binnen eines Jahres wegen Hämorrhoidalbeschwerden behandeln.

Die Dunkelziffer dürfte laut AOK wesentlicher höher sein. Vielen Menschen sei es nämlich zu peinlich, wegen ihrer Beschwerden zum Arzt zu gehen, meint Lydia Fries-Spöcker, Ernährungsberaterin bei der AOK Schwarzwald-Baar-Heuberg: „Stattdessen wird versucht, selbst mit den Beschwerden zurande zu kommen, bis es nicht mehr geht. Daher sollten Hämorrhoidalleiden aus der Tabuzone geholt werden. Schließlich gehören sie zu den häufigsten Erkrankungen in Industrienationen.“ Die Diplom-Oecotrophologin empfiehlt, den Mut aufzubringen und die Symptome ärztlich untersuchen zu lassen. Nur dann können die Beschwerden wirkungsvoll behandelt werden, bevor es zu einer Verschlimmerung kommt. Auch müssten andere, schwerwiegendere Krankheiten diagnostisch ausgeschlossen werden.

Was demnach viele nicht wissen: Jeder hat Hämorrhoiden. Es sind gut durchblutete Gefäßpolster am Ausgang des Enddarms. Zusammen mit dem Schließmuskel ermöglichen sie die Kontrolle der Darmentleerung, so Fries-Spöcker. Sind die Hämorroiden vergrößert, können sie Beschwerden verursachen, man spreche dann vom Hämorrhoidalleiden. Ursache der Vergrößerung sei die faserarme und fettreiche Ernährung, wie sie heutzutage in den reicheren Ländern vorherrsche. Das führe zu Verstopfungen und Dehnung – und in der Folge zur Vergrößerung des Gewebes am After. „Genügend trinken und sich ballaststoffreich ernähren sind eine wirksame Vorbeugung gegen Verstopfung. Daher sollten Obst, Gemüse, Getreide und Hülsenfrüchte auf den Speiseplan. Sehr wirksam gegen Verstopfung ist auch regelmäßige körperliche Bewegung.“

Auch die richtige Analhygiene helfe, Beschwerden zu lindern und eine zusätzliche Reizung der Hämorrhoiden zu verhindern, klärt Fries-Spöcker auf: „Nach dem Stuhlgang sollte man die Analregion am besten mit leicht angefeuchtetem Toilettenpapier reinigen und danach abtrocknen.“ 

 

Arbeitsunfähigkeit: Landkreis gesünder als der Bundesdurchschnitt

Gesundheit, Arbeitsunfähigkeit
Sabine Fröchte-Mink, Expertin für Betriebliches Gesundheitsmanagement bei der AOK Schwarzwald-Baar-Heuberg

Die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Schwarzwald-Baar-Kreis waren im vergangenen Jahr seltener krank als im Bundesdurchschnitt. Dies ergibt eine aktuelle Auswertung der AOK Schwarzwald-Baar-Heuberg über die krankheitsbedingten Fehlzeiten der bei der Krankenkasse versicherten Mitglieder. „Beschäftigte im Schwarzwald-Baar-Kreis hatten rund elf Prozent weniger Krankheitstage als im deutschen Durchschnitt“, erklärt Sabine Fröchte-Mink, Expertin für Betriebliches Gesundheitsmanagement bei der AOK Schwarzwald-Baar-Heuberg. 44 Prozent der Beschäftigten im Landkreis waren 2016 sogar nie krankgeschrieben. 

Der Krankenstand im Landkreis ist mit 4,7 Prozent nur leicht höher als im Vorjahr (4,6 Prozent). Allerdings gibt es teilweise deutliche Verschiebungen bei den Krankheitsgruppen. So ist die Anzahl der Krankschreibungen wegen Atemwegserkrankungen sechs Prozent geringer als im Vorjahr. „Das lag vor allem am relativ milden Winter Anfang 2016. Zu spüren war dies besonders im Februar, als die Zahl der Krankheitstage 14 Prozent unter denen des Vorjahreszeitraums blieben“, so AOK-Expertin Fröchte-Mink. 

Anders sieht es bei Krankschreibungen wegen psychischer Erkrankungen aus. Diese haben laut AOK im vergangenen Jahr um neun Prozent zugenommen. Das sei besonders bedenklich, meint Fröchte-Mink: „Eine Erkältung geht mehr oder weniger schnell vorbei, psychische Erkrankungen haben aber oft einen längeren Verlauf.“ Das zeigt sich auch im Landkreis: Psychische Leiden machen laut AOK nur fünf Prozent aller Krankschreibungen aus, sind aber für zwölf Prozent aller Fehltage verantwortlich. Lässt sich etwas gegen diesen Trend tun? Ja, sagt die AOK-Expertin: „Viele finden das überraschend, aber man kann seine psychische Widerstandsfähigkeit gegen Stressbelastungen trainieren. So wie man beispielsweise als Produktionsmitarbeiter lernt, schwere Gegenstände rückenschonend zu heben, genauso kann man sich auch Techniken zum Umgang mit psychischen Belastungen aneignen. Selbstachtsamkeit heißt die Strategie.“ Damit können stressbedingte psychische Erkrankungen vermieden werden, bevor sie überhaupt entstehen. 

Viele Unternehmen reagieren bereits und unterstützen ihre Beschäftigten nicht nur mit Präventionsangeboten für die körperliche, sondern auch für die psychische Gesundheit, so Fröchte-Mink: „Führungskräfte nehmen dabei eine entscheidende Rolle ein. Denn bei ersten konkreten Anzeichen einer gesundheitsgefährdenden psychischen Überlastung greift die Fürsorgepflicht des Arbeitgebers und damit auch der Führungskraft.“ Zusammen mit dem Mitarbeiter sollte die Führungskraft nach Lösungen suchen. „Wir unterstützen die Unternehmen im Landkreis daher nicht nur mit Stressbewältigungs-Seminaren für Beschäftigte, sondern auch speziell für Führungskräfte.“ 

Die Auswertungen zum Krankenstand beruhen auf 47.530 beitragspflichtigen Mitgliedern der AOK im Schwarzwald-Baar-Kreis. Insgesamt ist über die Hälfte der Bevölkerung in der Region bei der AOK versichert. Die AOK Schwarzwald-Baar-Heuberg unterstützt jährlich fast 200 Betriebe beim Betrieblichen Gesundheitsmanagement.

 

Zu Hause und im Alltag Darmkrebs vorbeugen

Darmkrebsmonat: März steht zum 16. Mal im Zeichen der Darmkrebsvorsorge +++ Früherkennung: Einladung zum immunologischen Stuhltest +++ Ernährungstipps für einen gesunden Darm 

Pro Jahr erkranken in Deutschland rund 70.000 Menschen an Darmkrebs, ungefähr 27.000 sterben an den Folgen. Darmkrebs ist bei Männern die dritthäufigste, bei Frauen sogar die zweithäufigste Krebsart. Mit steigendem Alter nimmt die Wahrscheinlichkeit für die Entwicklung von Darmkrebs zu. Erfreulicherweise sinkt die Zahl der Neuerkrankungen und Todesfälle in Deutschland aber seit Jahren. Dazu beigetragen hat unter anderem das Engagement der gesetzlichen Krankenkassen. Sie bieten ihren Versicherten verschiedene Maßnahmen, um Darmkrebs oder dessen Vorstufen möglichst früh zu erkennen und zu behandeln. So auch die Schwenninger Krankenkasse, die ihre Versicherten ab 50 Jahren mit einem Einladungsschreiben und ohne Arztbesuch zur Vorsorge bewegen möchte. Dadurch konnte bisher bei 44 Versicherten Darmkrebs verhindert werden. „Der zu Hause durchführbare immunologische Stuhltest ist für uns ein wichtiger Baustein der Darmkrebsfrüherkennung. Mit ihm erreichen wir auch Versicherte, die zunächst keine Darmspiegelung durchführen lassen möchten“, sagt Dr. Tanja Katrin Hantke, Ärztin bei der Schwenninger. 

Früherkennung durch immunologischen Stuhltest 

Darmkrebs entsteht meist langsam im Laufe von Jahren. In der Regel spürt man nichts davon. Wird er frühzeitig erkannt, so kann Darmkrebs, wie sonst keine andere Krebserkrankung, verhindert werden. Bei rechtzeitiger Erkennung liegen die Heilungschancen bei über 90 Prozent. Wichtig sind daher Vorsorgeuntersuchungen wie die Darmspiegelung. Die Notwendigkeit eines Arztbesuchs kann jedoch zu einer geringen Inanspruchnahme führen. Deshalb bieten Betriebskrankenkassen wie die Schwenninger ihren Versicherten im „Aktionsbündnis gegen Darmkrebs“ eine Alternative: den kostenfreien immunologischen Stuhltest. Dieser ist doppelt so genau wie der bisher übliche Papierstreifentest. Zu ihrem 50. Geburtstag werden die Versicherten per Brief zur Vorsorge eingeladen. Sie können den immunologischen Test online anfordern, zu Hause durchführen und per Post direkt an ein Labor schicken. Das Labor informiert innerhalb weniger Tage schriftlich über das Ergebnis. „Zwei Drittel der bei uns angeforderten Tests werden zurückgeschickt und ausgewertet. Ich bin sicher, dass wir mit dem Einladungsverfahren die Teilnahme unserer Versicherten an der Darmkrebsfrüherkennung steigern können“, sagt Hantke. 

Darmkrebsfrüherkennung auch für Politik von Bedeutung 

Dass sich das Engagement der Kassen im Aktionsbündnis auszahlt, beweist die Tatsache, dass die Politik darüber berät, ein bundesweit einheitliches Einladungsverfahren für alle gesetzlich Versicherten zu etablieren. Auch soll der immunologische Stuhltest den bisher noch üblichen Papierstreifentest demnächst ablösen. 

Ernährungstipps für einen gesunden Darm 

Auch wenn genetische Faktoren eine Rolle spielen, kann man Darmkrebs maßgeblich durch einen gesunden Lebensstil vorbeugen. Risikofaktoren sind vor allem Tabakkonsum, Übergewicht, Bewegungsmangel und falsche Ernährungsgewohnheiten. Doch wie muss man sich ernähren, um den Darm zu unterstützen? Einige Antworten: 

- Kalorienfreie Getränke wie Wasser, davon circa 2 Liter pro Tag. 

- Naturbelassene und frische Lebensmittel, z. B. vom Wochenmarkt. 

- Pflanzliche statt tierische Fette, z. B. kalt gepresstes Pflanzenöl oder Margarine. 

- Ballaststoffreiche Ernährung mit Getreideprodukten oder Hülsenfrüchten. 

- Obst und Gemüse, davon fünf Portionen pro Tag in den unterschiedlichsten Farben. 

- Hühnchen oder Fisch statt rotem (Rind, Schwein, Lamm), verarbeitetem (Wurst) oder geräuchertem Fleisch. 

Gesetzlicher Anspruch auf Darmkrebsfrüherkennung 

- Papierstreifentest: Krankenversicherte zwischen 50 und 54 Jahren können jährlich einen Test auf verstecktes (okkultes) Blut im Stuhl machen. Dieser soll zeitnah durch den immunologischen Stuhltest ersetzt werden. 

- Bei auffälligem Befund besteht Anspruch auf eine Darmspiegelung (Koloskopie). 

- Gesetzlich Krankenversicherte ab 55 Jahren haben Anspruch auf eine Darmspiegelung. Diese kann nach 10 Jahren ein zweites Mal durchgeführt werden. 

Zum Aktionsbündnis gegen Darmkrebs: 

Das von den Betriebskrankenkassen im Jahr 2012 gestartete Aktionsbündnis gegen Darmkrebs hat nach fünf Jahren mehr als 160.000 Menschen zur Darmkrebsvorsorge bewegen können und dabei rund 900 Menschen vor Darmkrebs bewahrt. Die nach positivem Testausgang durchgeführte Darmspiegelung hat zur rechtzeitigen Entdeckung von Darmkrebs in einem Stadium geführt, in dem Darmkrebs heilbar ist. Neben der Schwenninger sind mehr als 60 weitere Betriebskrankenkassen, aber auch private Krankenversicherungen, Teil des Bündnisses. 

Zur Schwenninger Krankenkasse: 

Die Schwenninger Krankenkasse zählt mit rund 330.000 Kunden zu den Top 20 der bundesweit geöffneten gesetzlichen Krankenkassen. Sitz der Zentrale ist Villingen-Schwenningen, dazu kommen 15 Geschäftsstellen. Den Vorstand bilden seit 2006 Siegfried Gänsler als Vorsitzender und Thorsten Bröske. 

Die für ihre Leistungen mehrfach ausgezeichnete Schwenninger beschäftigt rund 800 Mitarbeiter. Mit „Die Gesundarbeiter“ hat die Schwenninger 2013 als erste gesetzliche Krankenkasse eine Stiftung gegründet. Vorrangiges Ziel ist die Gesundheitsförderung von Kindern und Jugendlichen. 

 

Lust am Wandern – neue Touren im Schwarzwald-Baar Kreis

Gesundheit, Wandern

Gemeinsam mit Schwarzwaldverein und Schwäbischem Albverein bietet das Landratsamt in Kooperation mit dem Bürgerschaftlichen Engagement der Stadt Villingen-Schwenningen neue Wanderungen für ältere Menschen mit und ohne Handicap an, die Freude am Wandern in Gemeinschaft haben. Voraussetzung ist, dass man trotz seiner Einschränkung Wanderstrecken von sechs bis neun Kilometern zurücklegen kann – gerne auch mit Begleitung.

Die geplanten Touren sind nicht zu lang, verlaufen auf schönen sehenswerten Strecken und anschließender gemütlicher Einkehrmöglichkeit. Die Strecken werden in einem angemessenen Tempo mit mehreren kurzen Pausen zurückgelegt. Für Rollstuhlfahrer sind die Wanderwege in der Regel nicht geeignet.

Die Wandergruppen werden von WanderführerInnen geleitet, die auf eine moderate Unterstützung von Menschen mit leichten körperlichen Beeinträchtigungen oder Gedächtnisproblemen vorbereitet sind. 

„Damit mehr Menschen mit Beeinträchtigungen an den Wanderangeboten teilhaben können, suchen wir immer wieder ehrenamtliche Begleiterinnen und Begleiter, die gern unterwegs und für andere da sind“, sagt Anna Nufer.

Für das nächste Halbjahr werden sieben teilnehmergerechte Wanderungen angeboten: eine in Villingen - auf den Spuren der Kelten zum Magdalenenberg am 13. April und sechs weitere in der Region – nach Königsfeld am 9. März, Furtwangen am 11. Mai, Obereschach am 8. Juni, zur Ruine Waldau bei Königsfeld am 13. Juli und nach Mönchweiler am 10. August. Die Touren starten immer donnerstags um 10 Uhr (mit Ausnahme der Tour nach Furtwangen, die erst um 10.30 Uhr beginnt) ab Bahnhof Villingen. Von hier aus geht es mit dem Bus zum Ausgangsort der Wanderung. Wettergerechte Kleidung, gutes Schuhwerk, ein Getränk und ein kleiner Imbiss sollen mitgebracht werden.

Wenn Sie mitwandern und/oder andere beim Wandern begleiten möchten, können Sie sich telefonisch anmelden: bei Anna Nufer, Bürgerschaftliches Engagement, unter der Telefonnummer 07721-82-2157 oder bei Regina Büntjen, Gesundheitsamt, unter der Telefonnummer 07721-91-37193.

Einen Flyer zu dem Angebot finden Sie hier.

 

Vortragsreihe zu Demenz im Schwarzwald-Baar Kreis

Gesundheit, Demenz, Schwarzwald-Baar, Eckhard Britsch

Die Diagnose Demenz bringt für die Erkrankten aber auch für Angehörige und das Umfeld einschneidende Veränderungen mit sich. Aber je mehr wir über Demenz wissen, desto besser können wir mit den Herausforderungen umgehen. Der Arbeitskreis Demenz bietet daher auch in diesem Frühjahr wieder Infoveranstaltungen an.

Interessierte können sich hier über die Krankheit informieren, Unterstützungsmöglichkeiten kennenlernen und Erfahrungen austauschen. Die Veranstaltungen finden kreisweit statt.

Am Mittwoch, 15. März, 19 Uhr beginnt eine Reihe über vier Abende mit einem Vortrag von Dr. Eckhard Britsch, Hausarzt und Facharzt für Innere Medizin & Geriatrie in VS-Schwenningen. Britsch erläutert auf verständliche Weise, was bei einer Demenz im Gehirn geschieht, spricht über Formen und Ursachen und wie die Diagnose gestellt wird. Erläutert werden die typischen Symptome und der Verlauf sowie medikamentöse und nicht-medikamentöse Behandlungsmöglichkeiten.

Am Dienstag, 21. März spricht Christine Wewior, Sozialer Dienst, über wichtige Regeln im Umgang und in der Kommunikation mit Betroffenen.

Am Dienstag, 28. März zeigt Silvia Kern, Gerontologin und Sozialpädagogin, wie eine sinnvolle Aktivierung im Alltag gestaltet werden kann.

Am Dienstag, 4. April zeigt Musiklehrerin Anja Völler von der Musikakademie VS, welche Möglichkeiten die Musik in der Kommunikation und Begegnung für Menschen mit Demenz bietet. Die vier Abende bieten Zeit für eigene Fragen und Möglichkeiten zum Austausch.

Die Vorträge beginnen jeweils um 19 Uhr in den Räumen der Diakonie ambulant, VS-Schwenningen, Auf Rinelen 18. Anmeldung ist nicht erforderlich, die Abende können auch einzeln besucht werden.

Eine weitere Vortragsreihe startet am 26. April, 20 Uhr ebenfalls mit einem Vortrag von Dr. Britsch in Kooperation mit der vhs baar in Donaueschingen und weiteren Vorträgen in Bräunlingen, Blumberg und Hüfingen.

 

In dem kabarettistischem Schauspiel „Dementieren zwecklos“ mit Britta Martin und Uwe Spille wird das Thema Demenz auf eine humorvolle aber auch sehr berührende Art dargestellt. Aufführungen finden in VS-Schwenningen, Furtwangen, St. Georgen und Donaueschingen statt.

Der Veranstaltungsflyer des Arbeitskreises enthält außerdem Kontaktadressen von Beratungsangeboten, Gesprächsgruppen und Begegnungsmöglichkeiten. Erhältlich beim Gesundheitsamt, Tel. 07721/9137193, beim Pflegestützpunkt, Tel. 07721/913 7456 oder auf der Homepage des Landratsamtes unter www.lrasbk.de.

 

 

Zahl der Pflegebedürftigen steigt im Landkreis um 11 Prozent

Vorsätze, 2017, Gesundheit, Sport, Joggen

Die Zahl der Pflegebedürftigen ist im Schwarzwald-Baar-Kreis zwischen 2013 und 2015 um 660 Personen von 6.012 auf 6.672 angestiegen. Das entspricht einer Zunahme um 11 Prozent und liegt über dem Landesschnitt von 9,9 Prozent. Grundlage sind Erhebungen des statistischen Landesamtes, die zum Stichtag 15.12.2015 erhoben wurden und der AOK jetzt vorliegen.

„Die Zahl der Pflegebedürftigen wird weiter zunehmen“, sagt Klaus Herrmann, Geschäftsführer der AOK Schwarzwald-Baar-Heuberg. „Was dabei von den Familien geleistet wird, ist enorm.“ Im Landkreis werden rund zwei Drittel (68 Prozent) der Pflegebedürftigen zuhause gepflegt, was ohne Familienangehörige nicht möglich wäre. Über die Hälfte der Pflegebedürftigen werden sogar ausschließlich von Angehörigen oder weiteren nahestehenden Personen gepflegt. Lediglich rund ein Drittel (32 Prozent) wird in Pflegeeinrichtungen betreut. Herrmann: „Das Thema Pflege wird in unserem Alltag immer wichtiger. Bereits jetzt hat fast jeder Dritte in Baden-Württemberg eigene Pflegeerfahrung.“ Dies ist das Ergebnis einer Forsa-Umfrage im Auftrag der AOK. Demnach sind elf Prozent der Baden-Württemberger aktuell in die Pflege eines nahestehenden Menschen eingebunden. Weitere 21 Prozent haben früher schon einmal gepflegt. 

Informieren lohnt sich

Dieser Einsatz wird mit einer Reihe von Leistungen wie etwa Verhinderungspflege, Kurzzeitpflege oder Kuren für pflegende Angehörige unterstützt. „Wir stellen in unseren Beratungen fest, dass pflegeunterstützende Angebote oft gar nicht bekannt sind. Es lohnt sich also in jedem Fall, sich ausführlich informieren zu lassen“, rät der AOK-Chef. 

Bild: Klaus Herrmann, Geschäftsführer der AOK Schwarzwald-Baar-Heuberg

 

 

Erkältungen lassen sich schlecht behandeln, aber gut vorbeugen

Vorsätze, 2017, Gesundheit, Sport, Joggen

„In der kalten Jahreszeit haben Erkältungsviren Hochsaison“, sagt Werner Reisbeck, Leiter des AOK-KundenCenters VS-Schwenningen. „Das spüren viele Menschen. Etwa 31 Prozent der Menschen im Schwarzwald-Baar-Kreis waren 2015 wegen einer akuten Infektion der oberen Atemwege beim Arzt.“ Dazu zählen unter anderem Schnupfen, Entzündungen des Halses und „Grippaler Infekt“.

Erkältungen seien sehr häufig, besonders bei Kindern. „Es ist keine Seltenheit, dass ein Kind sechs bis zehn Erkältungen pro Jahr aus der Schule oder dem Kindergarten mit nach Hause bringt“, so der dreifache Vater. Über 74 Prozent der Kinder im Alter bis zu vier Jahren waren im Landkreis deswegen beim Arzt, bei den Fünf- bis Neunjährigen immer noch 58 Prozent.

Händewaschen kann vor Atemwegsinfekten schützen

„Die Behandlung bei einer Erkältung wirkt nicht gegen die Krankheitserreger, sondern ist darauf ausgerichtet, die Beschwerden zu lindern“, erklärt Dr. Hans-Peter Zipp, Kinder- und Jugendarzt bei der AOK. Bei Erkältungen empfehle der Arzt daher oft Schmerzmittel wie Ibuprofen oder Paracetamol sowie Nasensprays. Vor Atemwegsinfekten schützen vor allem Händewaschen, genügend Schlaf und ausgewogene Ernährung. Auch wer häufig an die frische Luft geht und sich viel bewegt, kann Erkältungen vorbeugen, so der Kinderarzt. 

Im Winter tritt bei Kindern häufig eine Mittelohrentzündung auf

Vor allem Kinder haben im Winter auch mit Mittelohrentzündungen zu kämpfen. Sie ist eine der häufigsten Erkrankungen im Kindesalter und tritt nur selten bei Erwachsenen auf. Im Schwarzwald-Baar-Kreis waren davon 17 Prozent der Ein- bis Vierjährigen betroffen. 

Zwiebelsäckchen sind bewährte Hausmittel

„Jedes Kind mit Ohrenschmerzen sollte zur Schmerzlinderung im ersten Schritt ein Schmerzmedikament erhalten“, erklärt Kinderarzt Dr. Zipp. „Nicht immer ist ein Antibiotikum erforderlich. Bei Kindern im Alter ab zwei Jahren mit einer unkomplizierten akuten Mittelohrentzündung kann zunächst auch abgewartet werden“. Zusätzlich können warme Kompressen oder Zwiebelsäckchen die Beschwerden lindern, empfiehlt Werner Reisbeck: „Das sind bewährte Hausmittel. Bei meinen Kindern hilft es oft.“ Bessern sich die Beschwerden bei einer Mittelohrentzündung ohne Antibiotikatherapie nicht innerhalb von zwei bis drei Tagen oder verschlimmern sie sich sogar, sollte laut AOK eine Behandlung mit einem Antibiotikum eingeleitet werden. 

Zum Thema Mittelohrentzündung bietet die AOK eine Entscheidungshilfe für Eltern.

 

Pflegereform startet zum Jahresbeginn – Verbesserte Leistungen für Versicherte

Vorsätze, 2017, Gesundheit, Sport, Joggen

Mit Beginn des neuen Jahres tritt die größte Reform der Pflegeversicherung seit ihrem Bestehen in Kraft. „Die Reform bedeutet eine Hinwendung zur Kompetenzorientierung“, sagt Klaus Herrmann, Geschäftsführer der AOK Schwarzwald-Baar-Heuberg. „Die Pflegebedürftigkeit orientiert sich nicht mehr daran, wie viel Zeit ein Mensch am Tag wegen körperlicher Einschränkungen an Hilfe benötigt. Stattdessen steht jetzt im Vordergrund, wie selbstständig der Alltag bewältigt werden kann und welche Unterstützung dafür notwendig ist.“

Daher erhalten mit dem neuen Gesetz Menschen mit geistigen, kognitiven oder psychischen Beeinträchtigungen einen gleichberechtigten Zugang zu Leistungen der Pflegeversicherung. So werden bei der Einschätzung der Pflegebedürftigkeit unter anderem auch kognitive und kommunikative Fähigkeiten sowie psychische Problemlagen berücksichtigt.

Neue Bewertungssystematik beispielsweise bei Demenz von Bedeutung

„Die neue Bewertungssystematik ist insbesondere für Menschen mit nur geringen körperlichen Einschränkungen von Bedeutung, wie etwa bei bestimmten Ausprägungen von Demenz. Bundesweit rechnet man mit insgesamt einer halben Million neuen Leistungsbeziehern“, so Herrmann.

Zum 1. Januar werden fünf Pflegegrade eingeführt

Nicht nur der Kreis der Leistungsberechtigten erweitert sich. Auch für Menschen, die bislang bereits Leistungen aus der Pflegeversicherung erhalten haben, gibt es Verbesserungen. Die bisherigen drei Pflegestufen werden abgeschafft. Zum 1. Januar werden stattdessen fünf Pflegegrade eingeführt. Die AOK hat bereits alle betroffenen Versicherten informiert. Herrmann: „Für die Versicherten gilt: Niemand wird schlechter gestellt. Im Gegenteil, die finanziellen Leistungen werden in vielen Fällen höher ausfallen.“ Ein Beispiel der AOK: Bei Vorliegen der Pflegestufe II betrug im Regelfall die Geldleistung bislang 458 Euro monatlich. Mit 1. Januar ist diese Personengruppe in Pflegegrad 3 eingestuft. Die Geldleistung beträgt nun 545 Euro monatlich.

Die AOK Schwarzwald-Baar-Heuberg betreut in den Landkreisen Rottweil, Tuttlingen und Schwarzwald-Baar derzeit rund 12.030 Versicherte, die Leistungen aus der Pflegeversicherung erhalten. Davon sind 63 Prozent weiblich. Insgesamt betrugen die Ausgaben der AOK Schwarzwald-Baar-Heuberg 2015 für Leistungen der Pflegeversicherung fast 100 Millionen Euro.

Laut einer Studie wird die Anzahl der Pflegebedürftigen in der Region um fast ein Drittel steigen

Laut einer Studie der Bertelsmann-Stiftung wird die Anzahl der Pflegebedürftigen in der Region ausgehend von 2013 bis 2030 um fast ein Drittel steigen. „Pflege ist ein Zukunftsthema und betrifft viele Menschen“, meint Herrmann. „Größter Pflegedienst sind die Angehörigen, die sich um die pflegebedürftigen Partner oder Eltern kümmern. In der Region wird rund die Hälfte der Pflegebedürftigen ausschließlich von Angehörigen gepflegt.“ Dieser Einsatz wird mit einer Reihe von Leistungen wie etwa Verhinderungspflege, Kurzzeitpflege oder Kuren für pflegende Angehörige unterstützt. „Wir stellen in unseren Beratungen fest, dass pflegeunterstützenden Angebote oft gar nicht bekannt sind. Es lohnt sich also in jedem Fall, sich ausführlich informieren zu lassen.“

Umfrage: Mehr Sport und weniger Gewicht sind die beliebtesten Vorsätze fürs neue Jahr

Vorsätze, 2017, Gesundheit, Sport, Joggen

Was nehmen sich die Menschen für das neue Jahr vor? Und sind die guten Vorsätze schon kurz nach Silvester wieder in Vergessenheit geraten? Die AOK ging diesen Fragen auf den Grund und gab beim Meinungsforschungsinstitut produkt+markt eine Umfrage in Auftrag.

Knapp die Hälfte der Bevölkerung in Baden-Württemberg hat sich vorgenommen, mit guten Vorsätzen in das neue Jahr zu starten. Etwa jeder Vierte hat auch schon ganz konkrete Vorstellungen. Meist geht es dabei um die Gesundheit. Über die Hälfte der Menschen mit festen Vorsätzen wollen sich vermehrt sportlich betätigen (55 Prozent). Fast gleichauf (54 Prozent) liegt der Wunsch, künftig weniger Gewicht auf die Wage zu bringen. Dabei setzen jüngere Befragte bis 45 Jahre eher auf sportliche Aktivitäten, während ältere Befragte eher eine Gewichtsreduktion anvisieren.

Häufig hielten diese Vorsätze allerdings nicht besonders lange, wie die AOK herausgefunden hat. Jeder Fünfte hielt in der Vergangenheit die Vorsätze nur wenige Tage ein. Vor allem Frauen erinnern sich ungern an das, was sie sich vorgenommen hatten. Aber immerhin: ein Viertel der Befragten hält seine guten Vorsätze länger als ein halbes Jahr oder grundsätzlich ein. 

„Man sollte seine Ziele so konkret wie möglich fassen. Vorsätze wie ‚Ich will mich mehr bewegen‘ sind meist zum Scheitern verurteilt“, weiß Ingo Marot, Leiter Produktmanagement, Marketing und Gesundheitsförderung bei der AOK Schwarzwald-Baar-Heuberg. „Man sollte sich genau überlegen, wann, wo und wie oft man trainieren oder gesund essen will. Am besten legt man sich vorab Strategien zurecht, wie man absehbare Hindernisse und Einwände umschiffen kann.“ Um Bewegung oder gesunde Ernährung dauerhaft in den Alltag einzubauen, sollte man daraus eine starke Gewohnheit machen, so Marot. Denn etwa 45 Prozent des menschlichen Handelns laufe nach Gewohnheiten ab. „Der Jahreswechsel ist ein guter Zeitpunkt, mit einer Veränderung des eigenen Lebensstils zu beginnen“.

Erfolgreich führen und leiten im Gesundheitswesen

SBK Weiterbildung Gesundheitswesen

Gut vorbereitet auf eine Führungsposition: Im Dezember 2016 haben 15 Fachkräfte aus der Region mit Bestehen der mündlichen Prüfung vor dem Regierungspräsidium Freiburg erfolgreich den berufsbegleitenden Lehrgang zur „Pflegerischen Leitung einer Station oder Einheit“ an der Akademie für Gesundheits- und Sozialberufe am Schwarzwald-Baar Klinikum absolviert. Die Nachwuchsführungskräfte kommen aus verschiedenen Bereichen – aus der Altenpflege, der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege ebenso wie aus dem Hebammenwesen. In der Weiterbildung zählt neben der mündlichen Prüfung vor allem Projektarbeit. 

„Die Leistungsanforderungen an Führungskräfte im Gesundheitswesen sind hoch und vielfältig“, erklärt Cora Worms, Kursleiterin an der Akademie für Gesundheits- und Sozialberufe am Schwarzwald-Baar Klinikum. „Deshalb sollten sie kreativ und flexibel sein sowie viel Organisationsvermögen mitbringen.“ Eigenschaften, die die Weiterbildungsteilnehmer in der Akademie für Gesundheits- und Sozialberufe beispielsweise in Projektarbeiten trainieren. 

Gemeinsam mit den betreuenden Dozenten legen die Teilnehmer im Vorfeld die jeweiligen Themen für ihre Projektarbeit fest: Diese spiegeln den Handlungsbedarf in Pflegeheimen, ambulanten Pflegediensten und Kliniken wider, beispielsweise geht es um die Vereinfachung von Arbeitsabläufen oder die Einführung eines Expertenstandards. 

Die Teilnehmer dieses Lehrgangs hatten im November ihre Projekte im Schwarz-wald-Baar Klinikum Villingen-Schwenningen den Vorgesetzten, Kollegen und anderen interessierten Leitungskräften präsentiert und zur Diskussion gestellt. 

Die anderthalbjährige, berufsbegleitende Weiterbildung wird durch theoretische Inhalte wie Prozessmanagement, Personalführung, Rechtsgrundlagen oder Kommunikation abgerundet. 

Der nächste Lehrgang für die „Pflegerische Leitung einer Station oder Einheit“ beginnt im September 2017. Detaillierte Informationen gibt es auf der Homepage des Klinikums unter www.sbk-vs.de. Wer Fragen dazu hat, kann eine E-Mail an die Adresse ags@sbk-vs.de schicken oder telefonisch Kontakt aufnehmen unter der Nummer 07721/93-1740. 

 

Bild (privat):
Erfolgreiche Weiterbildungsteilnehmer (in alphabetischer Reihenfolge): Claudia Aichinger (Sozialkonzept Luisenhof Vöhrenbach), Jessika Beiche (Schwarzwald-Baar Klinikum), Silke Buchholz (Vinzenz von Paul Hospital Rottweil), Denisa Cirkovic (Hospital zum Heiligen Geist Radolfzell), Oksana Duttenhöfner (Caritas St. Lioba VS-Villingen), Bettina Hajredini (Seniorenwohnen Jestetten), Marc Haunschild (Schwarzwald-Baar Klinikum), Angelina Huber (Schwarzwald-Baar Klinikum), Irene Kimbel (Zweckverband PH Haus Wartenberg Geisingen), Angela Sauser (Gesundheitszentrum Spaichingen), Benjamin Schwenk (Seniorenzentrum Bethel Trossingen), Stefanie Tschabrun (Curanum Hirschhalde Bad Dürrheim), Ilja Wirich (Pflegedienst Schneiderhan St. Georgen), Markus Zahn (Vinzenz von Paul Hospital Rottweil), Simone Zehnder (Vinzenz von Paul Hospital Rottweil) 

Erkrankungen an Depression steigen im Schwarzwald-Baar-Kreis an – Psyche lässt sich trainieren

Hebling AOK

Bei rund 10.040 AOK-Versicherten im Schwarzwald-Baar-Kreis haben Ärzte im Jahr 2015 eine Depression diagnostiziert. Fünf Jahre zuvor waren es 8.050 Personen. Zur Einordnung: In der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg ist die Hälfte der Bevölkerung bei der AOK versichert.

Besonders stark ist die Anzahl der betroffenen Männer gestiegen, nämlich um 36 Prozent seit 2011. Frauen sind aber nach wie vor häufiger betroffen. Ihr Anteil an allen depressiv Erkrankten betrug im vergangenen Jahr 69 Prozent. Das Erkrankungsrisiko steigt zunächst mit dem Lebensalter an.

In der Altersgruppe der 60- bis 64-Jährigen im Schwarzwald-Baar-Kreis ist der Anteil der Depressiven am höchsten. In den noch höheren Altersgruppen sinkt die Diagnosehäufigkeit wieder etwas. Es betrifft aber keineswegs nur ältere Menschen. Zehn Prozent aller Betroffenen sind unter 35 Jahre alt. Das sind rund 1.020 Personen.

„Psychische Belastungen gehören zu den häufigsten Ursachen für krankheitsbedingte Fehlzeiten am Arbeitsplatz“, erklärt Heinrich Hebling, Experte für Betriebliches Gesundheitsmanagement und Stressbewältigung im AOK-Gesundheitszentrum Villingen-Schwenningen.

Im Schwarzwald-Baar-Kreis waren laut AOK psychische Erkrankungen im ersten Halbjahr 2016 die dritthäufigste Ursache für Krankheitstage, direkt nach Atemwegserkrankungen. „Dass man seinen Körper durch Bewegungstraining gegen viele Erkrankungen abhärten kann, wissen die meisten Leute. Dass man auch seine Psyche etwa mit einfachen Achtsamkeitsübungen gegen Belastungssituationen trainieren kann, ist für viele dagegen neu“, so AOK-Experte Hebling. Studien weisen darauf hin, dass auch körperliche Bewegung Depressionen vorbeugen kann. Untersucht wurden vor allem Jogging, Walking, aber auch Aerobic und Kraftsport. 

Wer vermutet, an Depression zu leiden, sollte sich zunächst an den Hausarzt wenden. Hebling: „Der Hausarzt kann eine Diagnose erstellen. Denn eine Depression ist nicht immer leicht zu erkennen: Viele Patienten berichten zunächst von Schlaflosigkeit, diffusen Kopfschmerzen, Muskelverspannungen oder Gedächtnisstörungen.“ Oft führen die Antworten auf zwei Fragen den Arzt auf die richtige Spur: Hat sich der Betroffene im letzten Monat häufig niedergeschlagen, bedrückt, traurig oder gar hoffnungslos gefühlt? Hatte er in dieser Zeit deutlich weniger Freude an Dingen, die er sonst gerne macht?

Bei einer leichten depressiven Episode kann mit dem Beginn der Behandlung zunächst auch abgewartet werden, wenn man davon ausgehen kann, dass sich die Symptome auch ohne Behandlung zurückbilden, erklärt Hebling. „Allerdings sollte innerhalb der folgenden beiden Wochen geprüft werden, wie sich die Beschwerden entwickeln. In dieser Zeit sollte man regelmäßig mit seinem Hausarzt besprechen, wie man sich fühlt und was man selbst tun kann. Daher sollte der Patient auch mit Blick auf seinen Lebensstil beraten werden.“

Falls notwendig wird eine Behandlung durch einen Facharzt oder Psychotherapeuten eingeleitet. Im AOK-FacharztProgramm haben AOK-Versicherte Anspruch auf einen zeitnahen Termin beim Facharzt oder Psychotherapeuten. 

 

Bild: Heinrich Hebling, Experte für Betriebliches Gesundheitsmanagement und Stressbewältigung im AOK-Gesundheitszentrum Villingen-Schwenningen

Kleiner Piks große Wirkung - Vorbeugende Spritze schützt vor Influenzaerkrankung

Jeitner Klaus AOK 01

Die Influenzaerkrankung, oft als Grippe bezeichnet, hat bei nasskaltem, herbstlichem Wetter Hochsaison, wenn die Immunabwehr ohnehin schon geschwächt ist. „Am besten sorgt man vor und lässt sich gegen Influenza“, rät Klaus Jeitner (Bild), Leiter des AOK-KundenCenters Villingen.

Die Ständige Impfkommission des Robert-Koch-Instituts empfehle standardmäßig Influenza-Impfungen bei Senioren ab 60 Jahren. Auch Schwangeren werde ab Beginn des zweiten Schwangerschaftsdrittels zur Impfung geraten. „Außerdem sollten sich Menschen jeden Alters mit einer geschwächten Immunabwehr wie etwa chronisch Kranke durch eine Impfung schützen“, so Jeitner.

Die Zahl der an Grippe erkrankten Menschen im Schwarzwald-Baar-Kreis schwankt stark von Jahr zu Jahr. So war 2015 ein „Grippe-Jahr“: Die Anzahl der Betroffenen war mehr als doppelt so hoch wie im Jahr davor, wie die AOK auf Grundlage der Diagnosen ihrer Versicherten mitteilt. Insgesamt waren rund 2.670 AOK-Versicherte aus dem Landkreis im vergangenen Jahr deswegen beim Arzt. Dies entsprach 3,1 Prozent der Versicherten. Zum Vergleich: 2014 waren es etwa 1.180 Personen.

Die freiwillige Impfung gegen Influenza ist nach wie vor die wirksamste Form der Grippevorbeugung. Das zeigt die AOK-Faktenbox, eine Patienteninformation zu medizinischen Fragen, die auf www.aok-bw.de/faktenboxen veröffentlicht ist. Die AOK Baden-Württemberg übernimmt die Kosten für die Schutzimpfung.

Welt-Diabetestag - Mit Bewegung und gesunder Ernährung Erkrankungsrisiko senken

diabetes fb

Rund 9.700 AOK-Versicherte im Schwarzwald-Baar-Kreis sind wegen Diabetes in ärztlicher Behandlung, davon 93 Prozent wegen Diabetes Typ 2. Das teilt die AOK Schwarzwald-Baar-Heuberg anlässlich des Welt-Diabetestags am 14. November mit. Da rund die Hälfte der Bevölkerung in der Region bei der AOK versichert ist, ist die Gesamtzahl der Betroffenen im Landkreis etwa doppelt so hoch.

Gut zehn Prozent der Menschen im Schwarzwald-Baar-Kreis sind von Diabetes Typ 2 betroffen. Das Erkrankungsrisiko steigt mit dem Alter. Bei den 60- bis 64-Jährigen ist der Anteil bereits etwa doppelt so hoch. Wegen der deutschlandweit hohen Verbreitung wird oft von einer „Volkskrankheit“ gesprochen.

„Dieser Diabetes-Typ geht oft einher mit Übergewicht, ungesunder Ernährung und Bewegungsmangel“, erklärt Dr. Sabine Knapstein, Ärztin bei der AOK. „Wer auf Normalgewicht achtet, sich ausreichend bewegt und sich an der traditionellen Mittelmeerkost orientiert, beugt Diabetes vor.“

Viele Patienten mit Diabetes Typ 2 profitieren von mehr Bewegung und einer Gewichtsabnahme. Das verbessert die Wirkung des Insulins und senkt den Blutzuckerspiegel. Bei manchen Betroffenen reicht das schon aus, um ihre Erkrankung und die damit verknüpften Risiken in den Griff zu bekommen, sagt die AOK-Ärztin.

Am strukturierten Behandlungsprogramm für Patienten mit Diabetes Typ 2, auch Disease-Management-Programm (DMP) genannt, nehmen bundesweit über 4 Millionen Diabetiker teil, allein bei der AOK Schwarzwald-Baar-Heuberg sind es rund 16.100. Untersuchungen zeigen, dass sich seit 2003 bei Teilnehmern dieses Programms die Zahl schwerwiegender Komplikationen wie diabetische Nierenerkrankungen deutlich verringert hat.

14 Hebammen haben das Examen in der Tasche

2016 SKB Hebammen

Am 21. September 2016 haben 14 Hebammenschülerinnen ihre Ausbildung an der Hebammenschule des Schwarzwald-Baar Klinikums erfolgreich abgeschlossen. Drei der Hebammen konnten vom Krankenhaus übernommen werden und unterstützen zukünftig Schwangere, Gebärende und Wöchnerinnen am Standort Villingen-Schwenningen. 

„Der Beruf der Hebamme ist spannend und vielseitig“, erzählt Susanne Brucker, Leiterin der Hebammenschule am Schwarzwald-Baar Klinikum. „Allein der Schwerpunkt der Hebammenarbeit – die Schwangerschaft, die Geburt und das Wochenbett – ist eine Besonderheit. Das ist ein wichtiger Lebensabschnitt eines Menschen, den die Hebamme betreut und begleitet.“ 

Die Ausbildung zur Hebamme beziehungsweise zum Entbindungspfleger dauert in der Regel drei Jahre. Die Lehrzeit umfasst mindestens 1600 theoretische und 3000 praktische Stunden auf verschiedenen Stationen. Dabei liegt der Schwerpunkt auf Einsätzen im Kreißsaal und auf der Mutter-Kind Station. 

„Wichtig zu wissen ist: Mittlerweile können Hebammen grundständig, ausbildungsbegleitend oder nach der Ausbildung einen Bachelorgrad erwerben, dann promovieren und habilitieren“, so Brucker. 

 

Bild:
14 „frisch gebackene“ Hebammen (in alphabetischer Reihenfolge): Eva-Maria Allgäuer-Gstöhl, Wiebke Graf, Damaris Hirsch, Jasmin Hofmeister, Isabelle Kaltenbacher, Judith Maret, Melanie Maute, Annika Menold, Katharina Ohlinger, Alexandra Overhage, Rabea Richter, Franziska Ellen Schmidt, Larissa Melanie Schuler und Anne Vöhringer 

Kleine Schlafsäcke, Socken und Mützen für Sternenkinder

2016 SBK-Uebergabe-Herzenssache

Ramona Neugart aus Tannheim hat kürzlich eine große Kiste mit Handarbeiten im Kreißsaal des Schwarzwald-Baar Klinikums abgegeben. Die kleinen selbstgefertigten Sachen wie beispielsweise Einschlagdecken, Schlafsäcke, Socken oder Mützen können als Ausstattung für so genannte Sternenkinder dienen: Das sind Kinder, die vor, während oder nach der Geburt versterben.

 „Ich möchte mich gerne für betroffene Eltern und Kinder engagieren“, erzählt Ramona Neugart, die sehr viel Zeit und Mühe in die Handarbeiten steckt und selbst Mitglied im Verein „Herzenssache – Nähen für Sternchen und Frühchen“ ist.

Der Verein beliefert bundesweit mehr als 40 Kliniken mit kleinen selbstgefertigten Sachen. Dazu zählen Einschlagdecken, Schlafsäcke und Bekleidungsstücke ebenso wie kleine Andenken oder Gedenkkarten für die Eltern. Außerdem gibt es Taufaufleger und „Abschiedsboote“, in die die verstorbenen Kinder gelegt werden können.

Die deutschlandweit etwa 30 aktiven Vereinsmitglieder werden von mehreren Hundert Personen durch Handarbeiten oder Materialspenden unterstützt. Auch Neugart freut sich über Menschen, die ihre Leidenschaft für Handarbeiten teilen. Sie veranstaltet innerhalb der nächsten Wochen einen „Näh-Event“ in Tannheim. Wer sich dafür interessiert, darf sich gerne unverbindlich bei Ramona Neugart melden. Sie ist erreichbar unter der Telefonnummer 07705/977 137.

Bild: Stefanie Tröndle (Hebamme im Schwarzwald-Baar Klinikum, im Bild links) und Dr. med. Nadine Mark (Oberärztin in der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe des Klinikums, im Bild Mitte) freuen sich über die vielen Handarbeiten, die Ramona Neugart (im Bild rechts) mit viel Liebe zum Detail für die Sternenkinder gefertigt hat. 

Essstörungen im Schwarzwald-Baar-Kreis

Je schlanker, desto schöner – dieses verzerrte Körperbild wird in Mode und Werbung oftmals als Schönheitsideal vorgegaukelt. Doch der Schlankheitswahn kann krank machen, beispielsweise wenn man den natürlichen Umgang mit dem Essen verliert.

Genau das kommt in der Region laut einer aktuellen Studie der AOK Schwarzwald-Baar-Heuberg auf Grundlage der aktuellsten auswertbaren Diagnosen ihrer Versicherten immer häufiger vor. Insgesamt 256 Menschen aus dem Schwarzwald-Baar-Kreis waren 2014 wegen Essstörungen in ärztlicher Behandlung. Da rund die Hälfte der Menschen in der Region bei der AOK versichert ist, dürfte die Gesamtzahl etwa doppelt so hoch sein.

Im Jahr 2008 waren laut AOK-Statistik noch 197 Personen in Behandlung, also rund ein Viertel weniger. Frauen machten im Landkreis zuletzt 82 Prozent der von Essstörungen Betroffenen aus. Besonders betroffen sind die jüngeren Altersgruppen ab 15 Jahre bis 29 Jahre. In den folgenden Altersgruppen sind die Erkrankungshäufigkeiten geringer.

 „Eltern fühlen sich oft hilflos und überfordert, wenn ihr Kind erkrankt“, sagt Anja Krämer-Pflanz von der Beratungsstelle für Eltern, Kinder und Jugendliche für den Schwarzwald-Baar-Kreis (BEKJ) in Villingen-Schwenningen. „Ein erster Schritt kann sein, eine Beratungsstelle aufzusuchen. Hier erhalten Eltern Tipps und Informationen, wie sie mit der schwierigen Situation umgehen können.“

Da Essstörungen oft lange anhalten, sei es wichtig, frühzeitig zu reagieren. Das gelte auch für die Bulimie, also Ess-Brech-Sucht, die leichter versteckt werden kann, da sie oft nicht mit großen Gewichtsveränderungen einhergeht. „Auch hier bestehen dennoch sehr hohe Gesundheitsrisiken, die den Betroffenen und ihrem Umfeld oft nicht bewusst sind. Je früher die Betroffenen sich Hilfe holen, desto besser, denn die Gefahr einer Chronifizierung ist hoch“, so Psychologin Krämer-Pflanz.

Zu den Essstörungen gehört auch die Anorexia nervosa, besser bekannt als Magersucht. „Mit Diäten kann es anfangen, irgendwann verselbständigt sich der Wunsch abzunehmen. Wenn Kinder in kurzer Zeit zu viel abnehmen und nicht mehr aufhören können, müssen die Eltern unbedingt reagieren“, rät Krämer-Pflanz.

Anteilsmäßig am meisten betroffen sind laut AOK 15- bis 19-Jährige. In dieser Altersgruppe sind im Landkreis von 1.000 Mädchen vier deswegen in Behandlung. Insgesamt hatten im Schwarzwald-Baar-Kreis 2014 56 AOK-Versicherte die Diagnose Magersucht. „Gelingt es, Vertrauen aufzubauen, öffnen sich Jugendliche für eine Behandlung. Insbesondere bei schwerwiegenden Krankheitsverläufen ist ein stationärer Aufenthalt angebracht, bei dem wieder ein gesundes Essverhalten eingeübt werden kann.“

Soziales Engagement und erste Berufserfahrungen

SBK-FSJ-2016

Am 1. September 2016 sind 31 junge Menschen in ihr Freiwilliges Soziales Jahr im Schwarzwald-Baar Klinikum gestartet. Sie helfen für die Dauer eines Jahres auf unterschiedlichsten Stationen des Krankenhauses sowohl in Villingen-Schwenningen als auch in Donaueschingen mit.

Unterstützt und begleitet werden sie dabei durch die Pflegekräfte. Die jungen Leute absolvieren deshalb zunächst einen mehrtägigen Einführungskurs: Dabei ging es nicht nur um allgemeine Informationen, sondern auch um Themen wie Hygiene, Verhaltensweisen oder Umgang mit Patienten.

Bild:
Torsten Fietze (Pflegedirektor am Schwarzwald-Baar Klinikum, rechts) mit den Teilnehmernam Freiwilligen Sozialen Jahr (in alphabetischer Reihenfolge): Denise Aberle,Denis Abermet, Simon Abermet, Füruzan Aras, Katharina Böhm, Nicole Dorer, NicoleGieb, Anna Groh, Julia Haller, Melanie Heinemann, Celine Kaiser, Dilara Kaya, LindaKettmann, Gashi Kosovare, Valerie Krumbiegel, Fabian Kulzer, Sina Kusche, AlineLinder, Lena Östreich, Anne Proß, Walter Radkewitsch, Celine Reger, Nicole Schadko,Ines Schmidt, Esin Selin, Özkan Sezgik, Michelle Sladek, Hannah Steinmann, Andreas Thelen, Esin Turan und Julia Wielings

 

15 neue Auszubildende bei der AOK

AOK-Azubis-2016

Am 1. September fiel für 15 junge Leute der Startschuss zu ihrer Ausbildung bei der AOK Schwarzwald-Baar-Heuberg. „Die AOK bietet eine hochwertige Ausbildung. Wir versprechen unserem beruflichen Nachwuchs individuelle Entwicklungsmöglichkeiten und Karriereperspektiven“, erklärte Harald Rettenmaier, stellvertretender Geschäftsführer der AOK Schwarzwald-Baar-Heuberg, bei der Begrüßung. 

Die jungen Auszubildenden machen ihren Abschluss entweder als Sozialversicherungsfachangestellte, als Bachelor of Arts - Soziale Arbeit im Gesundheitswesen (dual) oder als Kaufleute im Dialogmarketing. „Die Auszubildenden werden direkt in die Kundenberatung eingebunden und leben den starken AOK-Service, auf den wir so stolz sind“, sagte Diana Funfack, Ausbildungsleiterin bei der AOK Schwarzwald-Baar-Heuberg. Von Anfang an seien sie in die Teams der Kundenberater in den AOK-KundenCentern und der Fachexperten in den AOK-CompetenceCentern integriert. Die schulische Ausbildung findet im AOK-eigenen Bildungszentrum im Hohenlohe-Kreis sowie in der Berufsschule in Biberach statt. Nach der Ausbildung stehen den jungen Kollegen verschiedene Fortbildungsmöglichkeiten wie beispielsweise der Abschluss zum AOK-Betriebswirt/-in oder zum AOK-Fachberater/-in offen.

„Wir brauchen engagierte junge Leute, die Freude daran haben, andere Menschen zu beraten und ihnen die bestmöglichen Gesundheitsversorgung bereitzustellen“, betonte Harry Kohlbecher, Personalleiter der AOK Schwarzwald-Baar-Heuberg. „Dieser Spirit ist das Besondere bei unserer Arbeit.“

Für das Jahr 2017 sucht die AOK-Die Gesundheitskasse noch Auszubildende. Bewerbungen werden noch bis einschließlich 30. September 2016 entgegengenommen. Weitere Infos und online-Bewerbung unter www.aok-bw.de/sbh.

Bildunterschrift:
Die AOK-Schwarzwald-Baar-Heuberg begrüßt 15 neue Auszubildende (von links): Harald Rettenmaier, stellvertretender Geschäftsführer der AOK Schwarzwald-Baar-Heuberg; Cheyenne Hamburger, Villingen-Schwenningen; Philip Peters, Aldingen; Daniela Lichanow, Rottweil; Jessica Surm, Rottweil; Chiara Leonardi (hockend), Hardt; Alexandra Limberger, Donaueschingen; Anna Eichholz, Schramberg; Jessica Minartowicz, Talheim; Jenny Wingers, St. Georgen; Deborah Mogel, Hüfingen; Isabella Schuler, Hammereisenbach; Jessica Nestel, Fridingen; Noel Bianchi, Wurmlingen; Merve Sari, St. Georgen; Ausbildungsleiterin Diana Funfack; Nico Grilletto, Villingen-Schwenningen; Personalleiter Harry Kohlbecher; Ausbilderin Jasmin Springmann.

Focus Gesundheit mit Deutschlands Top-Ärzteliste

Mehrere Klinikums-Ärzte unter den führenden Medizinern


Villingen-Schwenningen/Donaueschingen: Das Nachrichtenmagazin Focus Gesundheit veröffentlichte in der aktuellen Juli/August-Ausgabe die Liste mit den 2.850 führenden Ärzten in Deutschland. Laut Focus gehören gleich mehrere Chefärzte und ein Belegarzt des Schwarzwald-Baar Klinikums dazu.


Im Bereich „Urologische Tumoren“ zählt Prof. Dr. med. Alexander Lampel, Direktor
der Klinik für Urologie und Kinderurologie am Schwarzwald-Baar Klinikum zu den
Top-Medizinern, außerdem Prof. Dr. med. Stephan Mose, Direktor der Klinik für
Strahlentherapie und Radioonkologie in der Kategorie „Strahlentherapie“. In gleich
zwei Kategorien ist Prof. Dr. med. Dr. h.c. Norbert Runkel, Direktor der Klinik für Allgemein-und Viszeralchirurgie, aufgeführt: „Adipositas-Chirurgie“ und „Bauchchirurgie“.


Ebenso in zwei Bereichen – nämlich „Allergologie“ und „Neurodermitis“ – ist
darüber hinaus Prof. Dr. med. Wolfgang Czech, Belegarzt der Klinik für Dermatologie und Allergologie am Schwarzwald-Baar Klinikum, genannt.
Nicht zuletzt ist für die Klinik für Innere Medizin II deren ehemaliger Chefarzt, Prof.
Dr. med. Wolfram Brugger, in der Kategorie „Leukämien, Lymphome und Metastasen“ aufgelistet. Die Fachabteilung mit den Schwerpunkten Hämatologie, Onkologie, Immunologie, Infektiologie und Palliativmedizin steht seit Mai 2016 unter der Leitung von Prof. Dr. med. Paul Graf La Rosée.

Mit der Recherche wurde das Institut Munich Inquire Media beauftragt.
In die Bewertung flossen verschiedene Kriterien ein: Das Institut berücksichtigte Arzt- und Patientenempfehlungen, führte Experteninterviews und holte Einschätzungen von Selbsthilfegruppen ein. Laut Focus werden in der Liste nur Mediziner mit besonders vielen Empfehlungen aufgeführt. Unter anderem spielten auch wissenschaftliche Beiträge der Ärzte eine Rolle.

Bild:
Sie gehören laut Focus zu den führenden Ärzten Deutschlands (von links nach rechts):

Prof. Dr. med. Dr. h.c. Norbert Runkel (Direktor der Klinik fur Allgemein- und
Viszeralchirurgie),

Prof. Dr. med. Wolfgang Czech (Belegarzt, Klinik für Dermatologie und Allergologie),

Prof. Dr. med. Alexander Lampel (Direktor der Klinik für Urologie
und Kinderurologie) und

Prof. Dr. med. Stephan Mose (Direktor der Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie)

 

Auch dem Rücken Urlaub gönnen - Arbeitsunfähigkeit wegen Rückenschmerzen im Schwarzwald-Baar-Kreis

Digeser Marc
Diplom-Sportpädagoge Marc Digeser, Leiter des AOK-Gesundheitszentrums Villingen-Schwenningen, empfiehlt im Urlaub für den Rücken aktiv zu werden

In den Sommerferien sollte man auch seinem Rücken Urlaub gönnen, meint Marc Digeser, Leiter des AOK-Gesundheitszentrums in Villingen-Schwenningen: „Erwerbspersonen sind sehr häufig von Rückenschmerzen betroffen, vor allem wenn sie ihre Arbeit überwiegend im Sitzen durchführen oder ihren Rücken einseitig belasten.“

Rund elf Prozent der AOK-versicherten Beschäftigten im Schwarzwald-Baar-Kreis waren im vergangenen Jahr mindestens ein Mal mit Rückenschmerzen krankgeschrieben. Männer waren mit über zwölf Prozent häufiger betroffen als Frauen mit gut neun Prozent. Diese Werte waren in den vergangenen Jahren weitgehend konstant.

Besonders betroffen sind Beschäftigte ab 35 Jahre mit leicht steigender Tendenz bis zum Renteneintritt. Da rund die Hälfte der Bevölkerung in der Region bei der AOK versichert ist, gelten die Zahlen dieser Krankenkasse als repräsentativ.

„Bei rund 85 von 100 Betroffenen sind falsche, einseitige Belastungen und zu wenig Bewegung die Ursachen der Rückenschmerzen“, sagt AOK-Experte Digeser. Bewegung und Entspannung sei meist die beste Medizin und damit ließe sich im Urlaub ausgezeichnet beginnen: „Muskeln und Bandscheiben werden durch Bewegung gestärkt und die Durchblutung angekurbelt. Bandscheiben sind wie ein Schwamm. Im Stehen oder Sitzen werden die Bandscheiben durch die konstante Belastung quasi ausgetrocknet.“

Heißt das, dass man im Urlaub immer in Bewegung sein muss? Nein, meint der Diplom-Sportpädagoge: „Entspannung kann Verspannungen in den Muskeln mildern. Auch der Bandscheibe tut neben Bewegung Entspannung gut. Ähnlich wie bei rhythmischen Bewegungen wie zum Beispiel Laufen oder Gehen saugt sich im Liegen der Kern der Bandscheibe mit Nährflüssigkeit voll. Der Urlaub ist der ideale Zeitpunkt, um aktiver zu sein und sich gleichzeitig Entspannungspausen zu gönnen.“ 

Dabei sollte es aber nicht bleiben, empfiehlt Digeser: „Wer einmal Rückenschmerzen hatte, hat ein erhöhtes Risiko, irgendwann wieder davon geplagt zu werden. Viele Betroffene kennen das: Im Urlaub geht es dem Rücken meistens besser. Man sollte das als Anreiz nutzen, um dauerhaft mehr Bewegung in den Alltag einzubauen und auf Entspannungspausen zu achten.“

 

Gesund und Vital – Forum des Gesundheitsnetzwerkes Schwarzwald-Baar

Erstmals organisiert das Gesundheitsnetzwerk Schwarzwald-Baar in Kooperation mit der Kur- und Bäder GmbH Bad Dürrheim ein Forum mit dem Titel „Gesund und Vital“. Am Sonntag, 23. Oktober können sich Interessierte zum Thema Ernährung und Bewegung von 11 bis 18 Uhr in Bad Dürrheim im Haus des Bürgers und im Haus des Gastes in Bad Dürrheim informieren.

Das Programm ist abwechslungsreich. Nach der Eröffnung und Begrüßung durch Landrat Sven Hinterseh und Bürgermeister Fritz Link, 1. Vorsitzender des Gesundheitsnetzwerks Schwarzwald-Baar-Kreis wird es eine Auftaktveranstaltung mit Ernährungs- und Fitnessprofi Patric Heizmann im Haus des Bürgers geben (www.ich-bin-dann-mal-schlank.de und www.patric-heizmann.de). Direkt daran schließt sich eine Podiumsdiskussion an. Ab 14 Uhr ist ein Aktiv- und Mitmach-Programm vorgesehen. Im Haus des Gastes werden ab 13.30 Uhr verschiedene Vorträge von Ärzten des Klinikums zum Thema „Gesundheit“ angeboten. Im Haus des Bürgers gibt es um 14 Uhr Vorträge der Kur- und Bäder GmbH Bad Dürrheim, der Klinik Limberger, des AOK-Gesundheitszentrums sowie der Median-Klinik St. Georg. 

Besucher des Forums können sich parallel zu den Vorträgen an Infoständen informieren.

Das Forum „Gesund und Vital“ wird finanziert durch das Landratsamt Schwarzwald-Baar-Kreis sowie die Klinik Limberger. Die Klinik sponsert einen Teil des Honorars für die Auftaktveranstaltung, da die Klinik Limberger, die unter anderem den Schwerpunkt der Behandlung von Übergewicht hat, ihr 40-jähriges Jubiläum feiert und die Veranstaltung mit ihrem Jubiläum verbindet. Künftig soll das Forum „Gesund und Vital“ an wechselnden Veranstaltungsorten im Schwarzwald-Baar-Kreis ausgerichtet werden.

 

Das Programm:

Haus des Bürgers:

11 Uhr: Eröffnung und Begrüßung durch Landrat Sven Hinterseh, Bürgermeister Fritz Link sowie Vertreter aus Bad Dürrheim.

11.15 Uhr: Auftaktveranstaltung mit Podiumsdiskussion: „Ich bin dann mal schlank – Comedy mit Nährwert“ – Patric Heizmann (Ernährungsprofi, Fitnessfachmann, Bestsellerautor.

12.15 - 13.15 Uhr: Podiumsdiskussion „Leichter als Sie denken – Wie bringen wir gesunde Ernährung in den Alltag ein?“ Teilnehmer sind u. a.: Patric Heizmann, Dr. Lotte Habermann-Horstmeier, Leiterin Villingen Institute of Public Health (VIPH), Tina Janitz, Ernährungsberaterin/DGE und Leiterin der Vernetzungsstelle Kita- und Schulverpflegung Baden-Württemberg, Prof. Dr. med. Stephan Jacob, Ernährungsmediziner.

14 Uhr: Aktiv-Mitmach-Programm „Sich regen bringt Segen: Rücken und Nacken schmerzfrei halten“. Aktiv-Vortrag mit Dr. Petra Mommert-Jauch (ISR-Institut für Sport und Rehabilitation, Donaueschingen).

15.30 Uhr: Aktiv-Mitmach-Programm: Kur- und Bäder GmbH Bad Dürrheim.

 

Haus des Gastes:

13.30 Uhr: Vortrag: „Gesund alt werden“, Dr. med. Ilse Gehrke.

14.15 Uhr: Vortrag: „Schlaganfall Prävention: Vorbeugen ist besser als Heilen“, Prof. Dr. med. Hubert Kimmig.

15 Uhr: Vortrag: „Körperliche Aktivität und Sport bei Krebs: so wichtig wie ein Medikament“, Prof. Dr. med. Paul Graf La Rosée.

15.45 Uhr: Vortrag: „Riechen, Schmecken, Hören – Sinne im Wandel“, Priv.-Doz. Dr. med. Christian Mozet.

16.30 Uhr: Vortrag: „Mobil im Alter“, Prof. Dr. med. Guido Wanner.

 

Außenbereich:

ab 11 Uhr: Beratung und Probefahren von E-Bikes, Slackline für Kinder, Geocaching für Jugendliche und weitere Angebote zum Thema Gesundheit und Bewegung.

 

Außstellerliste: 

Kurort Königsfeld, Pfundstein's Naturkost und Naturkosmetik, Schwarzwald-Baar Klinikum, Kur und Bäder GmbH + Reha-Kliniken BD, Orthopädie + Vital Zentrum Piro, Alpenland - Haus der Betreuung und Pflege Am Deutenberg, Klinik Limberger (Bad Dürrheim), Salinea Ärzte- und Gesundheitszentrum am Salinensee, Die Schwenninger Krankenkasse, Fachstelle Sucht Villingen-Schwenningen, AOK - Die Gesundheitskasse SBH, Hochschule Furtwangen University, Pflegestützpunkt Schwarzwald-Baar-Kreis, Beratungsstelle „Alter und Technik“ Schwarzwald-Baar-Kreis, Gesundheitsamt Schwarzwald-Baar-Kreis, Hr. Dr. Lieschke/ Regionalbeauftragter der dtsch. Hochdruckliga, Bad Dürrheimer Mineralbrunnen GmbH + Co. KG,Bundesverband Gedächtnistraining e.V., AK SBK, Kassenärztl. Vereinigung Baden-Württemberg Bürgerservice, Beri Sport-Med, Selbsthilfegruppe Schlafapnoe, INFIT NLP Institut, Vincent-von-Paul-Hospital gGmbH, Median-Klinik St. Georg (Bad Dürrheim).

Schwenninger Krankenkasse ermöglicht CyberKnife- Behandlung

CyberKnife Schwenninger-Krankenkasse

Seit gut einem Jahr ist das neue CyberKnife Centrum Süd am Schwarzwald-Baar Klinikum in Betrieb. „Herzstück“ der neuen Einrichtung ist das „Cyberknife M6“ – das weltweit modernste robotergestützte Radiochirurgie-System zur neuen Behandlung von Krebspatienten. Nun hat die Schwenninger Krankenkasse einen Rahmenvertrag mit dem Hersteller unterzeichnet, der die Versorgung regelt. Damit hat die Krankenkasse für ihre Mitglieder den Zugang zur medizinischen Versorgung mit dem CyberKnife erheblich vereinfacht und beschleunigt, denn anders als bisher ist jetzt keine Einzelfallentscheidung mehr nötig. Von der neuen Regelung profitieren alle Beteiligten.

„Die Behandlung mit dem CyberKnife ist ein modernes, effektives und dabei schonendes Verfahren in der Tumorbehandlung – das hat uns überzeugt“, erklärt Daniela Amann, Geschäftsbereichsleiterin Markt & Kooperationen bei der Schwenninger Krankenkasse. Die Methode verläuft schmerzfrei und ohne chirurgischen Eingriff und dank der hohen Präzision des CyberKnife wird die Strahlenbelastung für das umliegende Gewebe minimiert. „Wir möchten es unseren Versicherten ermöglichen, von den damit verbundenen Vorteilen zu profitieren“, so Amann.

Aus diesem Grund hat die Schwenninger Krankenkasse mit der Herstellerfirma Accuray kürzlich einen Rahmenvertrag unterzeichnet, der die Versorgung regelt. Für die Versicherten der Schwenninger Krankenkasse bedeutet das: Kommt im Krankheitsfall eine Behandlung im CyberKnife Centrum Süd in Frage, ist die Kostenübernahme bereits geregelt und die medizinische Versorgung gesichert.

„Ein Einzelantrag entfällt, und das spart Zeit – denn es können dabei zwei bis drei Wochen vergehen, bis grünes Licht gegeben wird“, weiß Prof. Dr. med. Stephan Mose, Direktor der Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie am Schwarzwald-Baar Klinikum. „Darüber hinaus ist dank der Vertragsregelung der bürokratische Aufwand für das Klinikum weitaus geringer, und die Behandlung kann bereits nach wenigen Tagen geplant und in Angriff genommen werden. Das ist auch für die Patienten eine große Erleichterung.“

Voraussetzung bleibt, dass der Tumor für die die Bestrahlung mit dem CyberKnife geeignet ist. Ist das der Fall, bietet die Methode viele Vorteile: Denn die Tumoren –vor allem solche, die inoperabel sind – können statt mit einer Operation mit Hilfe der Bestrahlung bekämpft werden. Dabei ist der Bestrahlungskopf des CyberKnife auf einem Roboterarm befestigt und maximal beweglich: Das CyberKnife verfolgt während der Bestrahlung mit Hilfe modernster digitaler Bildführung jede Bewegung des Patienten und gleicht diese sofort aus. So können auch „atemverschiebliche“ Tumoren wie beispielsweise in der Lunge, in der Leber oder in der Niere therapiert werden. Die Therapie ist für den Patienten im Vergleich zu herkömmlichen Methoden weniger aufwändig, Nebenwirkungen und Komplikationsrisiken halten sich in Grenzen – anders als bei einer Operation gibt weder ein Narkose-, ein Blutungs- noch ein Infektionsrisiko.

 

Bild: 
Vor-Ort-Besichtigung im CyberKnife Centrum Süd (von links nach rechts): Manfred Alraun (Leitender Medizinphysiker, Schwarzwald-Baar Klinikum), Dr. Matthias Geiser (Geschäftsführer, Schwarzwald-Baar Klinikum), Daniela Amann (Geschäftsbereichsleiterin Markt & Kooperationen, Schwenninger Krankenkasse), Prof. Dr. med. Stephan Mose (Direktor der Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie, Schwarzwald-Baar Klinikum) und Christian Grete (Health Economics and Market Access Manager, Accuray)

Auszubildende begleiten und fördern

SBK Praxisanleiter Lehrgang 2016

Ende Juni 2016 haben 22 Fachkräfte erfolgreich die Fortbildung zum „Praxisanleiter in den Gesundheits- und Sozialberufen“ an derAkademie für Gesundheits- und Sozialberufe (ags) des Schwarzwald-Baar Klinikums abgeschlossen. Die Teilnehmer – 21 Frauen und ein Mann – kamen aus verschiedenen Gesundheitseinrichtungen der Region.

„Praxisanleiter sind nicht nur gesetzlich vorgeschrieben – sie sind vor allem unverzichtbarfür die Ausbildungen im Gesundheitswesen“, erklärt Cora Worms, Lehrgangsleiterinin der ags am Schwarzwald-Baar Klinikum. „Sie tragen im laufenden Betrieb dazu bei, dass sich die Auszubildenden die für den Beruf wesentlichen Kompetenzen auch tatsächlich aneignen.“ In dem Fortbildungslehrgang lernen und üben die zukünftigen Praxisanleiter, wie sie Schüler oder neue Mitarbeiter in ihrem Lernprozessunterstützen können. „Außerdem geht es darum, die Auszubildenden sowohl zu fordern als auch zu fördern“, so Worms.

Die berufsbegleitende Fortbildung richtet sich an Pflegefachkräfte sowie weiteres Personal aus dem Gesundheitswesen mit mindestens zweijähriger Berufserfahrung. Zu den klassischen Inhalten des Lehrganges gehören beispielsweise die Planung, die Gestaltung und die Überprüfung von Lernsituationen im Arbeitsfeld, außerdem werden Themen wie Qualitätsmanagement und Rechtskunde behandelt. Die erworbenen Fähigkeiten und Kenntnisse können sowohl in Kliniken, in teil- oder vollstationären Pflegeeinrichtungen sowie in ambulanten Pflegediensten eingesetzt werden.

Die Fortbildung endet mit einer Abschlussarbeit, in der Theorie und Berufsalltag miteinander verknüpft werden sollen. Die Teilnehmer dieses Lehrgangs präsentierten ihre Abschlussarbeit am 29. Juni 2016 vor Gästen und Vorgesetzten.

Der nächste Kurs zur Praxisanleiterin beziehungsweise zum Praxisanleiter beginnt im Februar 2017. Nähere Informationen sowie das Programmheft gibt es auf der Homepage des Schwarzwald-Baar Klinikums: www.sbk-vs.de.

Bild: Lehrgangsleiterin Cora Worms (ganz vorne, links) mit den Kursteilnehmern (in alphabetischer Reihenfolge): Susanne Brauer (Schwarzwald-Baar Klinikum), Jenny Chowdhury (AWO Schwenningen), Regina Duttlinger (AWO Wutöschingen), Ines Friedrich (Zweckverband Pflegeheim Haus Wartenberg), Nadin Fritschi (Schwarzwald-Baar Klinikum), Monja Hauser (Nephrologisches Zentrum VS), Nelli Herber (Nephrologisches Zentrum VS), Judith Kasper (Schwarzwald-Baar Klinikum), Jeannine Kühn (Klinikverbund Südwest Kliniken Calw), Madeleine Leißner (NephrologischesZentrum VS), Sarah Löffler (Schwarzwald-Baar Klinikum), Dominique Mey (Sozialstation Spaichingen-Heuberg), Renate Muckle (Schwarzwald-Baar Klinikum), Ulrike Quade (Pasodi Seniorenzentrum Lauterbach), Katharina Roth (Schwarzwald-Baar Klinikum), Théodosie Rusing (Zweckverband Pflegeheim Haus Wartenberg), Julia Seidel-Fischer (Schwarzwald-Baar Klinikum), Felix Tautorius (Haus Antonius Donaueschingen), Karin Walther (Zweckverband Pflegeheim Haus Wartenberg), Barbara Witzemann (Nephrologisches Zentrum VS) und Christina Wollenberg (Schwarzwald-Baar Klinikum). Nicht auf dem Bild: Sandra Schanz (Pflegeeinrichtung In den Brunnenwiesen, Stühlingen).

AOK-Bezirksrat bei der Kreissparkasse Tuttlingen

AOK BezirksratSparkasseTUT 01

Der Bezirksrat der AOK Schwarzwald-Baar-Heuberg tagte im neuen SparkassenForum der Kreissparkasse Tuttlingen. Markus Waizenegger, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse Tuttlingen, stellte den AOK-Bezirksratsmitgliedern in seiner Begrüßung die Sparkasse vor und ging dabei auch auf das finanzpolitische Umfeld ein. Im Anschluss an die Sitzung führten Waizenegger und Direktor Michael Rosa, Leiter des Privatkundenmarkts Tuttlingen, durch das neue Gebäude. 

Großen Raum nahm in der Bezirksratssitzung die Evaluation der Hausarztzentrierten Versorgung (HZV) in Baden-Württemberg ein. Klaus Herrmann, Geschäftsführer der AOK Schwarzwald-Baar-Heuberg, nahm eine Bilanz dieser alternativen Versorgungsform vor. "Forscher der Universitäten Frankfurt und Heidelberg haben in ihrem jetzt vorgelegten Gutachten nachgewiesen, dass die Versorgung in der HZV wegen der engeren Betreuung durch den Hausarzt Vorteile im Vergleich zur herkömmlichen Regelversorgung für die Versicherten hat", so der AOK-Geschäftsführer. Beispielsweise zeige sich, dass Diabetikern im Land durch die intensivere HZV-Betreuung in drei Jahren über 1.700 schwerwiegende Komplikationen wie Amputationen, Erblindungen oder Schlaganfälle erspart blieben. Ein weiteres Beispiel der Wissenschaftler: Pro Jahr ist die Zahl unnötiger Krankenhauseinweisungen bei Herzpatienten um 3.900 Fälle niedriger. Die bessere Versorgungsqualität ergibt sich auch daraus, dass in der HZV Hausärzte die Behandlung bei Fachärzten oder stationären Behandlungen besser koordinieren können als im Regelsystem.

Vertragspartner der AOK sind der Hausärzteverband Baden-Württemberg und der Mediverbund Baden-Württemberg. Für Versicherte, die sich ins AOK-HausarztProgramm einschreiben, wird der Hausarzt zum Lotsen für die Menschen durch das Gesundheitswesen. In der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg haben sich über 93.000 Versicherte sowie 186 Hausärzte in die HZV eingeschrieben. "Die hohe Beteiligung ist ein Pluspunkt für die Region", meinte Oliver Böhme, alternierender Bezirksratsvorsitzender von der Versichertenseite. "Dadurch wird der Beruf des Hausarztes gestärkt, was gerade im ländlichen Bereich sehr wichtig ist." Er verwies dabei auch auf die Versorgungsassistentin in der Hausarztpraxis, kurz VERAH, die dem Arzt innerhalb der HZV beispielsweise durch ihre Hausbesuche bei Patienten für Routineuntersuchungen entlasten kann. In der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg sind bereits 110 VERAHs in den Arztpraxen tätig.

Der AOK-Bezirksrat nahm außerdem den Bericht zur aktuellen Versichertenentwicklung entgegen. Demnach hat die AOK Schwarzwald-Baar-Heuberg mit derzeit rund 241.000 Versicherten einen neuen Höchststand erreicht. "Ein Zuwachs von 6.400 Personen binnen zwölf Monaten ist höchst erfreulich für die starke Versichertengemeinschaft", sagte dazu Roland Eckhardt, alternierender Vorsitzender von der Arbeitgeberseite. "Damit sind jetzt mehr als die Hälfte der Bevölkerung in der Region AOK-versichert. Damit können auch mehr Menschen über das AOK-HausarztProgramm versorgt werden."

Bildunterschrift: Der AOK-Bezirksrat tagte im Tuttlinger SparkassenForum und wurde im Anschluss durch das neue Gebäude geführt: Direktor Michael Rosa (zweiter von links), Leiter des Privatkundenmarkts Tuttlingen, (weiter nach rechts, vordere Reihe:) Oliver Böhme, alternierender Vorsitzender des AOK-Bezirksrats von der Versichertenseite, Markus Waizenegger, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse Tuttlingen, Roland Eckhardt, alternierender Vorsitzender des AOK-Bezirksrats von der Arbeitgeberseite, Klaus Herrmann, Geschäftsführer der AOK Schwarzwald-Baar-Heuberg, und Harald Rettenmaier, stellvertretender Geschäftsführer der AOK Schwarzwald-Baar-Heuberg.

Alkoholvergiftungen im Schwarzwald-Baar-Kreis deutlich zurückgegangen

Alkoholvergiftungen 2016
Quelle: AOK Schwarzwald-Baar-Heuberg

In den Sommermonaten gibt es viele Gelegenheiten für ein gemütliches Beisammensein in geselliger Runde. Dass dabei das sogenannte Komatrinken nicht mehr so häufig ist wie früher, zeigt eine aktuelle Auswertung der AOK Schwarzwald-Baar-Heuberg auf Grundlage ihrer Versichertendiagnosen.

Die Anzahl der Krankenhauseinlieferungen von Personen aus dem Schwarzwald-Baar-Kreis im Vollrausch ist auf ein Rekordtief gesunken. Im vergangenen Jahr mussten 89 AOK-versicherte Personen mit Alkoholvergiftung in ein Krankenhaus gebracht werden, darunter 22 Frauen. Das ist ein Rückgang um ein Drittel gegenüber dem Vorjahr. Noch 2012 wurden 184 Personen aus dem Landkreis wegen Alkoholvergiftung im Krankenhaus behandelt.

Erfreulich ist auch, dass seit Beginn des Untersuchungszeitraums 2007 auch noch nie so wenige Jugendlichen nach Alkoholmissbrauch ins Krankenhaus mussten. Im vergangenen Jahr waren es 18 Personen in der Altersgruppe der 15- bis 19-Jährigen, darunter sieben Mädchen. Innerhalb von drei Jahren hat sich die Zahl damit genau halbiert.

„Dass die Zahlen auch bei Jugendlichen nicht mehr so hoch sind wie in früheren Jahren, zeigt, dass die Präventionsmaßnahmen der Suchtberatung im Landkreis greifen“, meint Klaus Herrmann, Geschäftsführer der AOK Schwarzwald-Baar-Heuberg. Trotz der teilweise positiven Signale möchte Herrmann aber keine Entwarnung geben. Gerade bei Jugendlichen bleibe die Prävention wichtig, schließlich entscheide sich in jungen Jahren, welche Haltung man gegenüber Alkohol einnimmt. „Außerdem sind Jugendliche besonders gefährdet. Jungen beispielsweise haben eine etwa drei Mal höhere Einweisungsrate als Männer aller Altersgruppen zusammen.“ Daher fördere die AOK seit Jahren suchtvorbeugende Projekte der Fachstelle Sucht Villingen-Schwenningen des Baden-Württembergischen Landesverbands für Prävention und Rehabilitation, so Herrmann.

Dazu gehört das Alkoholpräventionsprojekt Hart am Limit, kurz HaLT. Dabei wird bei Jugendlichen, die mit einer Alkoholvergiftung ins Krankenhaus kommen, und bei den Eltern für Präventionsgespräche und weitere Angebote der Suchtberatung geworben. „Über HaLT erreichen wir Jugendliche, die sich von sich aus nicht trauen würden, auf uns zuzugehen“, erklärt Pia Wenzler von der Fachstelle Sucht in Villingen-Schwenningen. „Wir laden die Jugendlichen zu einem individuellen Brückengespräch ein und führen gemeinsam einen Risiko-Check durch.“ Auch Wenzler bestätigt den Trend zu einem wieder verantwortungsvolleren Umgang mit Alkohol und führt das auf die Präventionsarbeit im Landkreis zurück: „Wir stellen außerdem fest, dass die Promillezahl bei Alkoholvergiftungen oft nicht mehr so hoch sind wie früher. Ein Grund dafür ist, dass die jungen Leute für das Thema sensibilisiert sind, mehr aufeinander Acht geben und auch den Krankenwagen früher rufen.“

Die Fachstelle Sucht des BWLV bietet Präventionsveranstaltungen etwa an Schulen sowie individuelle Beratungen an. Infos zu allen Angeboten gibt es bei der Fachstelle unter Tel. 07721 878646-0 oder im Internet unter www.bw-lv.de.

 

Radtreff-Tourenwochen am 3. Juli

AOK-Radtreff Tourenwochen
Bei den AOK-Radtreff-Tourenwochen gibt es jeden Sonntag mehrere Radtouren zur Auswahl

Zum Abschluss der AOK-Radtreff-Tourenwochen wird es am Sonntag, den 3. Juli öffentliche Radtouren von Deißlingen, Fluorn-Winzeln und VS-Schwenningen aus geben. 

Der AOK-Radtreff Fluorn lädt zur Tour „Durch die Gäulandschaft zum Testturm“ ein. Die Teilnehmer fahren über Waldmössingen, Bösingen und Herrenzimmern nach Villingendorf. Dort ist eine kleine Mittagspause geplant. Gestärkt geht es dann weiter zum Testturm nach Rottweil und wieder zurück nach Fluorn. Die 50 Kilometer-Tour führt mit geringen Steigungen über radfreundliche Wege. Start ist um 9.30 Uhr beim BayWa in der Raiffeisenstraße, Fluorn.

„Auf interessanten Wegen nach Wolterdingen und Bräunlingen“ leitet der AOK-Radtreff Deißlingen seine Gäste. Meist auf Radwegen führt der Weg durch Schwenningen ins Brigachtal nach Wolterdingen. Entlang der Breg geht es weiter flussabwärts nach Bräunlingen und Donaueschingen. Auf dem Rückweg führt die Tour durch Bad Dürrheim, vorbei am Ortsrand von Schwenningen zurück zum Ausgangspunkt. Zum Abschluss findet im Vereinsheim ein gemütliches Grillfest statt. Treffpunkt für die Tour von 60 Kilometern Länge ist um 9.30 Uhr am Rathaus, Kehlhof 1 in Deißlingen.

„Vom Neckar über die Baar zur Donau“ geht es beim AOK-Radtreff Schwenningen. Die abwechslungsreiche Strecke führt von über Bad Dürrheim und Hochemmingen weiter nach Sunthausen. Über Unter- und Oberbaldingen fahren die Teilnehmer nach Geisingen. Nach ein paar Steigungen führt der etwas flachere Donauradweg von Pfohren, über Donaueschingen, Römerstraße und über Zollhaus wieder zurück nach VS-Schwenningen. Treffpunkt für diese Tour von 60 Kilometern ist um 9.30 Uhr am Autohaus Hils, Villinger Str. 147 in VS-Schwenningen.

Die Teilnahme an den AOK-Radtreff-Tourenwochen ist kostenlos, eine Anmeldung oder Mitgliedschaft bei der AOK sind nicht erforderlich. Eine Übersicht über alle Radtouren gibt es im Internet unter www.aok-bw.de/sbh, Rubrik „GESUNDNAH erleben“ oder in jedem AOK-KundenCenter. Für Fragen steht die AOK unter Tel. 07721 9447804 zur Verfügung.

Krankenkassenlandschaft gerät in Bewegung

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Wollen die Menschen der Region für ihre Gesundheit in Schwung bringen (von links): Oliver Böhme, alternierender Vorsitzender des AOK-Bezirksrats von der Versichertenseite, Roland Eckhardt, alternierender Vorsitzender des AOK-Bezirksrats von der Arbeitgeberseite, Klaus Herrmann, Geschäftsführer der AOK Schwarzwald-Baar-Heuberg, und Harald Rettenmaier, stellvertretender Geschäftsführer der AOK Schwarzwald-Baar-Heuberg im AOK-Gesundheitszentrum Villingen-Schwenningen

Auf der Frühjahrssitzung des AOK-Bezirksrats im neuen AOK-Gesundheitszentrum Villingen-Schwenningen wurden die jüngsten Entwicklungen im Krankenkassenbereich bilanziert. Roland Eckhardt, alternierender Vorsitzender des AOK-Bezirksrats von der Arbeitgeberseite, stellte die regionalen Ergebnisse vor:

„Mit rund 237.000 AOK-Versicherten in der Region gab es 2015 einen historischen Höchststand bei der AOK Schwarzwald-Baar-Heuberg. Im laufenden Jahr steuern wir auf einen neuen Rekord zu.“ Klaus Herrmann, Geschäftsführer der AOK Schwarzwald-Baar-Heuberg, sprach von einer sehr guten Ausgangslage für die AOK. Während andere Krankenkassen drohten, in den roten Bereich zu rutschen, und daher ihre Zusatzbeiträge anheben mussten, sei die AOK Baden-Württemberg finanziell sehr solide aufgestellt. „Daher konnten wir auch mit einem unterdurchschnittlichen Beitragssatz ins Jahr 2016 gehen“, erläuterte Klaus Herrmann, Geschäftsführer der AOK Schwarzwald-Baar-Heuberg. „Die Krankenkassenlandschaft gerät derzeit in Bewegung. Allein in den ersten vier Monaten sind fast 3.000 Menschen in der Region zu uns gewechselt“, so der AOK-Chef weiter. 

Der Bezirksrat machte sich vor Ort ein Bild vom neuen AOK-Gesundheitszentrum in Villingen-Schwenningen, das seit drei Monaten in Betrieb ist. Oliver Böhme, alternierender Bezirksratsvorsitzender von der Versichertenseite, wies auf die laufenden Investitionen in die Präventionsangebote vor Ort hin: „Es ist erfreulich, dass das neue AOK-Gesundheitszentrum von den Trainierenden sehr gut angenommen wird.“

Eine aktuelle wissenschaftliche Untersuchung zeige, dass AOK-Rückentrainierende signifikant weniger an Erkrankungen des Skelett- und Muskelsystem leiden, als die Kontrollgruppe mit den gleichen Merkmalen. Demnach sind in den zwei Jahren nach einem Training im AOK-RückenKonzept die ehemaligen Teilnehmer durchschnittlich 14 Tage weniger krankgeschrieben als die Vergleichsgruppe. 

Das neue AOK-Gesundheitszentrum ist nicht nur das größte in Baden-Württemberg, es hat laut AOK auch Vorbildcharakter für weitere Standorte. „Wir werden die in Villingen-Schwenningen entwickelten Trainingsformen AOK-Functional Fitness und AOK-CardioKonzept mit den dort gesammelten Erfahrungen bald auch in Tuttlingen anbieten“, freute sich AOK-Chef Herrmann. Im Sommer wolle man das neue AOK-Gesundheitszentrum in der Tuttlinger Bahnhofstraße in Betrieb nehmen. Bei diesem neuartigen Konzept trainieren die Teilnehmer im Functional Fitness nicht mehr einzelne Muskelgruppen, sondern den gesamten Körper über verschiedene Bewegungsabläufe, die mehrere Muskelgruppen und Gelenke gleichzeitig beanspruchen. Dabei wird nur mit dem eigenen Körpergewicht oder Kleingeräten trainiert. Beim AOK-Functional Fitness und AOK-CardioKonzept handele es sich ähnlich wie beim bekannten AOK-RückenKonzept um ein Individualtraining unter Anleitung von Trainern.

Neu wird auch ein voll ausgestattetes Kochstudio sein, in dem die AOK Ernährungskurse anbieten wird. Das bereits bestehende AOK-RückenKonzept wird von der Föhrenstraße ebenfalls in das neue AOK-Gesundheitszentrum integriert. Herrmann: „Die neuen Angebote sollen helfen, die Menschen in der Region noch mehr für ihre Gesundheit in Schwung zu bringen.“

AOK-Radtreff-Tourenwochen starten am 12. Juni

AOK Radtreff
Sie bieten die AOK-Radtreff-Tourenwochen an (von links): Klaus Herrmann, Geschäftsführer der AOK Schwarzwald-Baar-Heuberg, stellvertretend für alle AOK-Radtreffleiter Richard Schuster, Leiter des AOK-Radtreff Deißlingen, und Hans-Peter Beier, Leiter des AOK-Radtreffs VS-Schwenningen, sowie Ingo Marot, Leiter Produktmanagement, Marketing und Gesundheitsförderung der AOK Schwarzwald-Baar-Heuberg.

An vier Sonntagen vom 12. Juni bis 3. Juli finden im Rahmen der AOK-Radtreff-Tourenwochen 15 geführte Touren für die breite Öffentlichkeit statt. „Wir wollen die Menschen der Region in Bewegung bringen“, erklärt Klaus Herrmann, Geschäftsführer der AOK Schwarzwald-Baar-Heuberg die Aktion. „Radfahren ist eine gesunde, gelenkschonende und gleichzeitig umweltfreundliche Freizeitaktivität. Bei den AOK-Radtreff-Tourenwochen können die Teilnehmer außerdem die Heimat einmal auf neuen Wegen erkunden.“ 

Die Radtouren werden von den örtlichen AOK-Radtreffs geleitet und richten sich an alle Freizeitradler. „Wir haben ein sehr abwechslungsreiches Programm zusammengestellt“, sagt Ingo Marot, Leiter Produktmanagement, Marketing und Gesundheitsförderung bei der AOK Schwarzwald-Baar-Heuberg. „Von Familientouren bis zu Ausfahrten für sportlich sehr Ambitionierte haben wir auch dieses Jahr wieder alles dabei.“ Die Touren verlaufen auf landschaftlich reizvollen Routen, etwa auf dem Heuberg, im Schwarzwald oder durch das Brigachtal. „Bei manchen Touren werden unterwegs auch Sehenswürdigkeiten besichtigt“, erläutert Marot. So hat die Tour „Rund um den Römerturm“ am 12. Juni von Oberndorf-Beffendorf aus auch eine Besichtigung des Testturms in Rottweil im Programm. Bei der Tour „Zeitreise nach Vorgestern“ am 19. Juni von Spaichingen aus wird das Freilichtmuseum Neuhausen ob Eck besichtigt. „Mountainbiker, die eine sportliche Herausforderung suchen, werden unter anderem auf den Trails der ‚Höhlentour‘ am 12. Juni ab Neuhausen ob Eck durch das Donautal fündig“, so Marot. Etwas ruhiger angehen lassen könne man es dagegen beispielsweise bei der Tour am 3. Juli „Auf interessanten Wegen nach Wolterdingen und Bräunlingen“ von Deißlingen aus. Richard Schuster, Leiter des AOK-Radtreffs Deißlingen, lädt im Anschluss an die Tour alle Teilnehmer zu einem Grillfest im Vereinsheim des Radfahrvereins Deißlingen ein. Auch bei der Tour „Vom Neckar über die Baar zur Donau“ ab VS-Schwenningen am gleichen Tag steht der Spaß im Vordergrund. „Wir fahren fast nur auf klassischen Radwegen ohne große Steigungen“, erklärt Hans-Peter Beier, Leiter des AOK-Radtreffs in Schwenningen. 

Alle Radtouren sind kostenlos. Beginn ist immer sonntags um 9.30 Uhr, eine Anmeldung oder Mitgliedschaft bei der AOK ist nicht erforderlich. Jeden Sonntag stehen zwischen drei bis fünf Touren zur Auswahl. Eine Übersicht über alle Radtouren gibt es im Internet unter www.aok-bw.de/sbh, Rubrik „GESUNDNAH erleben“ oder in jedem AOK-KundenCenter. Für Fragen steht die AOK unter Tel. 07721 9447804 zur Verfügung.

Mehr Paare lassen sich beim Kinderwunsch helfen

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Werner Reisbeck, Leiter des AOK-KundenCenters in VS-Schwenningen

Mit 1,56 Kindern pro Frau liegt die Geburtenrate im Schwarzwald-Baar-Kreis über dem Landesdurchschnitt (1,46). Es gibt aber Paare, die ungewollt kinderlos bleiben. Dabei ist medizinische Hilfe oft möglich. Die AOK stellt eine steigende Behandlungszahl im Schwarzwald-Baar-Kreis fest.

„Ob man Kinder bekommen möchte oder nicht, hängt von vielen ganz persönlichen Erwägungen ab“, meint Werner Reisbeck, Leiter des AOK-KundenCenters in VS-Schwenningen und selbst Vater von 3 kleinen Kindern. „Es gibt aber auch viele Menschen, deren Wunsch nach einem Kind unerfüllt bleibt.“ Von allen kinderlosen Frauen und Männern im Alter zwischen 20 und 50 Jahren ist laut Bundesfamilienministerium jeder Vierte ungewollt kinderlos, beispielsweise weil ein passender Partner fehlt, aber auch aufgrund von Fertilitätsproblemen. 

„Für viele Paare ist eine medizinische Behandlung möglich“, erklärt Reisbeck. „Wichtig ist mir die Botschaft für die Betroffenen, dass man dabei nicht alleine steht. Im Schwarzwald-Baar-Kreis haben alleine 2014 genau 100 AOK-Versicherte eine Behandlung wegen unerfüllten Kinderwunschs durchführen lassen.“ Da etwa die Hälfte der Bevölkerung in der Region AOK-versichert ist, sei die Behandlungszahl insgesamt etwa doppelt so hoch. Die Dunkelziffer dürfte deutlich höher liegen, da sich nicht alle deswegen in ärztliche Behandlung begeben. 

Die AOK Schwarzwald-Baar-Heuberg stellt für die vergangenen Jahre eine deutlich steigende Tendenz fest. Seit 2008 habe sich in der Region die Anzahl der Behandlungen wegen unerfüllten Kinderwunschs verdoppelt. „Offenbar suchen immer mehr Paare medizinische Hilfe“, sagt Reisbeck. Kündigt sich nach einem Jahr oder länger kein Kind an, könne eine Fruchtbarkeitsstörung vorliegen. Dann sei es sinnvoll, gemeinsam mit einem Arzt oder einer Ärztin nach den Ursachen zu suchen. „Wir unterstützen unsere Versicherten dabei über das gesetzlich notwendige Maß hinaus.“ Bei ungewollter Kinderlosigkeit werden immer Frau und Mann untersucht. Die Untersuchungen finden für die Frau beim Frauenarzt, für den Mann beim Urologen statt. Kommt ein Arzt zu dem Schluss, dass eine künstliche Befruchtung erforderlich ist, kann er an Spezialpraxen oder Zentren für Reproduktionsmedizin weitervermitteln. 

Allerdings gebe es auch Paare, bei denen die Fortpflanzungsmedizin nicht weiterhelfen könne. Sie bleiben kinderlos und sind gezwungen, ihr Lebenskonzept zu ändern. „Diese Paare setzen große Hoffnungen in die Behandlung. Wenn mehrere Versuche scheitern, ist die Enttäuschung entsprechend groß“, meint der AOK-KundenCenter-Leiter und rät: „In dieser Situation kann es Paaren helfen, sich wieder neue Ziele zu stecken: Beispielsweise ein verstärktes Engagement im Beruf, der Beginn einer zusätzlichen Ausbildung oder häufigere gemeinsame Freizeitaktivitäten. Für manche Paare kann auch die Adoption eines Kindes in Frage kommen oder sie möchten die Verantwortung für ein Pflegekind übernehmen.“

Krebserkrankungen bei Männern im Schwarzwald-Baar-Kreis

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Professor Dr. Alexander Lampel, Direktor der Klinik für Urologie und Kinderurologie am Schwarzwald-Baar-Klinikum

Im Schwarzwald-Baar-Kreis waren 2014 663 Männer wegen Prostatakrebs in Behandlung, wie die AOK mitteilt. Das entspricht 1,7 Prozent aller männlichen AOK-Versicherten. Betroffen sind vor allem ältere Personen. Bei den 75- bis 79-Jährigen waren 3,5 Prozent aller Männer wegen Prostatakrebs in Behandlung. „Prostatakrebs ist bei Männern eine der häufigsten Krebserkrankungen“, erklärt Professor Dr. Alexander Lampel, Direktor der Klinik für Urologie und Kinderurologie am Schwarzwald-Baar-Klinikum.

Risikofaktoren für Prostatakrebs seien unter anderem Übergewicht und Rauchen. „Daher sollte man sich gesund ernähren, auf fettarme Kost achten und sich ausreichend bewegen.“ Oft wachse der Tumor langsam und bereitet zunächst nur wenige Beschwerden. Daher wird er manchmal spät erkannt. Symptome seien unter anderem ein vermehrter Harndrang und Schwierigkeiten beim Urinieren wie etwa ein dünner Harnfluss. Sobald diese Hinweise vorliegen, sollte man einen Arzt aufsuchen. Dieser klärt dann ab, ob eine gutartige Vergrößerung der Prostata dafür verantwortlich ist oder ein Karzinom vorliegt. „Ich empfehle allen Männern über 45 Jahre, einmal im Jahr zur Prostatakrebs-Vorsorge zu gehen. Je früher ein Karzinom erkannt wird, desto größer ist die Aussicht auf Heilung“

Während vom Prostatakarzinom vor allem ältere Männer betroffen sind, sei das bei Hodenkrebs anders. „Hodenkrebs ist der Krebs des jungen Mannes“, erklärt Professor Lampel, der zu den Topmedizinern in Baden-Württemberg gehört, bei denen sich AOK-Versicherte bei lebensverändernden Diagnosen eine zweite Meinung einholen können. „Die meisten Fälle treten im Alter zwischen 25 und 45 Jahren auf. In dieser Altersgruppe ist Hodenkrebs die häufigste Krebserkrankung von Männern.“ 

Im Jahr 2014 hatten 18 AOK-versicherte Männer im Schwarzwald-Baar-Kreis eine Hodenkrebs-Diagnose. Damit wurde die drittniedrigste Erkrankungsrate aller Stadt- und Landkreise in Baden-Württemberg verzeichnet. Entgegen dem Landestrend eines starken Anstiegs der Erkrankungszahlen von 6 Prozent jährlich seit 2008 ist im Schwarzwald-Baar-Kreis keine nennenswerte Steigerung festzustellen. 

Hodenkrebs habe eine sehr gute Prognose. Mehr als 90 von 100 Erkrankten können dauerhaft geheilt werden, so Professor Lampel: „Wenn sich an den Hoden schmerzlose Verhärtungen bilden oder ihre Größe zunimmt oder sich ein Schweregefühl einstellt und ziehende Schmerzen auftreten, können dies Hinweise auf einen Tumor sein.“ Die Ursachen für Hodenkrebs seien noch nicht vollständig bekannt. „Hodenhochstand erhöht das Risiko, auch wenn er behandelt wurde. Auch erbliche Faktoren können einen Rolle spielen.“

Operieren, was bisher als nicht machbar galt

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Prof. Dr. med. Christian Stremmel, Direktor des Lungenzentrums am Schwarzwald-Baar Klinikum in Donaueschingen, ist von den Vorzügen des Lasersystems für die Patienten überzeugt.

Neu: Modernstes Lasersystem im Lungenzentrum des Schwarzwald-Baar Klinikums

Donaueschingen. Das Schwarzwald-Baar Klinikum hat investiert und sein Behandlungsspektrum für bösartige Erkrankungen der Lunge erweitert: Das Lungenzentrum am Standort Donaueschingen setzt seit kurzem auf ein hochmodernes Lasersystem, mit dessen Hilfe selbst umfassende Tumoren im Lungengewebe operiert werden können. Das Verfahren ist im Vergleich zu herkömmlichen Methoden weitaus schonender für die Patienten. Deshalb sind sogar Eingriffe möglich, die bisher kaum machbar waren.

„Mit dem Lasersystem können wir sehr komplexe Tumorerkrankungen im Lungengewebe schonend operieren“ erklärt Prof. Dr. med. Christian Stremmel, Direktor des Lungenzentrums am Schwarzwald-Baar Klinikum in Donaueschingen. „Auch Tumoren, die im Bronchialsystem wachsen und dieses versperren, lassen sich mit dem Verfahren einfacher abtragen.“ Der Chefarzt und sein Team schneiden mit dem Laser sehr gezielt nahe der Metastasen, so dass gesundes Gewebe möglichst erhalten bleibt. Der Eingriff selbst dauert nicht lange. „Das ist ‚Millimeterarbeit‘ – aber das ermöglicht es uns, die onkologische Therapie besser auf den einzelnen Patienten abzustimmen“, so Prof. Stremmel. „Gerade Patienten mit sehr vielen Lungenmetastasen, die auf herkömmliche Weise kaum operiert werden können, profitieren von dieser sehr modernen Methode.“

Krankenstand im Schwarzwald-Baar-Kreis steigt leicht

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Sabine Fröchte-Mink, Koordinatorin für Betriebliches Gesundheitsmanagement bei der AOK Schwarzwald-Baar-Heuberg

Der Krankenstand in Betrieben im Schwarzwald-Baar-Kreis betrug im Jahr 2015 4,6 Prozent. Dies teilt die AOK Schwarzwald-Baar-Heuberg mit, die die Daten von rund 46.000 AOK-versicherten Beschäftigten im Schwarzwald-Baar-Kreis analysiert hat. Gegenüber dem Vorjahr (4,4 Prozent) ist das eine leichte Steigerung. Allerdings kommen die Unternehmen im Landkreis damit immer noch gut weg. Bundesweit betrug der Krankenstand 2015 5,3 Prozent.

"Die starke Erkältungswelle in den ersten drei Monaten 2015 ließ die Zahl der Krankmeldungen ansteigen", erklärt Sabine Fröchte-Mink, neue Koordinatorin für Betriebliches Gesundheitsmanagement bei der AOK in Villingen-Schwenningen. "Häufiges Händewaschen und gesunde Ernährung mit ausreichend Bewegung wirken vorbeugend gegen Erkältungen", rät Fröchte-Mink. Gerade Arbeitnehmer mit viel Kontakt mit anderen Menschen, etwa Call-Center-Mitarbeiter in einem Großraumbüro oder Kinderbetreuerinnen, sollten darauf achten. 

Zwar waren Erkrankungen der Atemwege der häufigste Grund für eine Krankschreibung. Betrachtet man aber die Länge der Arbeitsunfähigkeit, werden sie von Muskel- und Skeletterkrankungen wie etwa Rückeschmerzen auf Platz zwei verdrängt. Diese Krankheitsgruppe war im Landkreis für 21 Prozent aller Fehltage verantwortlich. Erst danach folgten mit 14 Prozent Atemwegserkrankungen, gefolgt von Verletzungen und psychischen Erkrankungen mit je 10 Prozent. Durchschnittlich dauerte eine Arbeitsunfähigkeit im Landkreis 10,3 Kalendertage. 

"Eine leichtere oder mittlere Erkältung ist meist schnell wieder vorbei, Rückenschäden etwa durch Fehlbelastungen können aber chronisch werden und zu längeren Ausfällen führen", sagt die AOK-Expertin. "Wir empfehlen Mitarbeitern beispielsweise in der Produktion sich nicht mit rundem Rücken zu bücken. Besser ist es in die Hocke zu gehen, um etwas Schweres hochzuheben." Aber auch Büroangestellte seien gefährdet. Langes Sitzen in der gleichen Position schade dem Rücken. "Ich selbst telefoniere während meiner Bürozeiten ganz gerne im Stehen. Das verschafft der Wirbelsäule Abwechslung."

Die Branche Verarbeitendes Gewerbe hatte mit 5,1 Prozent den höchsten Krankenstand im Landkreis, gefolgt vom Gesundheits- und Sozialwesen mit 5,0 Prozent. Der niedrigste Wert war im Wirtschaftszweig Banken/Versicherungen mit 2,5 % festzustellen.

Tag der seltenen Erkrankungen am seltenen 29. Februar

Der Tag der seltenen Erkrankungen findet am selbst seltenen 29. Februar statt. Dieser europaweite Aktionstag soll auf Krankheiten aufmerksam machen, die sonst nicht so sehr im Licht der Öffentlichkeit stehen.

Ein Beispiel dafür ist Epilepsie. Diese Diagnose hatten im Jahr 2014 1,3 Prozent der Menschen im Schwarzwald-Baar-Kreis, wie die AOK Schwarzwald-Baar-Heuberg auf Grundlage der Diagnosen ihrer Versicherten mitteilt. Epilepsie kann Folge unterschiedlicher Hirnerkrankungen sein.

Merkmal für die Diagnose des Krampfleidens, wie die Krankheit auch genannt wird, ist eine erhöhte Neigung zu epileptischen Anfällen. 1.066 AOK-Versicherte waren im Jahr 2014 im Landkreis Schwarzwald-Baar wegen Epilepsie in Behandlung. Die Anzahl der Diagnosen steigt demnach Jahr für Jahr leicht an. Der Anstieg betrug in den fünf Jahren von 2010 bis 2014 über 13 Prozent. Männer sind mit einem Anteil von 53 Prozent etwas häufiger betroffen als Frauen.

„Epileptische Anfälle können sich unterschiedlich äußern“, erklärt Privatdozentin Dr. Sabine Knapstein, Ärztin bei der AOK: bei leichteren Fällen durch Muskelzucken oder Kribbeln, bei schwereren Fällen durch heftige Krämpfe und/oder unkontrollierbare Zuckungen. „Manche Patienten fühlen sich im Alltag kaum beeinträchtigt und erleiden nur ganz selten Anfälle. Bei den schwereren Fällen kommt es zu zahlreichen heftigen Anfällen“, so die AOK-Ärztin.

In der Regel erfolge eine Behandlung spätestens dann, wenn mehr als zwei belastende Anfälle pro Jahr auftreten. Knapstein: „Kommt es zu einem epileptischen Anfall, sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden, dieser wird dann den Patienten mittels Elektroenzephalografie, also EEG, genau untersuchen.“

Ob eine Therapie nötig sei und wie lange sie andauere, sei immer auch eine individuelle Entscheidung und hänge von der Schwere der auftretenden Anfälle ab. „Die Entscheidung sollte nach ausführlicher Beratung gemeinsam mit dem Arzt getroffen werden“, rät die Medizinerin.

Fasten nicht zum Abnehmen geeignet – bewusstes Essen im Vordergrund

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Lydia Fries-Spöcker, Ernährungsberaterin der AOK Schwarzwald-Baar-Heuberg

Am Aschermittwoch hat die Fastenzeit begonnen. Viele Menschen nutzen die Zeit bis Ostern, um sich beim Essen oder bestimmten Zerstreuungen wie Fernsehen und Internet einzuschränken. „Neben den positiven Auswirkungen auf Geist und Seele tut Fasten auch dem Körper gut“, erklärt Lydia Fries-Spöcker, Ernährungsberaterin im neuen AOK-Gesundheitszentrum in Villingen-Schwenningen.

Wenn man beispielsweise auf Süßigkeiten verzichtet, trage dies direkt zu einer gesünderen Ernährung bei. Isst man dagegen generell weniger, gelte es einige Dinge zu beachten: „Auf jeden Fall muss frisches Obst und Gemüse auf dem Speiseplan stehen, damit der Körper weiterhin ausreichend mit lebenswichtigen Vitaminen und Mineralstoffen versorgt wird.“

Auch auf ausreichend Bewegung solle man beim Fasten achten, erklärt Fries-Spöcker: „Beim Fasten wird dem Körper vorübergehend weniger Energie zugeführt. Er stellt daher den Stoffwechsel um und nimmt die notwendige Energie aus den vorhandenen Depots. Das sind die Muskeln, die als Eiweißspeicher wirken, und das Fett. Damit das Fett verbrannt wird und nicht die Muskeln abgebaut werden, empfehle ich daher, sich während des Fastens viel zu bewegen.“ Dazu gehören beispielsweise ausgedehnte Spaziergänge.

Manche Menschen fasten auch um abzunehmen. Fasten sei aber nicht geeignet, um dauerhaft abzunehmen, so die Diplom-Oecotrophologin. Fastende Menschen verlieren zwar an Gewicht, aber dadurch, dass sich der Körper auf die niedrigere Energiezufuhr eingestellt hat, kommt es danach meist zum Jojo-Effekt. Diesem Jojo-Effekt kann man entgegenwirken, indem man die Bewegung intensiviert. In der Regel wird sonst das Ursprungsgewicht nach dem Fasten relativ bald wieder erreicht. „Beim Fasten geht es vor allem um den zeitweiligen Verzicht liebgewonnener Gewohnheiten, zum Beispiel den Schokoriegel zwischendurch. In der Fastenzeit kann man also lernen, seine Lebensmittel bewusst auszuwählen. Man reagiert dadurch auch wieder sensibler für Geschmackswahrnehmungen von sauer, salzig, bitter und süß.“ 

Die Ernährungsberaterinnen der AOK Schwarzwald-Baar-Heuberg führen im Jahr rund 1.500 Einzelberatungen sowie etwa 80 Ernährungskurse durch.

 

Langer Weg stresst Pendler im Schwarzwald-Baar-Kreis

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Diplom-Sportpädagoge Marc Digeser leitet das neue AOK-Gesundheitszentrum in der Klinikstraße, das in den kommenden Wochen seinen Betrieb aufnimmt. Dort werden auch Lebe Balance-Kurse stattfinden.

Forsa-Umfrage im Auftrag der AOK

Schwarzwald-Baar-Kreis, 29. Januar 2016 - Die Zahl der Berufspendler steigt stetig an. Waren es 2008 noch rund 14.100 Menschen die einen Arbeitsplatz außerhalb des Landkreises hatten, so zog es 2014 bereits über 16.600 Menschen in die angrenzenden Wirtschaftsstandorte. Ebenso pendeln rund 17.700 Beschäftigte täglich von außen in den Landkreis Schwarzwald-Baar. 

Um herauszufinden, wie sich Berufspendler dabei fühlen und ob sie Belastungen durch den Arbeitsweg empfinden, hat die AOK jetzt eine Forsa- Umfrage in Baden-Württemberg in Auftrag gegeben. "Damit wollten wir herausfinden, wie lang bei den Berufstätigen der Weg zur Arbeit ist", erklärt Marc Digeser, Leiter des neuen AOK-Gesundheitszentrums in Villingen-Schwenningen. "Außerdem wollten wir wissen, wie sehr das Pendeln die Menschen belastet."

Die Mehrheit der Befragten (64 Prozent) ist laut Forsa-Umfrage weniger als 30 Minuten unterwegs, für immerhin ein Viertel beträgt die benötigte Zeit 30 Minuten bis eine Stunde. Vier Prozent haben sogar einen Arbeitsweg von mehr als einer Stunde. Und wie wirkt sich die Fahrzeit auf die Menschen aus? "Zwölf Prozent gaben an, dass sie sich durch ihren Arbeitsweg stark belastet fühlen", berichtet der AOK-Experte. "Rund ein Viertel fühlt sich zumindest schwach belastet." Allerdings hängt dies deutlich von der Länge des Arbeitsweges ab. So gaben 32 Prozent der Befragten mit einer Anfahrt von einer halben Stunde und länger eine starke Belastung an. Nur 30 Prozent der Langpendler sind gar nicht belastet. Bei Berufstätigen mit einer Anfahrtszeit von weniger als einer halben Stunden sind dagegen nur fünf Prozent stark belastet. 

40 Prozent der Befragten mit Arbeitswegen von 30 Minuten und mehr fühlen sich durch den Zeitaufwand in ihrem Freizeitverhalten eingeschränkt. Sie geben an, dass ihnen für Sport oder Hobbys weniger Zeit bleibt. Auch Familie und Freunde kommen deswegen bei 21 Prozent oft zu kurz. Sogar körperliche Beschwerden wegen ihres Arbeitsweg-Aufwandes treten bei zehn Prozent auf. "Die Betroffenen klagen dann etwa über typische Stresssymptome wie Nervosität, Herzrasen oder Schweißausbrüche", berichtet Digeser. Der richtige Umgang mit manchmal unvermeidbarem Stress sei aber erlernbar, meint der Gesundheitsexperte. "Jeder kann mit einfachen Mitteln seine psychische Gesundheit und Widerstandsfähigkeit stärken. Entsprechende Kurse können dabei helfen, die innere Balance zu finden und zu halten."

Depressionen bei Männern nehmen stark zu im Schwarzwald-Baar-Kreis

Im Schwarzwald-Baar-Kreis nehmen Depressionen bei Männern stark zu. Dies geht aus einer aktuellen Auswertung der AOK Schwarzwald-Baar-Heuberg auf Grundlage ihrer Versicherten hervor. Seit 2010 ist demnach die Zahl der Männer mit ärztlich festgestellten depressiven Episoden um 38 Prozent gewachsen. Bei den Frauen ist die Zahl der Diagnosen in den vergangenen fünf Jahren dagegen nur etwa halb so schnell angestiegen, nämlich um rund 19 Prozent.

Insgesamt begeben sich aber Männer deutlich seltener in Behandlung als Frauen. Im vergangenen Jahr haben die Ärzte bei rund 6.780 Frauen eine Depression diagnostiziert, bei den Männern waren es dagegen nur rund 2.980.

„Frauen können ihre Depressivität und Hilfsbedürftigkeit nachweislich besser zum Ausdruck bringen und akzeptieren als Männer“, erklärt Birgit Imdahl, Fachärztin für Psychiatrie, Psychotherapie und Sozialmedizin in Rottweil sowie Landesvorsitzende des Berufsverbandes Deutscher Psychiater in Baden-Württemberg. „Eine Depression ist noch immer für viele Männer ein Zeichen von Schwäche. Dabei ist wissenschaftlich erwiesen, dass es sich dabei um eine Erkrankung handelt, die genau wie fast jede andere Erkrankung gut behandelbar ist.“ Eine ‚männliche Depression‘ äußere sich in Rückzug aus Freundeskreis und Familie, Reizbarkeit und Aggressivität und Abstreiten von Traurigkeit, so die Rottweiler Psychiaterin. 

Teilweise zeigen Betroffene auch berufliches Überengagement, um Beschwerden wie Konzentrationsstörungen und einen zunehmenden Energiemangel auszugleichen. Allerdings: Die vermehrte Behandlung von depressiven Männern könne darauf hindeuten, dass hier langsam eine Verhaltensänderung Einzug hielte und Hilfe eher aufgesucht werde als früher, meint Imdahl. „Ein weiterer Grund für den starken Anstieg bei den Männern ist auch, dass vor allem Hausärzte stärker sensibilisiert sind und die Anzeichen von Depressionen bei Männern häufiger erkennen.“

Eine besonders sensible Lebensphase ist der Übergang vom Erwerbsleben in den Ruhestand. In der Altersgruppe der 60- bis 64-Jährigen erreicht im Landkreis die Zahl der Diagnosen mit 14 Prozent aller Männer ihren Höhepunkt. Danach geht die Anzahl der Diagnosestellungen zunächst zurück und steigt erst wieder bei den 80-Jährigen und Älteren, erreicht aber nicht mehr so hohe Werte. „Sich mit seinem Beruf zu identifizieren, ist für Männer und ihre Gesundheit wichtig. Wenn man dann vor dem Ruhestand steht, kann das bei manchen zu psychischen Problemen führen, wenn Hobbies oder andere sinngebende Beschäftigungen wie Ehrenämter fehlen“, so Imdahl.

Als nahe stehende Person könne man in solch einer Situation helfen, indem man den Betroffenen bei einem aktiven Umgang mit der Erkrankung unterstützt und seine Hilfe zum Beispiel beim Arztbesuch anbietet. „Die Betroffenen können aber auch selbst zu ihrer Gesundung beitragen“, erklärt die Psychiaterin. „Hier kommt körperlicher Betätigung eine große Bedeutung zu, selbst der tägliche Spaziergang und Tätigkeiten, die nichts mit Leistung zu tun haben, unterstützen die Genesung.“

„Fit für Führung“ im Gesundheitswesen

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Die erfolgreichen Kursteilnehmer kommen aus den unterschiedlichsten Eirichtungen (in alphabetischer Reihenfolge): Jacqueline Baur (Diakonische Dienste Singen, nicht im Bild), Veronika Buri (Klinik Limberger Bad Dürrheim), Sabrina Ewoldt (Schwarz-wald-Baar Klinikum), Rita Golze (Schwarzwald-Baar Klinikum), Angelika Kaupp (Kloster Heiligenbronn Schramberg), Inga Koch (Spital am Nägelesgraben Rottweil), Sarah Korell (Seniorenzentrum Bethel Trossingen), Katrin Kraft (Zollernalb-Klinikum Albstadt), Quentin Lempereur (Schwarzwald-Baar Klinikum), Beata Pietrzykowska (Zollernalb-Klinikum Albstadt), Melanie Pugh (Gesundheitszentrum Tuttlingen), Cari-na Quaranta (Schwarzwald-Baar Klinikum), Thomas Reischl (Schwarzwald-Baar Kli-nikum), Simon Santoiemma (Schwarzwald-Baar Klinikum), Katja Siegert (Schwarz-wald-Baar Klinikum), Sandra Vukovic (Zollernalb-Klinikum Balingen)

Weiterbildung an der Akademie für Gesundheits- und Sozialberufe erfolgreich abgeschlossen 

Villingen-Schwenningen. Gut vorbereitet auf eine Leitungsposition: Im Dezember 2015 haben 16 Fachkräfte aus der Region mit Bestehen der mündlichen Prüfung vor dem Regierungspräsidium Freiburg erfolgreich den berufsbegleitenden Lehrgang zur „Pflegerischen Leitung einer Station oder Einheit“ an der Akademie für Gesundheits- und Sozialberufe am Schwarzwald-Baar Klinikum absolviert. Neben der mündlichen Prüfung ist vor allem die Projektarbeit fester Bestandteil der Weiterbildung: Die Nachwuchsführungskräfte aus der Alten-pflege, der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege sowie dem Hebammenwe-sen Teilnehmer hatten ihre Projekte im November vorgestellt. 

„Die Anforderungen an Führungskräfte im Gesundheitswesen steigen – Organisationsvermögen und Flexibilität sind gefragt“, erklärt Cora Worms, Kursleiterin an der Akademie für Gesundheits- und Sozialberufe am Schwarzwald-Baar Klinikum. „Deshalb spielt beispielsweise Projektmanagement im Lehrgang eine wichtige Rolle.“ 

Gemeinsam mit den betreuenden Dozenten legen die Teilnehmer deshalb die jeweiligen Themen für ihre Projektarbeit fest: Diese spiegeln den Handlungsbedarf in Pflegeheimen, ambulanten Pflegediensten und Kliniken wider, beispielsweise geht es um die Vereinfachung von Arbeitsabläufen oder die Einführung eines Expertenstandards. 

Die Teilnehmer dieses Lehrgangs hatten ihre Projekte im Schwarzwald-Baar Klinikum Villingen-Schwenningen den Vorgesetzten, Kollegen und anderen interessierten Leitungskräften präsentiert und zur Diskussion gestellt. 

Die anderthalbjährige, berufsbegleitende Weiterbildung wird durch theoretische Inhalte wie Prozessmanagement, Personalführung, Rechtsgrundlagen oder Kommunikation abgerundet. 

 

Der nächste Lehrgang für die „Pflegerische Leitung einer Station oder Einheit“ beginnt im September 2016. Detaillierte Informationen gibt es auf der Homepage des Klinikums unter www.sbk-vs.de. Wer Fragen dazu hat, kann eine E-Mail an die Adresse ags@sbk-vs.de schicken oder telefonisch Kontakt aufnehmen unter der Nummer 07721/93-1740. 

2015 bislang erfolgreichstes Jahr der AOK Schwarzwald-Baar-Heuberg

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v.l.: Klaus Herrmann, Geschäftsführer der AOK Schwarzwald-Baar-Heuberg; Roland Eckhardt, alternierender Vorsitzender des AOK-Bezirksrats von der Arbeitgeberseite; Oliver Böhme, alternierender Vorsitzender des AOK-Bezirksrats von der Versichertenseite; Harald Rettenmaier, ab 1.1. 2016 Stellvertretender Geschäftsführer der AOK Schwarzwald-Baar-Heuberg; Uwe Schreiber, bis Ende des Jahres Stellvertretender Geschäftsführer der AOK Schwarzwald-Baar-Heuberg.

Neuer stellvertretender Geschäftsführer stellt sich dem AOK-Bezirksrat vor

Schwarzwald-Baar-Heuberg, 17. Dezember 2015 – Historischer Versichertenhöchststand und die Auszeichnung "Beste AOK-Bezirksdirektion in Baden-Württemberg" in den Bereichen Kundenzufriedenheit und Prozessqualität – die Mitglieder des AOK-Bezirksrats hatten auf der jüngsten Sitzung allen Grund zur Freude. "Das war das bislang erfolgreichste Jahr für die AOK Schwarzwald-Baar-Heuberg", fasste Roland Eckhardt, Vorsitzender des Bezirksrats und Vertreter der Arbeitgeberseite, die aktuelle Entwicklung zusammen. Er beglückwünschte die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu diesen Leistungen. Oliver Böhme, alternierender Vorsitzender des Bezirksrats und Vertreter der Versichertenseite, stellte dem AOK-Selbstverwaltungsgremium die Versichertenzuwächse vor: "Alleine in den letzten zwölf Monaten sind über 4.300 Menschen hinzugekommen. Damit sind rund 237.000 Personen in der Region AOK-versichert, so viele wie noch nie seit Bestehen der AOK Schwarzwald-Baar-Heuberg." 

Diesen Erfolg langfristig weiterführen möchte auch Harald Rettenmaier. Der 43-Jährige wird zu Beginn des neuen Jahres stellvertretender Geschäftsführer der AOK Schwarzwald-Baar-Heuberg und stellte sich dem Bezirksrat offiziell vor: "Ich freue mich darauf, in guter Zusammenarbeit mit dem Bezirksrat die dynamische Entwicklung in der Region mitzugestalten. Dazu gehört unter anderem die Eröffnung von zwei neuen AOK-Gesundheitszentren im kommenden Jahr." Der gebürtige Ellwanger begann seine Karriere bei der AOK Ostwürttemberg mit einer Ausbildung zum Kundenberater. Nach Studium und mehreren Führungspositionen in seiner früheren Heimat war er zuletzt als Referatsleiter in der Hauptverwaltung der AOK Baden-Württemberg in Stuttgart tätig und leitete dort mehrere landesweite Projekte. Klaus Herrmann freute sich auf die gemeinsame Zusammenarbeit: "Zusammen mit allen Kolleginnen und Kollegen wollen wir gemeinsam den weiteren Ausbau der Leistungen in der Pflegeversicherung ab dem kommenden und die Erweiterung unserer Präventionsangebote meistern. Mit seiner menschlichen Art und fachlichen Expertise wird Harald Rettenmaier zum Erfolg dieser Vorhaben beitragen." 

Rettenmaier folgt auf Uwe Schreiber, der zum 1. Januar Geschäftsführer der AOK Hochrhein-Bodensee wird. Schreiber hob das stets gute Miteinander von Selbstverwaltung und hauptamtlicher Geschäftsführung hervor. Dieses gute Verhältnis sei auch geprägt von den in der Vergangenheit erzielten Erfolgen der AOK vor Ort. In seiner neuen Position wolle er in Punkto Kundenzufriedenheit und Qualität "mindestens zweiter" werden, meinte Schreiber scherzhaft in Anspielung auf die Auszeichnung "Beste Bezirksdirektion" für die hiesige AOK. 

Das Schwarzwald-Baar Klinikum zählt zu den besten 100 Krankenhäusern bundesweit

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Die Chefärzte der Top Fachkliniken am Schwarzwald-Baar Klinikum laut Focus Kli-nikliste 2016 (von links): Prof. Dr. med. Dr. h.c. Norbert Runkel, Prof. Dr. med. Alex-ander Lampel, Prof. Dr. med. Stephan Mose, Prof. Dr. med. Werner Jung und PD Dr. med. Thomas Leonhard

Großer Krankenhausvergleich: Focus Klinikliste 2016 

Villingen-Schwenningen/Donaueschingen. Das Nachrichtenmagazin Focus Ge-sundheit veröffentlicht in der aktuellen Dezember-Ausgabe den bisher größten und umfangreichsten Qualitätsvergleich und nennt die besten Krankenhäuser und Fachkliniken Deutschlands. Laut Focus Klinikliste 2016 gehört das Schwarzwald-Baar Klinikum zu den 100 Top Krankenhäusern bundesweit, in Baden-Württemberg liegt das Klinikum auf Platz zwölf. Darüber hinaus listet das Magazin fünf Top Fachkliniken im Schwarzwald-Baar Klinikum – nämlich in den Bereichen Orthopädie (Endoprothetik), Darmkrebs, Prostatakrebs, Strah-lentherapie und Kardiologie. 

„Bei rund 2.000 Krankenhäusern in Deutschland gehören wir zu den besten 100 Kli-niken – über die Auszeichnung ‚Top Nationales Krankenhaus 2016‘ freuen wir uns sehr“, so Dr. Matthias Geiser, Geschäftsführer des Schwarzwald-Baar Klinikums. „Dass außerdem fünf unserer Fachabteilungen zu den Top Kliniken in ihrem Bereich zählen, ist eine Anerkennung für die gute Arbeit, die unsere Teams leisten.“ 

Erstmals ist die Klinik für Orthopädie, spezielle orthopädische Chirurgie und Rheu-maorthopädie unter Direktor PD Dr. med. Thomas Leonhard als Top Nationales Krankenhaus im Fachbereich „Orthopädie (Endoprothetik)“ vertreten. Die Klinik ist seit 2014 als Endoprothetikzentrum der Maximalversorgung zertifiziert. 

Im Bereich „Darmkrebs“ zählt die Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie unter der Leitung von Prof. Dr. med. Dr. h.c. Norbert Runkel zu den Top Kliniken, in der Kate-gorie „Prostatakrebs“ die Klinik für Urologie und Kinderurologie unter Leitung von 10.12.2015 / Seiten 2 / 2 | www. sbk-vs.de | 

Prof. Dr. med. Alexander Lampel. Zu den besten Einrichtungen in den Kategorien „Strahlentherapie“ beziehungsweise „Kardiologie“ gehören darüber hinaus die Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie mit Chefarzt Prof. Dr. med. Stephan Mose sowie die Klinik für Innere Medizin III, Kardiologie und Intensivmedizin, unter der Lei-tung von Prof. Dr. med. Werner Jung. 

„Die Klinikliste enthält die besten Adressen des Landes“, erklärt Focus-Chefredakteur Ulrich Reitz. Für die Ergebnisse beauftragte Focus ein unabhängiges Recherche-Institut. Dieses nutzte verschiedene Quellen: eine große Umfrage bei mehr als 15.000 Ärzten zu ihren Klinik-Empfehlungen, die Qualitätsberichte der Krankenhäu-ser sowie weitere Auswertungen. 

Entbindungen im Schwarzwald-Baar Klinikum – Die 2.000ste Geburt in diesem Jahr

Geburt, Schwarzwald-Baar-Klinikum
Herzlichen Glückwunsch zur Geburt (von links): Elke Schondelmaier (Kinder-krankenschwester), Dominik Stark mit Tochter, Justina Stark mit Mia Magdale-na, Dr. med. Nadine Mark (Oberärztin) und Elena Vondracek ( Assistenzärztin)

Immer mehr Mütter setzen bei der Entbindung ihres Kindes auf die umfassende Versorgung im Schwarzwald-Baar Klinikum: Die Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe unter Leitung von Prof. Dr. med. Wolfgang Zieger verzeichnete die 2.000ste Geburt Ende November – fast einen Monat früher als im vergangenen Jahr. 

Das Team des Schwarzwald-Baar Klinikums überreichte Justina und Dominik Stark Blumen: Ihre Tochter Mia Magdalena kam am 29. November 2015 um 09.06 Uhr zur Welt – bei der 2.000sten Entbindung, die das Klinikum in diesem Jahr registrierte. Das kleine Mädchen wog 3.530 Gramm bei einer Größe von 54 Zentimetern. 

AOK: Diabetes im Schwarzwald-Baar-Kreis – Weltdiabetestag am 14. November

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Lydia Fries-Spöcker, Ernährungsberaterin der AOK Schwarzwald-Baar-Heuberg

Villingen-Schwenningen, 6. November 2015 – Im Schwarzwald-Baar-Kreis gab es im vergangenen Jahr 8.995 Menschen mit einer Diabetes-Typ 2-Erkrankung. Dies teilt die AOK Schwarzwald-Baar-Heuberg mit, die dazu die Diagnosen ihrer Versicherten ausgewertet hat. Das entspricht einem Anteil von etwa 11 Prozent aller AOK-Versicherten im Landkreis. Die Zahl der Erkrankungen ist seit Jahren leicht steigend, seit 2011 um durchschnittlich 0,4 Prozent pro Jahr. Dieser Anstieg ist auf die Zunahme von Diagnosen bei Männern zurückzuführen (0,7 Prozent jährlich), während die Zahl der betroffenen Frauen nicht so schnell wuchs (0,2 Prozent pro Jahr). Insgesamt sind aber Frauen 1,2-mal häufiger betroffen als Männer.

"Diabetes Typ 2 ist eine Stoffwechselerkrankung", erklärt Lydia Fries-Spöcker, Ernährungsberaterin bei der AOK Schwarzwald-Baar-Heuberg in Villingen-Schwenningen. "Dabei sprechen die Körperzellen zunehmend schlechter auf das Hormon Insulin an. Insulin soll den Zucker aus dem Blut ins Zellinnere schleusen. Das geschieht bei einer abnehmenden Insulinempfindlichkeit aber immer schlechter, so dass der Zucker vermehrt im Blut bleibt und von den Zellen nicht als Energiequelle genutzt werden kann." Diabetes könne sich durch starken Harndrang und ständigen Durst äußern, so Fries-Spöcker. Aber auch dauerhafte Müdigkeit oder Gereiztheit können Anzeichen einer Erkrankung sein. "Eine sichere Diagnose kann nur der Arzt erstellen. Daher sollte man sich in Verdachtsfällen unbedingt medizinischen Rat holen."

Wahrscheinlichkeit, an Diabetes TYP-2 zu erkranken, steigt

Die Wahrscheinlichkeit, an Typ-2-Diabetes zu erkranken, steigt laut AOK mit dem Alter. "Früher hat man von ,Altersdiabetes' gesprochen. Doch dieser Begriff ist überholt, da längst nicht mehr nur alte Menschen daran erkranken", meint Ernährungsberaterin Fries-Spöcker. Im Schwarzwald-Baar-Kreis sind nach AOK-Berechnungen zwölf Prozent der Erkrankten jünger als 55 Jahre. Mit der richtigen Lebensweise könne man das Erkrankungsrisiko aber wirkungsvoll senken. "Mangelnde Bewegung, Übergewicht und ungesunde Ernährung erhöhen das Risiko, an Typ-2-Diabetes zu erkranken", sagt die AOK-Expertin. "Insbesondere Menschen mit Übergewicht sollen daher abnehmen. Hilfreich ist dabei, sein Essen auf fettarme, ballaststoffreiche Nahrungsmittel umzustellen. Dazu sollte man den Anteil an Gemüse und Salat erhöhen und bei Reis, Nudeln und Brot auf die Vollkornvariante umstellen. Zusätzlich hilft Bewegung bei der Gewichtsabnahme." 

Typ-2-Diabetes ist weit häufiger als Typ-1-Diabetes. Auch haben die beiden Krankheitstypen teilweise andere Ursachen. 

In der Region ist die Hälfte der Bevölkerung bei der AOK versichert.

Hilfe für Antonio

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Hilfe für den kleinen Jungen aus Angola (von links): Prof. Dr. med. Steffen Baumeister und Dr. med. Dania Noske mit Antonio sowie die beiden ehrenamtlichen Betreuerinnen Ines Trilken und Ivone Correa

Ärzte des Schwarzwald-Baar Klinikums operieren Jungen aus Angola

Donaueschingen. Das Schwarzwald-Baar Klinikum hat im September 2015 unentgeltlich ein Kind aus Angola operiert, das unter schwerwiegenden Folgen starker Verbrennungen leidet. Der 6-jährige Antonio (Name geändert) wurde durch die Organisation Friedensdorf International vermittelt – eine Einrichtung, die verletzten und kranken Kindern aus Kriegs- und Krisengebieten hilft. Am 30. September konnte der kleine Junge nach erfolgreichem Eingriff und zwei Wochen stationärem Aufenthalt im Klinikum in Donaueschingen wieder aus dem Krankenhaus entlassen werden. Mitte November darf er in seine Heimat zurückfliegen. 

„Mit der Operation konnten wir dafür sorgen, dass Antonio seine Augen wieder normal schließen kann. Das war sehr wichtig, denn anderenfalls hätte er auch noch blind werden können“, erzählt Prof. Dr. med. Steffen Baumeister, Direktor der Klinik für Plastische-, Hand und Ästhetische Chirurgie am Schwarzwald-Baar Klinikum. Er hatte sich auf Anfrage bereit erklärt, die Operation von Antonio unentgeltlich zu übernehmen. Dieser hatte sich vor vier Jahren Brandverletzungen zugezogen: Seine Haut im Gesicht war so stark vernarbt, dass er seine Augenlider nicht mehr schließen konnte. „Aber das ist leider längst nicht alles: Dem kleinen Jungen fehlen darüber hinaus nicht nur Teile seiner Nase und Ohren, sondern er hat auch keine funktionsfähigen Hände mehr, mit denen er greifen könnte“, schildert Prof. Baumeister. Bei dem Jungen sind die Finger der linken Hand nicht mehr vorhanden, und die rechte Hand ist durch die Verbrennungen völlig vernarbt und zusammengezogen.

„Das sind Verletzungen und Leiden, wie wir sie bei uns in Deutschland kaum sehen oder zumindest nicht in einem solchen Ausmaß“, so Dr. med. Dania Noske, die zum Team von Prof. Baumeister gehört und über die der Kontakt mit dem Friedensdorf zustande kam. Mitte Mai war Antonio mit weiteren Jungen und Mädchen beim 57. Angola-Hilfseinsatz des Friedensdorfes am Düsseldorfer Flughafen gelandet. Die Organisation ermöglicht den Kindern eine medizinische Behandlung, die sonst für die Patienten unerreichbar ist: Zwar gibt es in Angola Kliniken – aber wer dort Hilfe sucht, muss die Versorgung bezahlen. Das nötige Geld fehlt jedoch dem Großteil der Bevölkerung. Deshalb hat das Friedensdorf nicht nur dafür gesorgt, dass Antonio von Angola nach Deutschland kommen konnte, sondern hat auch den Klinikaufenthalt in Donaueschingen organisiert.

Während seines Aufenthalts im Krankenhaus wurde er von drei ehrenamtlichen Helferinnen betreut: Ivone Correa, Ines Trilken und Claudia Berrios haben den Patienten regelmäßig besucht. Nach seinem stationären Aufenthalt ging es für Antonio Ende September zunächst zurück in die Heimeinrichtung Friedensdorf Oberhausen, wo er auch schon vor seiner Operation untergebracht war.

„Mitte November darf Antonio in seine Heimat Angola zurückkehren“, erzählt Dr. Noske. „Mit der Operation im Gesicht ist jetzt ein erster wichtiger Schritt getan. Aber wir würden ihm gerne noch weiter helfen – beispielsweise durch eine Operation an seinen Händen. Das wäre aber nur durch einen weiteren stationären Aufenthalt machbar.“ Weil Antonio dafür allerdings auf Unterstützung aus der Bevölkerung angewiesen wäre, sammelt das Schwarzwald-Baar Klinikum Spenden. Wer helfen möchte, sollte den Betrag auf folgendes Konto überweisen und dabei bitte unbedingt das Stichwort „Hilfe Friedensdorf“ angeben:

Empfänger: Schwarzwald-Baar Klinikum
Kreditinstitut: Sparkasse Schwarzwald-Baar
Bankleitzahl: 694 500 65
Konto: 64220
IBAN: DE49 6945 0065 0000 0642 20

AOK Schwarzwald-Baar-Heuberg für Service ausgezeichnet - Region ist Spitze in Baden-Württemberg

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von links: Dr. Christopher Hermann, Vorstandsvorsitzender der AOK Baden-Württemberg, Claudia Zermiani, Servicemanagerin der AOK Schwarzwald-Baar-Heuberg, Klaus Herrmann, Geschäftsführer der AOK Schwarzwald-Baar-Heuberg, Britta Wiegand, Moderatorin des Hessischen Rundfunks, und Uwe Schreiber, Stellvertretender Geschäftsführer der AOK Schwarzwald-Baar-Heuberg

Schwarzwald-Baar-Heuberg, 3. November 2015 - Beste AOK-Bezirksdirektion in Baden-Württemberg - mit diesem Titel kann sich nun die AOK Schwarzwald-Baar-Heuberg schmücken. Auf einer Veranstaltung in Mannheim nahmen Klaus Herrmann, Geschäftsführer der AOK Schwarzwald-Baar-Heuberg, und sein Stellvertreter Uwe Schreiber die Auszeichnung aus den Händen des Vorstandsvorsitzenden der Landes-AOK entgegen. 

"Wir haben uns Servicequalität und Kundenzufriedenheit auf die Fahnen geschrieben", erklärt AOK-Geschäftsführer Herrmann. "Der tolle Erfolg bekräftigt mich und die 550 AOK-Kolleginnen und Kollegen in der Region, weiter bestmöglichen Service und bestmögliche Beratung zu leisten." 

Bewertet wurden Kundenzufriedenheit und Servicequalität bei der Kundenberatung. Dazu befrägt ein externes Marktforschungsinstitut AOK-Versicherte unter anderem zu Fachkompetenz, Schnelligkeit und Freundlichkeit der Beratung durch die Krankenkasse. Die Auszeichnung geht bereits zum zweiten Mal seit 2011 an die AOK Schwarzwald-Baar-Heuberg. 

Die AOK Schwarzwald-Baar-Heuberg verzeichnet einen neuen Versicherten-Höchststand. In den vergangenen zwölf Monaten sind 4.300 Menschen in den drei Landkreisen Rottweil, Schwarzwald-Baar und Tuttlingen neu zur AOK gekommen. 235.200 Personen sind damit in der Region AOK-versichert, so viele wie noch nie seit Bestehen der AOK Schwarzwald-Baar-Heuberg.

Lungenkrankheiten im Schwarzwald-Baar-Kreis auf dem Vormarsch

Rauchen, COPD, AOK, Lungenkrankheit
Bildunterschrift: AOK-Präventionsexperte Heinrich Hebling berät Raucher.

Chronisch obstruktive Lungenerkrankung, nach der Abkürzung des englischen Fachbegriffs kurz COPD genannt, ist im Schwarzwald-Baar-Kreis auf dem Vormarsch. Darauf weist die AOK Schwarzwald-Baar-Heuberg anlässlich des Deutschen Lungentags hin. Nach der aktuellen Auswertung der AOK auf Grundlage der Diagnosen ihrer Versicherten wurden 2013 im Landkreis fast 3.600 Betroffene gezählt. Im Jahr 2007 waren es erst 2.860 Personen. Der jährliche Zuwachs der Diagnosen lag in diesem Zeitraum bei durchschnittlich 3,5 Prozent.

Die Erkrankung kann aus einer chronischen Bronchitis heraus entstehen. Bei der COPD sind zusätzlich die Atemwege verengt und die kleinen Lungenbläschen verwachsen zu immer größeren Blasen. Darunter kann die Funktion der Lunge leiden. „Klassisches Symptom einer chronischen Bronchitis ist morgendlicher Husten mit Auswurf von zähem Schleim“, erklärt AOK-Präventionsexperte Heinrich Hebling. „Verspürt man zusätzlich ein Engegefühl im Brustkorb und gerät man bei körperlicher Anstrengung schnell in Atemnot, können dies erste Anzeichen für eine COPD sein.“ Liegen diese Anzeichen vor, rät Hebling dazu, unbedingt einen Arzt aufzusuchen. Dieser kann mit einem Lungenfunktionstest prüfen, ob eine chronische Bronchitis beziehungsweise COPD vorliegt.

Rauchen gilt als größter Risikofaktor

Rauchen gilt als größter Risikofaktor sowohl für eine chronische Bronchitis als auch für eine COPD, so der AOK-Präventionsexperte. „Wirkungsvollste therapeutische Maßnahme ist ganz einfach mit dem Rauchen aufzuhören“, empfiehlt Hebling, der bei der AOK Schwarzwald-Baar-Heuberg Raucher berät. Zusätzlich helfen könne Sport oder spezielle Atemtechniken. „Wer an COPD leidet, dem fällt Bewegung schwer. Trotzdem wäre es falsch, wenn man sich schont. Denn dann wird die Muskulatur abgebaut und damit auch die Atemmuskulatur. Es fällt den Patienten noch schwerer zu atmen und sich zu bewegen“, so Hebling.

AOK-Curaplan für COPD 

Die AOK Baden-Württemberg bietet den AOK-Curaplan für COPD an, ein speziell strukturiertes Behandlungsprogramm für Betroffene. Weitere Informationen gibt es bei der AOK unter Tel. 07721 805-275, www.aok-bw.de/sbh oder auf jedem AOK-KundenCenter. Über die Hälfte der Bevölkerung in der Region ist bei der AOK versichert.

Migräne und Kopfschmerz im Schwarzwald-Baar-Kreis stark steigend

Migräne, AOK, Kopfschmerzen
Besonders Frauen sind von Migräne und Kopfschmerzen meist betroffen.

Im Schwarzwald-Baar-Kreis waren im vergangenen Jahr rund 9.100 Menschen wegen Kopfschmerzen einschließlich Migräne in Behandlung. Darauf weist die AOK Schwarzwald-Baar-Heuberg anlässlich des Europäischen Kopfschmerz- und Migränetages am 12. September hin. Grundlage dieser Auswertung sind die Versicherten der AOK, die in der Region rund die Hälfte der Bevölkerung ausmachen.

Insgesamt waren im vergangenen Jahr fast 11 Prozent aller AOK-Versicherten im Landkreis wegen verschiedener Kopfschmerzformen in Behandlung. Darunter sind Frauen 1,7 Mal so häufig vertreten wie Männer. Seit 2008 ist die Anzahl der Kopfschmerzdiagnosen um rund 4 Prozent gestiegen.

Die am häufigsten behandelte Kopfschmerzart ist laut AOK Migräne. Kennzeichen einer Migräne seien Kopfschmerzattacken, die zusammen mit Symptomen wie Übelkeit auftreten können. „Genaue Ursachen sind nicht bekannt, es gibt jedoch bestimmte Auslöser“, erklärt PD Dr. Sabine Knappstein, Ärztin bei der AOK Baden-Württemberg. Dazu zählen beispielsweise Stress und zu wenig Schlaf. Auch können Migräneattacken einsetzen, wenn zum Beispiel zu wenig getrunken wurde.

Migräne kann außerdem durch Reizüberflutung ausgelöst werden, ebenso durch bestimmte Wetterlagen wie zum Beispiel Föhn, so Knappstein. „Um Migräneanfälle zu verhindern, sollten Betroffene auf die Auslöser achten und sie deshalb möglichst meiden. Auf jeden Fall wirken Maßnahmen wie eine geregelte Lebensweise und Ausdauersport vorbeugend.“

Krankenstand im Schwarzwald-Baar-Kreis leicht gestiegen

Grafik Krankheitstage AOK
Beschäftigte im Gesundheits- und Sozialwesen sowie in der Land- und Forstwirtschaft waren mit je 17,2 Fehltagen überdurchschnittlich oft krank. (Bild/Grafik: AOK)

Wie häufig die Menschen im Schwarzwald-Baar-Kreis am Arbeitsplatz fehlen, hängt stark vom Job ab. Das zeigt die aktuelle Fehlzeiten-Analyse der AOK Schwarzwald-Baar-Heuberg auf Grundlage von über 43.000 AOK-versicherten Beschäftigten im Schwarzwald-Baar-Kreis. Den höchsten Krankenstand im Landkreis verzeichneten im Jahr 2014 die Berufe der im Verkehrs- und Transportwesen. Am wenigsten fehlten Beschäftigte im Wirtschaftszweig Banken und Versicherungen.

Der Krankenstand lag im Schwarzwald-Baar-Kreis durchschnittlich bei 4,4 Prozent. Damit hat jeder Beschäftigte im Durchschnitt 16 Tage aufgrund von Krankheit im Betrieb gefehlt. Insgesamt hat sich der Krankenstand gegenüber dem Jahr 2013 (4,3 Prozent) leicht erhöht. Allerdings waren die Beschäftigten weiterhin seltener krankgeschrieben als in Baden-Württemberg insgesamt (4,9 Prozent).

Die Art der ausgeübten Tätigkeit hat erheblichen Einfluss auf das Ausmaß und die Häufigkeit der Fehlzeiten und auf die Art der Erkrankung. Dabei gibt es große Unterschiede zwischen einzelnen Berufsgruppen (Abbildung): Die meisten Fehltage weisen im Landkreis Berufsgruppen aus den Bereichen Verkehr und Transport mit 18,0 Fehltagen und aus dem Verarbeitendem Gewerbe (17,6 Fehltage).

Auch Beschäftigte im Gesundheits- und Sozialwesen sowie in der Land- und Forstwirtschaft waren mit je 17,2 Fehltagen überdurchschnittlich oft krank. Es handelt sich dabei um Berufsgruppen mit hohen körperlichen Arbeitsbelastungen und, mit Ausnahme des Gesundheits- und Sozialwesens, überdurchschnittlich vielen Arbeitsunfällen. Besonders wenige Fehltage hatten im Schwarzwald-Baar-Kreis die Berufe in der Banken- und Versicherungsbranche mit lediglich 9,3 Fehltagen. Auch die Berufsgruppen Versorgung und Entsorgung sowie Dienstleistungen weisen mit jeweils 13,7 Tagen unterdurchschnittliche krankheitsbedingte Fehlzeiten auf.

Muskel- und Skeletterkrankungen, also beispielsweise Rückenschmerzen, verursachen im Schwarzwald-Baar-Kreis die mit Abstand meisten Fehltage, nämlich 21,2 Prozent aller Krankheitstage. Danach folgen Atemwegserkrankungen, vor allem Erkältungen, mit 12,2 Prozent aller Fehltage sowie psychische Erkrankungen mit 11,3 Prozent. 

„Muss man beruflich schwere Lasten heben und tragen, ist es ganz wichtig, die Wirbelsäule dabei zu schonen“, erklärt Heinrich Hebling, Experte für Prävention und betriebliches Gesundheitsmanagement bei der AOK in Villingen-Schwenningen. „Keinesfalls sollte man sich bücken, wenn man etwas Schweres aufhebt. Besser ist, es wenn man dazu in die Hocke geht.“ Auch langes Sitzen in der gleichen Position schade dem Rücken. „Gerade Fernfahrer, aber auch viele Menschen im Büro müssen auf Ihre Gesundheit achten. Man sollte sich immer wieder Bewegungspausen verschaffen. Im Büro kann man etwa zu einem Kollegen gehen, statt ihn anzurufen.“ Schon solche kleinen Verhaltensänderungen können viel bewirken, meint der AOK-Experte.

AOK Schwarzwald-Baar-Heuberg stärkt Prävention

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AOK-Präventionsexperte Armin Messner leitet eine Trainierende im AOK-RückenKonzept an (Bild: AOK)

Schwarzwald-Baar-Heuberg, 7. August 2015 – Die AOK Schwarzwald-Baar-Heuberg möchte zum Jahreswechsel in Tuttlingen und Villingen-Schwenningen zwei neue AOK-Gesundheitszentren schaffen. Wir erweitern unsere Gesundheitsangebote für die Region", erklärt Klaus Herrmann, Geschäftsführer der AOK Schwarzwald-Baar-Heuberg, anlässlich der Veröffentlichung des Präventionsberichts der AOK Baden-Württemberg. Jeder kann seine Gesundheit stärken. Dabei unterstützen unsere erfahrenen AOK-Präventionsexperten die Menschen vor Ort." 


Neue AOK-Gesundheitszentren in Tuttlingen und Villingen-Schwenningen mit AOK-KochStudio

Erstmals in Tuttlingen wird die Gesundheitskasse im geplanten AOK-Gesundheitszentrum ein AOK-KochStudio einrichten. Dort können die Teilnehmer der AOK-Kochwerkstatt-Seminare erfahren, wie man gesund und ausgewogen kocht. Hinzu kommt ein großer Trainingsbereich für die betreuten Trainingskonzepte Functional Fitness und Cardio-Fit. Auch das bestehende Tuttlinger AOK-RückenKonzept wird in das geplante Gesundheitszentrum in der Bahnhofstraße aufgenommen. 

AOK-RückenKonzept und Cardio-Zone

In Villingen-Schwenningen eröffnet die AOK das neue AOK-Gesundheitszentrum in Nachbarschaft zum Schwarzwald-Baar-Klinikum. Erstmals in der Doppelstadt wird dort ein AOK-RückenKonzept eingerichtet. Daneben wird es eine Cardio-Zone für Herz-Kreislauf-Training und Functional Fitness geben. Zwei Gymnastikräume sind für Bewegungskurse vorgesehen. Ergänzt wird das Angebot durch ein AOK-KochStudio sowie Seminarräume für Ernährungskurse und das Präventionsprogramm "Lebe Balance". 

Großer Zuspruch bei Präventionskursen

Jährlich nehmen laut AOK über 5.000 Menschen an den Präventionskursen der AOK Schwarzwald-Baar-Heuberg in den Bereichen Bewegung, Ernährung und Entspannung teil. Hinzu kommen 4.500 Trainierende im AOK-RückenKonzept an den Standorten Donaueschingen, Rottweil und Tuttlingen. „Ein Schwerpunkt in unserem Präventionsprogramm ist auch psychische Gesundheit", so Herrmann. Mit dem Vorsorgeprogramm "Lebe Balance" hat die AOK nach eigenen Angaben bislang rund 1.800 Menschen in der Region erreicht. Die Krankenkasse weist auf die ersten Evaluationsergebnisse des Programms "Lebe Balance" hin, die jetzt im Präventionsbericht der AOK Baden-Württemberg veröffentlicht wurden. „Die Studie zeigt, dass die psychische Belastung signifikant zurückgeht und die Lebenszufriedenheit steigt." Psychische Erkrankungen machten 2014 mehr als 11 Prozent der Arbeitsunfähigkeitstage von Versicherten der AOK Schwarzwald-Baar-Heuberg aus.   

Der Präventionsbericht 2014 der AOK Baden-Württemberg steht jetzt unter www.aok-bw-presse.de zum Download bereit. 

AOK-Bezirksrat tagt bei IMS Gear

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v.r.: Viktor Hettich, Geschäftsbereichsleiter bei IMS Gear; Benedikt Lenhart, Personalleiter bei IMS Gear und Mitglied des AOK-Bezirksrats; Uwe Schreiber, stellvertretender Geschäftsführer der AOK Schwarzwald-Baar-Heuberg; Roland Eckhardt, alternierender Vorsitzender des AOK-Bezirksrats; Klaus Herrmann, Geschäftsführer der AOK Schwarzwald-Baar-Heuberg; Oliver Böhme, alternierender Vorsitzender des AOK-Bezirksrats (dritter von links).

Donaueschingen, 24. Juli 2015 - Der Bezirksrat der AOK Schwarzwald-Baar-Heuberg tagte bei IMS Gear in Donaueschingen. AOK-Geschäftsführer Klaus Herrmann informierte das AOK-Selbstverwaltungsgremium über den neuen Höchststand bei der Versichertenzahl. Derzeit sind rund 234.300 Menschen in der Region bei der AOK versichert. "Das sind 5.200 Versicherte mehr als noch vor zwölf Monaten. So viele waren noch nie bei der AOK Schwarzwald-Baar-Heuberg versichert", freute sich Herrmann.

 

Neuer Höchststand bei Versichertenzahlen

Auch landesweit sei die AOK auf Erfolgskurs. Die AOK Baden-Württemberg zählt seit Juli nun mehr als vier Millionen Versicherte. "Das Wachstum zeigt, dass Regionalität und innovative Versorgung bei den Menschen gut ankommen", so Herrmann. Das gelte auch für viele regionalen Unternehmen, die ihre Beschäftigten mithilfe der AOK beim Thema Gesundheit unterstützen.

Eine Kooperation bei der betrieblichen Gesundheitsförderung

Davon machte sich der AOK-Bezirksrat ein Bild vor Ort. Den Donaueschinger Getriebe- und Zahnradproduzenten IMS Gear und die AOK Schwarzwald-Baar-Heuberg verbindet eine Kooperation bei der betrieblichen Gesundheitsförderung. "Wir unterstützen unsere Mitarbeiter mit Angeboten zur gesundheitlichen Prävention", erklärte Benedikt Lenhart, Personalleiter bei IMS Gear und Arbeitgebervertreter im AOK-Bezirksrat. "Ein Beispiel dafür ist das von der AOK begleitete Impuls-Programm. Es hat Teilnehmern geholfen, ihr Gewicht zu reduzieren oder mit dem Rauchen aufzuhören." Zum betrieblichen Gesundheitsmanagement bei IMS Gear gehören unter anderem auch Sportgruppen, die Kooperation mit einem Fitnessstudio und die Förderung von E-Bikes für Mitarbeiter. 

Ein wichtiger Beitrag zur Stärkung der regionalen Wirtschaft

"Die AOK Schwarzwald-Baar-Heuberg begleitet jährlich rund 150 Unternehmen aus der Region beim Betrieblichen Gesundheitsmanagement. Dies ist ein wichtiger Beitrag zur Stärkung der regionalen Wirtschaft", sagte Roland Eckhardt, alternierender Bezirksratsvorsitzender von der Arbeitgeberseite, der in diesem Jahr dem Selbstverwaltungsgremium vorsteht. Die AOK-Präventionsexperten beraten zur Arbeitsplatzgestaltung und geben Beschäftigten Tipps zum richtigen Verhalten am Arbeitsplatz. Auch Gesundheitstage und Bewegungs- oder Ernährungskurse werden in den Betrieben durch die AOK durchgeführt. "Mit dem AOK-Programm Lebe Balance für Unternehmen können Beschäftigte auch die psychische Gesundheit präventiv trainieren", so Oliver Böhme, alternierender Bezirksratsvorsitzender von der Versichertenseite. Laut AOK lag im vergangenen Jahr der Anteil von Arbeitsunfähigkeit wegen psychischer Erkrankungen an allen Fehltagen in der Region bereits bei 11,1 Prozent.

Innovatives Rücken-und Gelenkskonzept

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Das Team der Praxis Bank freut sich auf die neuen therapeutischen Möglichkeiten, die sich durch die heute gelieferten innovativen Geräte ergeben.

Rückenschmerz hat sich zum Massenleiden entwickelt. Mehr als jeder Zweite ist betroffen. Das Leiden zieht sich durch alle Altersgruppen und sozialen Klassen, plagt Dauersitzer wie sportlich Trainierte. In der Physiotherapiepraxis Joachim Bank in Bad Dürrheim rückt man dieser Volkskrankheit jetzt mit einem neuen Trainingskonzept zu Leibe.

In der familiär geführten Praxis hat man sich seit 26 Jahren als Rücken- und Gelenk-Spezialist einen Namen gemacht. Heute suchen 80 % der Patienten die Praxis wegen Rücken- und Gelenksleiden auf. Das neue Trainingskonzept wurde vom Praxisteam motiviert entwickelt und folgt einem ganzheitlichen Ansatz. Es besteht aus zwei neuen Gerätelinien: einem Analysegerät „EasyTorque“ und den Trainingsgeräten „itensic“. „Erst beides zusammen kombiniert mit gezielter Trainingstherapie ermöglicht einen messbaren Trainingserfolg“, so Inhaber Joachim Bank. Seit fast einem Jahr beschäftigt man sich in der Praxis Bank intensiv mit diesem neuen Projekt und kooperiert dabei eng mit dem Thermarium Bad Schönborn, einem der führenden Zentren für Trainingstherapie und Prävention in Baden-Württemberg.

Erfolgreiches Trainingskonzept in Bad Schönborn

Im Thermarium Bad Schönborn ist dieses Trainingskonzept schon seit einem Jahr erfolgreich im Einsatz. Der Geschäftsführer des Thermariums, Sportwissenschaftler Markus Hoppe ist nach einem Jahr Testphase von dem Konzept restlos überzeugt. „Das itensic-Training ist eine echte Innovation, weil es für Vorbeugung und Nachsorge von Rückenproblemen genauso wirkungsvoll eingesetzt werden kann, wie für das Training von Freizeit- oder Leistungssportlern. Zusammen mit der Analyse ist die Wirkung unschlagbar.“

Die kleinste Rückenstraße der Welt

Doch was macht den Erfolg der neuen Trainingstherapie aus? Inhaber Joachim Bank: „Das Besondere am itensic-Training ist, dass es die Tiefenmuskulatur stärkt, statt wie bei herkömmlichen Geräten üblich, nur die oberflächlich sitzenden Muskelpartien zu trainieren.“ Die itensic-Linie besteht aus drei Geräten, die allesamt über die Hüftbewegung arbeiten und die bisherigen Trainingstherapiegeräte sinnvoll ergänzen.

Besonderes Augenmerk beim Training liegt auf der Tiefenmuskulatur des Rumpfs. Denn die ist für Haltung, Körperstabilität, Kraft und Ausdauer zuständig. Thomas Bank, Bruder des Inhabers und Berater der Praxis spricht aus, was unter Sportlern wie auch Therapeuten als unumstritten gilt: „Wer Rückenschmerzen wirkungsvoll begegnen will, braucht eine starke und stabile Körpermitte. Das gilt für ältere Menschen und Untrainierte genauso wie für Sportler.“

Messbare Trainingserfolge

Dem Training selbst geht eine intensive Analyse aller Bewegungsdaten voraus. Innerhalb von mindestens 30 Minuten wird mit Easytorque, einem speziellen Analyseprogramm die Kraft verschiedener Muskelgruppen gemessen und aus den Daten das individuelle Trainingsprogramm erstellt. Dabei muss die Analyse keineswegs in der Physiotherapiepraxis selbst erfolgen. Thomas Bank: „Weil Easytorque klein und mobil ist, können wir Analyse und Ausarbeitung des Trainingskonzept auch vor Ort durchführen. Beispielsweise in Firmen oder Einrichtungen, die ganz gezielt Präventionsmaßnahmen durchführen möchten.“

Die Frage, ob man in der Praxis Bank nun die fachliche Diagnose durch Technik ersetzen will, verneinen die Brüder einstimmig. „Die neue Technik gibt uns die Möglichkeit, je nach Indikation, Rückenpatienten schneller und gezielter schmerzfrei zu machen. Im Zentrum unserer Praxisphilosophie wird auch in Zukunft der Mensch stehen; der Patient, der verordnende Arzt und der behandelnde Therapeut.“

So sieht Joachim Bank die gemeinsame Zukunft auch weiterhin in der individuellen, von qualifizierten Mitarbeitern entwickelten und sehr persönlichen Betreuung und gezielten Einzelphysiotherapie. Denn die alteingesessene Praxis gilt in der Region nicht nur als Spezialist für Physiotherapie, Prävention, betriebliches Gesundheits-Management und gezielte Rücken- und Gelenk-Therapie, sondern auch als erste Adresse für eine individuelle und qualifizierte Betreuung. Joachim Bank: „Patienten mit ärztlichen Verordnung wie auch Fitnesskunden, Sportler oder ganz einfach Gesundheitsbewusste schätzen es, dass wir jeden Kunden individuell und persönlich betreuen. In dieses Konzept passt das itensic-Training perfekt hinein.“

Regelmäßige Fortbildung der Mitarbeiter

Bei so viel Individualität muss auch die Fortbildung stimmen. Zusammen mit dem Partner aus Bad Schönborn bildet die Praxis Joachim Bank alle Mitarbeiter regelmäßig weiter, entwickelt Trainingspläne, wertet Erfahrungen aus. Aufgrund der intensiven Kooperation und Professionalität bei der Einführung des neuen Trainingsansatzes denkt Elvis Sesar, Vertriebsleiter LMT Deutschland bereits heute über ein itensic-Schulungszentrum für Südwest-Deutschland und die Nordschweiz in der Praxis Bank nach.

Doch bevor es so weit ist, wird man in Bad Dürrheim den leidigen Rückenproblemen mit den neuen therapeutischen Möglichkeiten einer hoch innovativen Technik zur Stärkung der Tiefenmuskulatur, wie auch mit gestärkten Kooperationen entgegentreten. Um die Bewohner des Kurstiftes und alle bisherigen Kunden auf die Reise mitzunehmen, hat die Praxis Einführungskurse entwickelt. Zudem soll in enger Abstimmung mit den verordnenden Ärzten das Gesamtkonzept weiter entwickelt werden.

„Ab Oktober werden wir die ersten Rücken-Workshops anbieten. Im Moment aber freuen wir uns unheimlich darüber, dass pünktlich zur Neugestaltung unseres Geräte- und Kurs-Trainingsraums die neuen Trainingsgeräte geliefert werden.“

Vorsicht in der Sonne!

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„Hält man sich länger in der Sonne auf, sollte man eine Sonnencreme mit mindestens Faktor 30 verwenden, die gegen UV-A- und UV-B-Strahlung schützt“!

Die Zahl der Hautkrebserkrankungen nimmt deutlich zu, wie aus einer aktuellen Auswertung der AOK Schwarzwald-Baar-Heuberg auf Grundlage ihrer Versicherten hervorgeht. 255 Menschen aus dem Schwarzwald-Baar-Kreis waren demnach im Jahr 2015 an einem bösartigen Melanom erkrankt, dem sogenannten schwarzen Hautkrebs. Die Zahl der Erkrankungen ist im Landkreis von 2007 bis 2011 jährlich im Durchschnitt um 13 Prozent gestiegen. Seit 2011 pendelt die Zahl der Hautkrebs-Diagnosen um die 250 Fälle.

„Der Anstieg und das derzeit hohe Niveau der Erkrankungen ergibt sich auch daraus, dass inzwischen mehr Menschen zur Vorsorge gehen und das Hautkrebsscreening beim Arzt in Anspruch nehmen“, erklärt Klaus Jeitner, Leiter des AOK-KundenCenters in VS-Villingen. Seit 2008 können gesetzlich Krankenversicherte ab 35 Jahren das Hautkrebsscreening alle zwei Jahre kostenlos durchführen lassen. „Dadurch sinkt die Dunkelziffer und Hautkrebs wird früher erkannt. Wenn der Hautkrebs rechtzeitig entdeckt wird, ist er in der Regel heilbar, viele schwere Krankheitsverläufe könnten vermieden werden.“ 

Hautkrebs ist ein bösartiger Tumor der Pigmentzellen. Als ein Hauptverursacher gilt das UV-Licht der Sonne. Je häufiger und länger sich Menschen ungeschützt der UV-Strahlung aussetzen, desto größer ist das Risiko, an Hautkrebs zu erkranken. „Hält man sich länger in der Sonne auf, sollte man eine Sonnencreme mit mindestens Faktor 30 verwenden, die gegen UV-A- und UV-B-Strahlung schützt“, rät Jeitner. „Auf jeden Fall sollte man einen Sonnenbrand vermeiden.“

Die AOK bietet ihren Versicherten ein Hautkrebsscreening bereits ab 20 Jahre alle zwei Jahre an. Hautkrebsuntersuchungen werden von Dermatologen und Hausärzten mit entsprechender Weiterbildung durchgeführt.n

Top-Experte für Adipositas am Klinikum

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Prof. Dr. Norbert Runkel: Focus Top-Spezialist 2015

Das Magazin Focus Gesundheit listet in der Juli-Ausgabe 2015 die Top-Spezialisten für Ernährung, Unverträglichkeiten und Magen-OPs auf. Mit dabei ist Prof. Dr. med. Dr. h.c. Norbert Runkel, Direktor der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie sowie Kooperationspartner im Adipositas-Zentrum Südwest am Schwarzwald-Baar Klinikum. Die Ergebnisse basieren auf den Recherchen des Instituts Munich Inquire Media. Eine wichtige Rolle in der Bewertung spielten die Urteile von Fachkollegen und Patienten.

Im Auftrag des Nachrichtenmagazins wurden Klinikchefs, Oberärzte und niedergelassene Fachärzte befragt, wohin sie ihre Patienten schicken und welcher Kollege in seinem Fachgebiet sehr gute Arbeit leiste. Prof. Runkel wurde laut Focus überdurchschnittlich häufig von Kollegen empfohlen. Weitere Kriterien waren die Anzahl der Publikationen, durchgeführte Studien und das Behandlungsspektrum des Mediziners.

Das Adipositas-Zentrum Südwest am Schwarzwald-Baar Klinikum ist ein regionales und überregionales Kompetenzzentrum für Patienten mit schwerem Übergewicht und Adipositas. „Wir arbeiten fachübergreifend zusammen, klären Ursachen ab und beraten unsere Patienten zunächst intensiv über die optimalen Behandlungswege und Therapiemöglichkeiten“, erklärt Prof. Runkel. „Darüber hinaus bieten wir alle Operationsverfahren wie beispielsweise Magenband, Magenschlauch oder -bypass an – dabei setzen wir auf moderne und schonende Operationstechniken.“ Das Magazin Focus listete Prof. Runkel bereits in den vergangenen Jahren als Top-Experten, 2014 in den Kategorien „Adipositas-Chirurgie“ und „Bauchchirurgie“.

 

AOK-Tourenwoche in VS-Schwenningen

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AOK-Tourenwochen in VS-Schwenningen und Umgebung (Bild: Fotolia/Rochau)

Am Sonntag, den 5. Juli veranstaltet der AOK-Radtreff Schwenningen seine öffentliche Ausfahrt im Rahmen der AOK-Radtreff-Tourenwochen. Die familienfreundliche Tour verläuft abseits von Straßen auf ruhigen Wegen und ist für jeden geeignet.

Vorbei an der Polizeifachschule geht es in Richtung Schwarzwald-Baar-Center. Von dort verläuft die Tour nach Weilersbach und weiter nach Niedereschach. Auf dem Radweg vorbei an einem Hofladen radeln die Teilnehmer bis nach Deißlingen. Über den wunderschönen Neckartalradweg geht es am Flughafen Schwenningen vorbei wieder zurück zum Ausgangspunkt.

Treffpunkt ist um 9.30 Uhr am Autohaus Hils, Villinger Str. 147 in Schwenningen. Die Tour ist 30 Kilometer lang. Wie alle Radtouren der AOK-Radtreff-Tourenwochen ist auch diese Ausfahrt kostenlos und wird von erfahrenen Führern geleitet. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. 

Am gleichen Tag findet auch die Tour „Rund um Tennenbronn“ des AOK-Radtreffs Tennenbronn mit 45 Kilometern Länge statt. Weitere Radtouren am 5. Juli gibt es in Frittlingen und in Neuhausen ob Eck.

Die AOK-Radtreff-Tourenwochen dauern noch bis 12. Juli. An jedem Sonntag wollen die AOK-Radtreffs und die AOK Schwarzwald-Baar-Heuberg möglichst viele Menschen in der Region auf das Rad bringen. Weitere Informationen gibt es unter Tel. 07721 805-275 oder www.aok-bw.de/sbh.

Schlaflos im Schwarzwald-Baar-Kreis

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Einschlafprobleme bei Frauen häufiger als bei Männern

Wer nachts lange wach liegt, ist am nächsten Tag unausgeschlafen und unkonzentriert. Jeder Zweite in Baden-Württemberg von ihnen hatte schon einmal Schwierigkeiten, abends einzuschlafen – das ist das Ergebnis einer repräsentativen Forsa-Umfrage im Auftrag der AOK Baden-Württemberg. Frauen haben dabei öfter Probleme (56 Prozent) als Männer (48 Prozent). Der Tag des Schlafes am 21. Juni macht auf die gesundheitliche Bedeutung eines erholsamen Schlafes aufmerksam. 

Im Schwarzwald-Baar-Kreis waren nach einer Auswertung der AOK Schwarzwald-Baar-Heuberg im Jahr 2013 3.801 Menschen wegen Schlafstörungen in Behandlung. Davon waren 2.101 Frauen, was einem Anteil von 55 Prozent entspricht. Insgesamt liegt der Anteil der Menschen mit Schlafstörungen im Landkreis bei 4,6 Prozent. Zum Vergleich: In ganz Baden-Württemberg hatten 4 Prozent Schlafstörungen, davon 54 Prozent Frauen. Die Zahlen steigen seit Jahren an, im Schwarzwald-Baar-Kreis seit 2007 um durchschnittlich 2,8 Prozent jährlich. 

„Die beste Basis für einen erholsamen Schlaf ist ausreichend körperliche Bewegung und eine ausgewogenen Ernährung, wenig Alkohol und Nikotinverzicht“, empfiehlt Klaus Herrmann, Geschäftsführer der AOK Schwarzwald-Baar-Heuberg. Wer bereits unter Schlafstörungen leide, solle seinen Hausarzt aufsuchen. Ist die Ursache für die Schlafstörungen gefunden, könne der Arzt weitere therapeutische Schritte einleiten. „Bei hartnäckigen Schlafstörungen kann mit Programmen aus der kognitiven Verhaltenstherapie weitergeholfen werden“, so der AOK-Chef. „Diese Programme können den Betroffenen helfen, langfristig Gewohnheiten und Schlafmuster zu verändern, um so wieder zu einem erholsamen Schlaf zu finden.“

Immer mehr Kinder kommen im Schwarzwald-Baar Klinikum auf die Welt

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Große Freude bei Maria und Carmelo Pulido mit ihrer Tochter Ambra

Die Geburtenzahlen in der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe am Schwarzwald-Baar Klinikum steigen weiter an.

Bereits am 12. Juni verzeichnete die Fachabteilung unter Leitung von Prof. Dr. med. Wolfgang Zieger die 1.000ste Geburt in diesem Jahr – ungewöhnlich früh: In den vergangenen Jahren hat das Klinikum die „1.000er-Marke“ erst etwa Mitte oder Ende Juli registriert. Einen Rekord dokumentierte die Klinik darüber hinaus im Mai – erstmals gab es mit 201 Entbindungen mehr als 200 Geburten in einem Monat.

AOK-Tourenwoche in Niedereschach

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AOK-Tourenwoche in Niedereschach (Bildquelle: Fotolia/Rochau)

Am Sonntag, den 28. Juni veranstaltet der AOK-Radtreff Niedereschach seine öffentliche Ausfahrt im Rahmen der AOK-Radtreff-Tourenwochen. Unter dem Motto „Die Zwei-Täler-Tour mit Kultur“ wollen die AOK Schwarzwald-Baar-Heuberg und der AOK-Radtreff Niedereschach möglichst viele Menschen auf das Rad bringen.

Die Tour geht über Burgberg in das malerische Glasbachtal, vorbei an der Nonnenmühle zur Ruine Waldau. Der kurze Aufstieg zum Turm der Ruine belohnt mit einem wunderschönen Rundblick. Im Glasbachtal werden schattige Waldwege eingeschlagen. Ab Peterzell kann man auf leicht abschüssiger Strecke die herrliche Schwarzwald-Landschaft des Groppertals genießen. Zurück geht es über Villingen nach Niedereschach. Dort ist eine Schlusseinkehr in der Minigolf-Gaststätte geplant.

 Jeder ist herzlich zu dieser Tour von 53 Kilometern Länge eingeladen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Treffpunkt ist um 9.30 Uhr an der Eschachhalle, Im Schliet in Niedereschach. Im Rahmen der AOK-Tourenwochen organisiert am gleichen Tag der AOK-Radtreff Sulgen die Ausfahrt „Duchs Gäu in die Kreisstadt und zurück“ von Sulgen nach Rottweil mit einer Länge von ebenfalls 53 Kilometern. 

Die AOK-Tourenwochen dauern noch bis 12. Juli. An jedem Sonntag werden für die Bevölkerung mehrere Radtouren in der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg angeboten. Weitere Informationen gibt es unter Tel. 07721 805-275 oder www.aok-bw.de/sbh.

Informationsveranstaltung: Inkontinenz hat viele Ursachen

Prof. Dr. med. Daniela Schultz-Lampel, Harninkontinenz, Blasenentzündungen, Inkontinenz
Spricht am 23. Juni über Harninkontinenz und Blasenentzündungen: Prof. Dr. med. Daniela Schultz-Lampel

Anlässlich der „World Continence Week“ (WCW), einer weltweiten Kampagne zur Aufklärung über die Volkskrankheit Inkontinenz, laden Experten des Schwarzwald-Baar Klinikums am 23. Juni 2015 zu einer Informationsveranstaltung ins Landratsamt in Villingen-Schwenningen ein.

Unter der Leitung von Prof. Dr. med. Daniela Schultz-Lampel, Direktorin des Kontinenzzentrums Südwest am Schwarzwald-Baar Klinikum, dreht sich von 18 bis 21 Uhr in mehreren kurzen Vorträgen alles um Ursachen, Abklärung, Behandlung und Vorbeugung von Inkontinenz. Darüber hinaus gibt es Informations- und Präsentationsstände, außerdem stehen die Experten als Ansprechpartner für Fragen zur Verfügung. Der Eintritt ist frei.

„Inkontinenz ist eine Erkrankung, die nicht nur alte Leute trifft“, erklärt Prof. Dr. med. Daniela Schultz-Lampel, Direktorin des Kontinenzzentrums Südwest am Schwarzwald-Baar Klinikum. Die Gründe für Inkontinenz sind vielfältig, sie reichen von organischen Veränderungen, Auswirkungen operativer Eingriffe über neurologische Probleme bis hin zu Nachwirkungen einer Geburt. „Aber vielen Betroffenen ist es peinlich, einen Arzt aufzusuchen – dabei lohnt es sich, ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen“, so Prof. Schultz-Lampel. „Es gibt viele Behandlungsmöglichkeiten und einem Großteil der etwa acht Millionen Betroffenen kann geholfen werden.“

Das Kontinenzzentrum Südwest am Schwarzwald-Baar Klinikum ist die regionale und überregionale Anlaufstelle für Patienten mit Harn- und/oder Stuhlinkontinenz bei Männern, Frauen und Kindern und bietet Beratung, Abklärung, Diagnostik und spezielle Therapien auf allen Gebieten der Inkontinenz und Blasenentleerungsstörungen.

Vorträge am 23. Juni 2015 im Landratsamt Villingen-Schwenningen:

Oft im Doppelpack: Harninkontinenz & Blasenentzündungen
Prof. Dr. Daniela Schultz-Lampel

Harninkontinenz nach Prostata-Operation: wann operieren?
Prof. Dr. Alexander Lampel

Stuhlinkontinenz: operieren oder nicht?
Dr. Nils Ploetz

Wie kann „Frau“ Inkontinenz vermeiden?
Dr. Nadine Mark

Beckenbodentraining – was ist das überhaupt?
Claudia Zetzsche-Brunkel

Inkontinent: Wie war mein Weg?
Roswitha Gräble

Fachübergreifende Therapie bei Hirntumoren

Schwarzwald-Baar-Klinikum, PD Dr. med. Rainer Ritz, Neurochirurgie, Tumorchirurgie
PD Dr. med. Rainer Ritz berichtet über die Möglichkeiten der Neurochirurgie zur funktionserhaltenden Tumorchirurgie

Einladung zum Informationsnachmittag für Betroffene und Interessierte: Wird das Gehirn durch einen Tumor bedroht, ist das für die Patienten und ihre Familien eine extreme Belastung. Auf diese schwierige Situation macht die Deutsche Hirntumorhilfe jedes Jahr am 8. Juni mit dem Welthirntumortag aufmerksam.

Ziel des Aktionstages ist es, Betroffene und die Öffentlichkeit über die Erkrankung aufzuklären. Anlässlich des Welthirntumortages lädt die Klinik für Neurochirurgie am Schwarzwald-Baar Klinikum am 15. Juni 2015 zu einem Informationsnachmittag ein. Von 16 bis 18 Uhr berichten verschiedene Chefärzte der an der fachübergreifenden Therapie beteiligten Fachabteilungen in kurzen Vorträgen über aktuelle Behandlungsmöglichkeiten. Im Anschluss besteht die Gelegenheit zum persönlichen Austausch mit den Referenten.

Eine praktische Demonstration der Neuronavigation – ein computergestütztes Operationsverfahren – rundet die Veranstaltung im Baden-Württemberg-Saal 1 am Standort Villingen-Schwenningen ab. Der Eintritt ist frei.

Neun bis zehn von 100.000 Einwohnern entwickeln pro Jahr einen primär im Gehirn entstehenden Hirntumor. Noch häufiger als die im Gehirn entstandenen Tumoren sind Hirnmetastasen. Bei 20 bis 40 Prozent aller Patienten, die an einem Tumor leiden, bildet sich im Lauf der Erkrankung eine Absiedelung im Gehirn heran. „Patienten, bei denen ein Hirntumor festgestellt wurde, sind durch ihre Erkrankung und den damit verbundenen Symptomen meist sehr belastet“, weiß Priv.-Doz. Dr. med. Rainer Ritz, Direktor der Klinik für Neurochirurgie am Schwarzwald-Baar Klinikum. „Betroffene leiden beispielsweise unter körperlichen Ausfallerscheinungen und mentalen Veränderungen, außerdem werden sie von Sorgen und Ängsten geplagt. Wir möchten bei der Informationsveranstaltung Patienten, Angehörige oder ganz einfach interessierte Personen über die verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten aufklären.“

Anschließend besteht Gelegenheit zum persönlichen Austausch mit Vertretern der behandelnden und unterstützenden Fachdisziplinen wie beispielsweise dem Psychoonkologischen Dienst. Einblicke in die Praxis gewährt außerdem Dr. med. Andreas Philipp, Oberarzt in der Klinik für Neurochirurgie: Er demonstriert, wie die Neuronavigation funktioniert – ein computergestütztes Operationsverfahren, mit dessen Hilfe Eingriffe geplant werden und das eine räumliche Orientierung während der Operation gewährleistet.

Programm am 15. Juni 2015:
16:00-16:10 Uhr: Begrüßung
Priv.-Doz. Dr. med. Rainer Ritz, Klinik für Neurochirurgie

16:10-16:30 Uhr: Neurologische begleitende Therapie bei Hirntumoren - Behandlung der Epilepsie und Fahrtüchtigkeit
Prof. Dr. med. Hubert Kimmig, Klinik für Neurologie

16:40-17:00 Uhr: Strahlentherapie von Tumoren des Zentralen Nervensystems –Möglichkeiten der konventionellen Strahlentherapie und des CyberKnife
Prof. Dr. med. Stephan Mose, Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie

17:10-17:30 Uhr: Neues zur medikamentösen Therapie von Hirntumoren
Prof. Dr. med. Wolfram Brugger, Klinik für Hämatoonkologie

17:40-18:00 Uhr: Möglichkeiten der Neurochirurgie zur funktionserhaltenden Tumorchirurgie
Priv.-Doz. Dr. med. Rainer Ritz, Klinik für Neurochirurgie

Informationsveranstaltung: Chronische Schmerzen – Multimodale Schmerztherapie

Schwarzwald-Baar-Klinikum, Chronische Schmerzen, Multimodale Schmerztherapie

Neue Therapieansätze am Schwarzwald-Baar Klinikum: Am 12. Juni 2015 lädt das Regionale Schmerzzentrum am Schwarzwald-Baar Klinikum zu einer Informationsveranstaltung zum Thema chronische Schmerzen und stationäre multimodale Schmerztherapie ein. In kurzen Vorträgen stellen verschiedene Therapeuten das Behandlungskonzept vor, das während einer stationären Behandlungswoche individuell auf den jeweiligen Patienten zugeschnitten wird. Im Anschluss an die Vortragsreihe besteht die Möglichkeit, Fragen zu stellen und mit den Ansprechpartnern zu diskutieren. Die Veranstaltung im Schwarzwald-Baar Klinikum beginnt um 18.30 Uhr im Baden-Württemberg Saal 1 am Standort Villingen-Schwenningen. Der Eintritt ist frei. 

Zu den Referentinnen und Referenten der Veranstaltung zählen Julia Brukner, M.A., Sporttherapeutin, Barbara Bechtold, Biofeeback-Trainerin, Diplom-Psychologin Maria Ackermann, Psychologische Psychotherapeutin, Fabian Oberliesen, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie und Diplom-Psychologe, Achim Bechtold, Facharzt für Anästhesie - Spezielle Schmerztherapie, sowie Dr. med. Markus Noll, Facharzt für Anästhesie - Spezielle Schmerztherapie. 

„Jeder Mensch hat schon einmal Schmerzen erlebt. Durch verschiedene Einflüssekann aus einem akuten Schmerz ein chronischer Schmerz werden“, erklärt Dr. med. Markus Noll, Leiter des Regionalen Schmerzzentrums am Schwarzwald-Baar Klinikum. „Dies kann oft weitreichende Auswirkungen auf den Alltag, die Freizeit und den Beruf haben sowie die Lebensqualität sehr beeinträchtigen. Die betroffenen Menschen sind zum Teil stark in Ihrer Leistungsfähigkeit eingeschränkt, zusätzlich kann es beispielsweise zu Hoffnungslosigkeit, Verzweiflung, Ängsten oder depressiver Verstimmung kommen.“

Eine Situation, in der das Regionale Schmerzzentrum (RSZ) Villingen-Schwenningen zum Beispiel mit der stationären multimodalen Schmerztherapie ansetzt: In dem einwöchigen Behandlungskonzept werden neben körperlichen Funktionseinschränkungen auch psychosomatische Aspekte berücksichtigt.

Ein Team aus Schmerztherapeuten, Psychosomatikern, Psychologen, Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Sporttherapeuten, Neurochirurgen, Neurologen und Radiologen unterstützt die Patienten. „‚Gemeinsam gegen den Schmerz‘ lautet das Motto des Regionalen Schmerzzentrums“, erzählt Achim Bechtold, der die ambulante Betreuung der Patienten leitet. „Es geht darum, den Betroffenen wieder mehr Lebensqualität zu bieten und dafür zu sorgen, dass diese – sofern möglich – auch erhalten bleibt.“

AOK legt Zahlen zu Bluthochdruck und Stoffwechselstörungen vor

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Diplom-Oecotrophologin Lydia Fries-Spöcker, Ernährungsberaterin der AOK Schwarzwald-Baar-Heuberg

28 Prozent der Einwohner im Schwarzwald-Baar-Kreis haben Bluthochdruck. Dies ergab eine anonymisierte Auswertung der Diagnosen von 233.000 Menschen, die bei der AOK Schwarzwald-Baar-Heuberg krankenversichert sind.

Im Zeitraum von 2007 bis 2013 ist die Zahl der Betroffenen laut AOK um durchschnittlich 1,8 Prozent pro Jahr gestiegen. „Bei Bluthochdruck ist der Druck in den Gefäßen erhöht, damit wächst unter anderem das Risiko für einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall“, erklärt AOK-Präventionsexpertin Lydia Fries-Spöcker in Villingen-Schwenningen. Die Gefahr von Bluthochdruck steigt mit dem Lebensalter an.

In der Altersgruppe der 60- bis 64-Jährigen beispielsweise leidet jeder Zweite an zu hohem Blutdruck. „Dagegen kann man vorbeugend etwas tun“, sagt Fries-Spöcker. Regelmäßige Bewegung sei sehr wichtig, aber auch die Ernährung spiele eine große Rolle. „Gerade ältere Menschen vergessen oft, genug zu trinken. Wenn das Blut nicht genug Flüssigkeit enthält, steigt der Druck im Kreislaufsystem.“

Was viele nicht wissen: Auch Salz spielt eine Rolle. „Wir nehmen in der Regel viel zu viel davon auf. Verstecktes Salz gibt es beispielsweise in Wurst, Käse oder Brot“, so die Diplom-Oecotrophologin. Auch dadurch sinke der Flüssigkeitsgehalt des Bluts. In der Regel solle man täglich nicht mehr als sechs Gramm Salz zusätzlich zu der normalen Nahrung aufnehmen. Dies entspricht einem halben Teelöffel.

Zu viele Pfunde auf der Waage können ebenfalls zu Bluthochdruck führen. „Im Alter nimmt die Muskelmasse ab und wird oft durch Fettgewebe ersetzt. Da das Gewicht dabei zunächst nicht ansteigt, bleibt die Zunahme des Fettanteils oft unbemerkt.“ Hinzu kommt, dass der Fettstoffwechsel im Alter oft gestört ist. „Das durch die Nahrung aufgenommene Fett kann schlechter verarbeitet werden und die Stoffwechselprodukte lagern sich in der Blutbahn ab. Dadurch verengen sich die Adern und der Blutdruck steigt.“

Von Störungen des Fettstoffwechsels sind bereits 18 Prozent der 50- bis 54-Jährigen betroffen. Der höchste Anteil wird mit 47 Prozent bei den 75- bis 79-Jährigen verzeichnet. „Eine fettarme, ausgewogene Ernährung ist ein probates Mittel, um Bluthochdruck und damit zusammenhängenden Stoffwechselstörungen vorzubeugen. Außerdem ist es sehr wichtig, sich ausreichend zu bewegen“, so Fries-Spöcker. 

Neuer Direktor für Neurochirurgie am Schwarzwald-Baar Klinikum

Schwarzwald-Baar-Klinikum, PD Dr. med. Rainer Ritz, Direktor
PD Dr. med. Rainer Ritz: Neuer Direktor der Klinik für Neurochirurgie am Schwarzwald-Baar Klinikum

Wechsel an der Spitze: Seit April 2015 wird die Klinik für Neurochirurgie am Schwarzwald-Baar Klinikum von Priv.-Doz. Dr. med. Rainer Ritz geleitet. Er folgte auf Prof. Dr. med. Reinhard Oeckler, der sich nach 18 Jahren Tätigkeit am Schwarzwald-Baar Klinikum Ende März in den Ruhestand verabschiedet hat.

Priv.-Doz. Dr. med. Rainer Ritz war während seiner beruflichen Laufbahn unter anderem als Leiter des Bereichs Neuroonkologie an der Eberhard-Karls Universität Tübingen tätig, zuletzt war er Leitender Oberarzt der Klinik für Neurochirurgie an der Universitätsklinik Marburg. Zu den Schwerpunkten seiner Arbeit gehören die Neuroonkologie, die vaskuläre Neurochirurgie und die Kinderneurochirurgie. Im Bereich der Neuroonkologie ist er besonders spezialisiert auf die Operation von Tumoren in funktionell bedeutsamen Gehirnarealen – zum Beispiel in der Zentralregion, der Sprachregion und in der Tiefe des Gehirns. Auf Forschungsebene beschäftigt sich der neue Direktor mit der optischen Darstellung von hirneigenen Tumoren mittels verschiedener auf Fluoreszenz basierender Verfahren und der Photodynamischen Therapie. Mit der Photodynamischen Therapie können am Ende der Tumoroperationen noch kleine Tumorreste, die zum Teil nicht sichtbar sind, zerstört werden.

AOK-Bezirksrat stimmt neuem Gesundheitszentrum zu

AOK Bezirksräte, Schwarzwald-Baar-Kreis
Uwe Schreiber, stellvertretender Geschäftsführer der AOK Schwarzwald-Baar-Heuberg; Oliver Böhme, alternierender Vorsitzender des Bezirksrats der AOK Schwarzwald-Baar-Heuberg; Monika Lersmacher, alternierende Vorsitzende des Verwaltungsrates der AOK Baden-Württemberg; Roland Eckhardt, alternierender Vorsitzender des Bezirksrats der AOK Schwarzwald-Baar-Heuberg; Klaus Herrmann, Geschäftsführer der AOK Schwarzwald-Baar-Heuberg

AOK wächst und erweitert: Im vergangenen Jahr ist die AOK Schwarzwald-Baar-Heuberg um über 5.000 Versicherte gewachsen. Damit sind derzeit mehr als 233.000 Menschen in der Region bei der AOK versichert, so viele wie noch nie seit Bestehen der AOK Schwarzwald-Baar-Heuberg. Diese erfolgreiche Entwicklung konnte Klaus Herrmann, Geschäftsführer der AOK Schwarzwald-Baar-Heuberg, dem Bezirksrat jetzt auf dessen erster Sitzung in diesem Jahr vorstellen. 

Neues Gesundheitszentrum geplant

Der Zuwachs bei der AOK schlägt sich auch im Platzbedarf nieder. Der AOK-Bezirksrat fasste den Beschluss, in der Nähe des Klinik-Standortes ein neues AOK-Gesundheitszentrum zu schaffen. „Damit entsteht bis Anfang des kommenden Jahres nach dem neusten Stand ausgestattete Räumlichkeiten für die Bereiche Bewegung und Ernährung“, sagte der alternierende Bezirksratsvorsitzende von der Arbeitgeberseite, Roland Eckhardt, der in diesem Jahr dem AOK-Selbstverwaltungsgremium vorsteht. Die bisherigen kleineren Gesundheitsräume im Villinger AOK-Gebäude werden in Arbeitsplätze für den steigenden Personalbedarf umgewandelt. 

Spezieller Anamnese-Bereich für Eingangstests

Das AOK-Gesundheitszentrum wird auf 980 Quadratmeter im Ärztehaus in unmittelbarer Nähe zum Schwarzwald-Baar-Klinikum eingerichtet. Als Zugewinn für die Doppelstadt wird auch ein AOK-Rückenkonzept hinzukommen. Dieses Modul mit Geräten für vorbeugendes Rückentraining bestand im Schwarzwald-Baar-Kreis bislang nur beim AOK-KundenCenter Donaueschingen. Daneben wird es eine Cardio-Zone für Herz-Kreislauf-Training und einen Bereich für Bewegungskurse, vor allem Functional Fitness geben. In einem speziellen Anamnese-Bereich werden dafür Eingangstests zu verschiedenen Körperfunktionen durchgeführt. In einer Lehrküche lernen die Teilnehmer der AOK-Kochwerkstatt-Seminare gesünder, ausgewogener und besser zu kochen. 

Erfolgreiche Präventionsangebote 

„Jährlich nehmen über 11.000 Menschen an unseren Präventionsangeboten teil“, erklärte Geschäftsführer Klaus Herrmann. „Dadurch lassen sich Erkrankungen verhindern. Eine aktuelle Studie zum AOK-Rückenkonzept hat nachgewiesen, dass Teilnehmer an unseren Präventionskursen sich seltener wegen Rückenleiden behandeln lassen müssen als Personen aus der Vergleichsgruppe.“

Präventionsarbeit im Lebensumfeld der Menschen 

Der Bezirksrat nahm zudem den Bericht von Monika Lersmacher aus dem Verwaltungsrat der AOK Baden-Württemberg entgegen. Die Verwaltungsratsvorsitzende von der Versichertenseite wies dabei auf den Entwurf des Präventionsgesetzes hin, der derzeit vom Bundestag beraten wird. Lersmacher befürwortet die im Gesetzesentwurf vorgesehene Ausweitung von Präventionsmaßnahmen. Man müsse aber darauf achten, dass die Versichertengelder auch den Versicherten vor Ort zugute kommen. Präventionsarbeit im Lebensumfeld der Menschen sei das Ziel der AOK Baden-Württemberg. 

Gedenken an Karl-Heinz Schaaf

In einer Schweigeminute gedachten die Anwesenden dem kürzlich verstorbenen Bezirksratsmitglied Karl-Heinz Schaaf aus Bräunlingen. Schaaf gehörte von 1993 bis zu seinem Tod als Versichertenvertreter dem AOK-Selbstverwaltungsgremium an. Er engagierte sich zudem von 1996 an im regionalen AOK-Widerspruchsausschuss. „In dieser Zeit lernten wir seine engagierte, lösungsorientierte Art und sein verbindendes und besonnenes Wesen sehr zu schätzen“, erklärte Oliver Böhme, alternierender Bezirksratsvorsitzender von der Versichertenseite. „Karl-Heinz Schaaf hat sich um die positive Entwicklung der AOK sehr verdient gemacht.“

Neuer Bezirksrat Ralph Wurster

Neu in den Bezirksrat aufgenommen wurde Ralph Wurster. Er ist Geschäftsführer der Südwestmetall-Bezirksgruppe Schwarzwald-Hegau und vertritt künftig die Arbeitgeberseite. Wurster folgt Rolf Böning nach, der im vergangenen Jahr aus Altersgründen ausschied. Für den verstorbenen Karl-Heinz Schaaf rückt Ralf Kleiser als Versichertenvertreter nach. Kleiser ist Betriebsrat bei Dold Kaltfließpressteile GmbH und war bisher stellvertretendes Bezirksratsmitglied. Neue stellvertretende Mitglieder auf der Arbeitgeberseite sind Tanja Dreher, Mitglied der Geschäftsleitung von BDT Media Automation, und Markus Fink, Referent bei der Südwestmetall-Bezirksgruppe. Der AOK-Bezirksrat besteht aus je 14 Vertretern von Versicherten und Arbeitgebern und bestimmt grundlegende geschäftspolitische Entscheidungen der AOK Schwarzwald-Baar-Heuberg mit.

Tag gegen den Schlaganfall

Villingen-Schwenningen, 7. Mai 2015 – Im vergangenen Jahr wurden in der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg 713 Schlaganfälle im Krankenhaus behandelt. Im Schwarzwald-Baar-Kreis erlitten 224 AOK-Versicherte einen Schlaganfall, davon waren 108 Personen Frauen. Darauf weist anlässlich des bundesweiten Tags gegen den Schlaganfall, 10.05.2015, die AOK Schwarzwald-Baar-Heuberg hin. Hierfür hat die Krankenkasse die Diagnosen ihrer Versicherten ausgewertet. In der Region ist jeder Zweite bei der AOK versichert.

AOK Schwarzwald-Baar-Heuberg: Symptome unbedingt beachten

„Es gibt Symptome, die schon Stunden bis Wochen vorher auftreten“, erklärt Dirk Scherer, Präventionsexperte bei der AOK Schwarzwald-Baar-Heuberg. Dazu können unter anderem Lähmungen, plötzliche Sprach- oder Sehstörungen gehören. Ein Schlaganfall wird durch eine plötzliche Durchblutungsstörung im Gehirn ausgelöst. Dadurch entsteht ein Sauerstoffmangel, in dessen Folge Nervenzellen absterben. Bei der Behandlung kommt es auf jede Minute an, damit schwere Folgeschäden ausbleiben. „Man hat es selbst in der Hand, sein Schlaganfall-Risiko zu senken“, so Scherer. „Sich regelmäßig zu bewegen, nicht zu rauchen und sich fett- und cholesterinarm, aber ballaststoffreich zu ernähren, beugt wirksam vor.“

Voraussichtlicher Anstieg von Schlaganfällen

Die Anzahl von Schlaganfällen wird in den nächsten Jahrzehnten voraussichtlich weiter ansteigen. Hintergrund ist die zunehmende Alterung der Bevölkerung. So waren bei der AOK Baden-Württemberg die betroffenen Frauen im Durchschnitt 78 und die Männer 71 Jahre alt (2014). Mit dem Facharztvertrag für Psychotherapie, Neurologie und Psychiatrie bietet die AOK eine bessere Versorgung für Schlaganfallpatienten. Neben umfassender medizinischer Betreuung erhalten die Betroffenen auch psychosoziale Unterstützung. Diese interdisziplinäre Versorgung ist besonders bei neurologischen Ausfällen wichtig. In der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg beteiligen sich bereits 24 Fachärzte an diesem Programm. Rund die Hälfte der Menschen in der Region ist AOK-versichert.

Traditioneller Wandertag am Pfingstmontag in Königsfeld

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Großer Wandertag am Deutschen Mühlentag in Königsfeld

Wer über die Pfingsttage etwas Besonderes machen möchte, sollte am Pfingstmontag, 25. Mai 2015 die Gelegenheit nutzen und einen schönen Tag in Königsfeld verbringen. An diesem Tag beteiligt sich Königsfeld mit einem großen Wandertag auf den Höfe- und Mühlenwanderwegen am Deutschen Mühlentag, der wie jedes Jahr am Pfingstmontag stattfindet.

Unterwegs ist für das leibliche Wohl bestens gesorgt. Eine Vielzahl von Einkehrmöglichkeiten erwartet die Besucher an den Wegen. Kulinarisch mit dabei: Buchenberg: Café Rapp, Gasthaus Krone, Gasthaus Schappelstube, Jungbauernhof, Gasthof Mönchhof, Waldau Schänke, Konradihof in Litzelbronn, Burgberg: Gasthof Kranz, Getreidemühle Götz, Untere Mühle, Rathaus Buchenberg.

Regionale Spezialitäten zum Stärken

Die Einkehrmöglichkeiten bieten zahlreiche Spezialitäten wie Produkte aus dem Mühlenladen, frisches Holzofenbrot, Schwarzwälder Vesper, Maultaschen, Backschinken, Rindfleischsalat, Nudelsuppe, Spanferkel, Wurstsalat, Kuchen und viele andere Köstlichkeiten an.

Besichtigungen und Sonderausstellungen

Auch zahlreiche Besichtigungen können genutzt werden. So bietet von 11.00 bis 16.00 Uhr der Kornspeicher Lauble die Möglichkeit zur Besichtigung und auch das Dorfmuseum Buchenberg hat von 13.00 bis 14.00 Uhr geöffnet. Hier locken vor allem zwei Sonderausstellungen. Auch der Konradihof hat viel Interessantes in seiner Museumsscheune und seinen Kornspeicher. Herzlichen laden die Mühlen zu einer Besichtigung ein, beim Jungbauernhof werden Fahrten mit dem Traktor angeboten und Ziegenlämmer warten darauf gestreichelt zu werden.

Angebote für Familien und Kinder

Musikalische Unterhaltung bietet die Untere Mühle, Waldau Schänke und der Konradihof. Aufgrund der vielseitigen und interessanten Besichtigungsmöglichkeiten ist dieses Angebot auch durchaus attraktiv für Familien mit Kindern. Nicht zuletzt, da alle Wege sehr gut mit dem Kinderwagen zu bewältigen sind. Eine Broschüre weist eigens an diesem Tag auf das vielfältige Angebot hin.

Schwarzwaldverein mit geführten Wanderungen

Weiterhin bereichern verschiedene geführte Wanderungen das Programm. Zwei geführte Wanderungen (Route Blau und Route Rot) in Kooperation mit dem Schwarzwaldverein Königsfeld starten um 11.00 Uhr am Eichhörnchenwegweiser am Rathaus, Rathausstr. 2, Königsfeld und eine geführte Wanderung auf dem Historischen Höfe- und Mühlenwanderweg (Route gelb) in Kooperation mit dem Geschichtsverein Buchenberg startet um 14.00 Uhr am Rathaus in Buchenberg. Parkmöglichkeit beim Haus der Bürger.

21. „Deutscher Mühlentag“ 

Die „Deutsche Gesellschaft für Mühlenkunde und Mühlenerhaltung (DMG) e.V. führt seit 1994 jeweils am Pfingstmontag einen bundesweiten „Deutschen Mühlentag“ durch. Die Zielsetzung ist, mit einem „Tag der offenen Tür“ in Deutschland noch vorhandene Mühlen den Gedanken der Mühlenerhaltung in die breite Öffentlichkeit zu tragen und am Einzelobjekt konkret und beispielhaft zu demonstrieren.

Höfe- und Mühlen-Wanderwege rund um Königsfeld

Königsfeld beteiligt sich seit dem Deutschen Mühlentag 2001. Der erste Teil der Höfe- und Mühlen-Wanderwege wurde an diesem Tag feierlich eröffnet. Er verbindet 13 Höfe und Mühlen und verläuft von Königsfeld über Bregnitz und Martinsweiler zum Mönchhof und über die Waldau zurück nach Königsfeld. Pünktlich zum deutschen Mühlentag im Jahre 2003 wurde der zweite Abschnitt der Höfe- und Mühlenwanderwege eröffnet. Er verbindet 12 Höfe und Mühlen und führt von Königsfeld über die Waldau auf den Nonnenberg und über Burgberg und Erdmannsweiler zurück nach Königsfeld. Im Jahr 2004 kam der Historische- Höfe- und Mühlenwanderweg Buchenberg hinzu. Er führt als Rundweg vom Dorf Buchenberg in das Landschaftsschutzgebiet Glasbachtal. Auf allen Strecken befinden sich an den jeweiligen Objekten Tafeln, auf denen Erläuterungen mit Beschreibungen und ausführlicher Geschichte aufgezeichnet sind.

Ein ausführlicher Flyer über die Höfe- und Mühlenwanderwege sowie den großen Wandertag mit seinen reichhaltigen Angeboten sind bei der Tourist-Info und unter www.koenigsfeld.de erhältlich!

 

Hoffnung für Krebspatienten

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Patienten werden vor der Bestrahlung auf der Liege positioniert, auf der sie während der Behandlung bequem liegen können

Villingen-Schwenningen. Meilenstein in punkto Krebsbehandlung am Schwarzwald-Baar Klinikum: Am 29. April 2015 hat das Schwarzwald- Baar Klinikum in Villingen-Schwenningen im feierlichen Rahmen offiziell das CyberKnife Centrum Süd eröffnet.

„Herzstück“ der neuen Einrichtung ist das „Cyberknife M6“ – das weltweit modernste robotergestützte Radiochirurgie-System zur Behandlung von Krebspatienten und das zweite dieser neuesten Generation bundesweit. Die Therapie bietet ganz neue Behandlungsmöglichkeiten, von denen Patienten erheblich profitieren können. Mit dieser Methode können Tumoren beispielsweise alternativ zur Operation präzise bestrahlt werden – gerade bei inoperablen Tumoren ein großer Vorteil. Im Vergleich zu einer Behandlung mit einem herkömmlichem Linearbeschleuniger oder einem operativen Eingriff ist die Therapie mit dem „CyberKnife M6“ für den Patienten außerdem weniger aufwändig und mit deutlich weniger Risiken und Nebenwirkungen verbunden. 

Ausbau des Leistungsspektrums

„Ein bedeutender Schwerpunkt im Leistungsangebot des Schwarzwald-Baar Klinikums ist die Behandlung von Patienten mit bösartigen Krebserkrankungen“, erklärt Dr. Matthias Geiser, Geschäftsführer des Schwarzwald-Baar Klinikums. „Mit dem CyberKnife Centrum Süd ist es uns gelungen, unser Leis- tungsspektrum noch einmal deutlich auszubauen und die Versorgungsqualität weiter zu optimieren – und zwar mit Hilfe der neuesten und zukunftsweisenden Technik!“ 

Das weltweit modernste System

Das CyberKnife M6 ist aktuell das weltweit modernste System für die stereotaktische Radiochirurgie. „Bei dieser Methode werden die Strahlen so präzise im Tumor konzentriert, dass umliegendes Gewebe nahezu vollständig geschont und die gesamte Strahlendosis in nur einer bis fünf Sitzungen verabreicht werden kann“, erklärt Prof. Dr. med. Stephan Mose, Direktor der Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie und Leiter des neuen CyberKnife Centrums Süd.

Behandlungserfolg durch Bewegungsmöglichkeiten

Im Gegensatz zu den herkömmlichen Linearbeschleunigern, die auf einer Bahn oder wie auf einer Scheibe um den Patienten kreisen, basiert der Erfolg des CyberKnife-Systems auf seinen ausgesprochenen Bewegungsmöglichkeiten: „Der Bestrahlungskopf des CyberKnife ist auf einem Roboterarm befestigt und damit maximal beweglich“, erzählt Manfred Alraun, Leitender Medizinphysiker in der Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie. So kann der Linearbeschleuniger den Tumor aus bis zu 3.000 verschiedenen Richtungen bestrahlen. Das CyberKnife M6 verfolgt während der Behandlung mit Hilfe modernster digitaler Bildführung jede Bewegung des Patienten und gleicht diese sofort aus. „Dieses so genannte ‚Trackingverfahren‘ geht sogar so weit, dass sich das CyberKnife mit den Atembewegungen des Patienten bewegt“, erklärt Alraun weiter. So können auch „atemverschiebliche“ Tumoren wie beispielsweise in der Lunge, in der Leber oder in der Niere therapiert werden.

Alternative zur operativen Therapie

„Das ist ein klarer klinischer Vorteil – denn durch die hohe Genauigkeit auch bei bewegten Organen können wir diese Behandlungsmethode auch solchen Patienten anbieten, für die es vorher keine akzeptable strahlentherapeutische Methode gab“, erklärt Prof. Mose. Und da dem CyberKnife M6 hinsichtlich der zu bestrahlenden Körperregionen keine Grenzen gesetzt sind, ist diese Behandlung häufig eine Alternative zur operativen Therapie und zur herkömmlichen Strahlentherapie von Tumoren im gesamten Körper. „Voraussetzung ist, dass es ein Tumor mit kleinem Umfang ist, dessen umliegendes Gewebe sich gut abgrenzen lässt“, so der Chefarzt. „Die Tumoren werden durch die Bestrahlung zum einen an der Zellteilung gehindert, zum anderen wird die Blutversorgung des Tumors unterbunden – deshalb stirbt der Tumor schließlich ab.“ 

Die Behandlung mit dem CyberKnife unterscheidet sich damit deutlich von der herkömmlichen Strahlentherapie, bei der häufig mehrere Wochen lang mehrmals wöchentlich bestrahlt werden muss.

Vorteile für die Patienten

Das System für die stereotaktische Radiochirurgie bietet Patienten eine Reihe von Vorzügen: Die Behandlung verläuft schmerzfrei und ohne chirurgischen Eingriff, und dank der hohen Präzision des Roboters wird die Strahlenbelastung für das umliegende Gewebe minimiert. „So halten sich Nebenwirkungen und Komplikationsrisiken bestmöglich in Grenzen – es gibt weder ein Narkose-, ein Blutungs- noch ein Infektionsrisiko“, meint Prof. Dr. med. Reinhard Oeckler, der gemeinsam mit Prof. Mose das CyberKnife Centrum Süd leitet. Die Behandlungsdauer ist kurz und kann ambulant vorgenommen werden. Danach können Patienten schnell wieder in ihren Alltag zurückkehren.

Fachübergreifendes Expertenteam

„Klar ist aber auch: Nicht jeder Tumor eignet sich für die Therapie mit dem CyberKnife“, weiß Prof. Oeckler. „Welche Behandlung für den jeweiligen Patienten die am besten geeignete ist, entscheidet auf Grundlage des Krankheitsverlaufes und des aktuellen Befunds unser Expertengremium aus onkologisch tätigen Ärzten.“ Dazu gehören Strahlentherapeuten, Neurochirurgen, Hämatoonkologen und Radiologen ebenso wie beispielsweise Hals-Nasen-Ohrenärzte oder Gynäkologen. Der eigentlichen Bestrahlung mit dem CyberKnife geht nach entsprechender Diagnostik ein umfassender Planungs- und Qualitätssicherungsprozess voraus. Der Bestrahlungsplan wird von unserem spezialisierten Team für jeden Patienten individuell am Computer berechnet.

Vorausschauend geplant: das CyberKnife Centrum Süd

Die Einrichtung des CyberKnife Centrums Süd wurde vom Schwarzwald-Baar Klinikum von langer Hand vorbereitet: Die Geschäftsführung und die Direktoren und Mitarbeiter der Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie sowie der Klinik für Neurochirurgie haben lange und intensive Gespräche geführt, bis es endlich soweit war: In der Aufsichtsratssitzung vom 22. Mai 2014 hat sich der Aufsichtsrat des Klinikums schließlich für die Etablierung des CyberKnife Centrums am Standort Villingen-Schwenningen entschieden.

„Dass dieser Tag kommt, darauf haben meine Mitarbeiter und ich mindestens acht Jahre hingearbeitet“, erklärt Prof. Mose. „Wir freuen uns sehr, dass wir das CyberKnife Centrum Süd nun offiziell eröffnen können. Bei den technischen Möglichkeiten in der Strahlentherapie haben wir in den vergangenen Jahren eine rasante Entwicklung erlebt. Gerade in der Radiochirurgie gibt es weltweit äußert beeindruckende Erfahrungsberichte. Es haben sich Behandlungsmöglichkeiten ergeben, die es früher nicht gab: Sie können den betroffenen Patienten neue Hoffnung auf Heilung und Linderung ihrer Beschwerden geben.“

Kosten der Therapie

Die Behandlung mit dem CyberKnife wird von den privaten Krankenversicherungen in der Regel getragen. Außerdem bestehen mit vielen gesetzlichen Krankenkassen Absprachen oder vertragliche Vereinbarungen. Wo dies nicht der Fall ist, kann die Kostenübernahme im Einzelfall beantragt werden.

Ausführliche Informationen zum CyberKnife Centrum Süd gibt es im Internet unter cyberknife.sbk-vs.de.

Das Schwarzwald-Baar Klinikum

Das Schwarzwald-Baar Klinikum Villingen-Schwenningen gehört zu den zwölf Onkologischen Schwerpunkten in Baden-Württemberg und den vier universitären Tumorzentren, die alle zusammen eine flächendeckende onkologische Versorgung ermöglichen. Das Klinikum ist Akademisches Lehrkrankenhaus der Universität Freiburg und ein zukunftsorientiertes Krankenhaus der Zentralversorgung. Es gehört zu den zehn größten nicht universitären Kliniken in Baden-Württemberg und zu den 80 größten Kliniken in Deutschland. Die Einrichtung mit insgesamt 2.900 Mitarbeitern und 1.000 Planbetten versorgt jährlich knapp 50.000 Patienten stationär und rund 140.000 Patienten ambulant. Das Krankenhaus hat sich – zwischen den beiden Universitätskliniken Tübingen (im Osten) und Freiburg (im Westen) – zum leistungsstärksten Klinikum der Region entwickelt: Mit 25 hoch spezialisierten Hauptabteilungen und zwei Belegabteilungen bietet die Einrichtung an den beiden Standorten Villingen- Schwenningen und Donaueschingen ein Leistungsspektrum vergleichbar der Maximalversorgung.

Neubau in Betrieb genommen

Im Juli 2013 hat das Schwarzwald-Baar Klinikum am Standort Villingen-Schwenningen seinen hochmodern eingerichteten Klinikneubau in Betrieb genommen. Der Neubau mit einem Kostenvolumen von 281 Millionen Euro bildete den Abschluss einer großen Strukturreform und ist die Basis für eine optimierte Krankenhausversorgung in den kommenden Jahren.

Drei spezialisierte Ausbildungseinrichtungen unter einem Dach

Unter dem Dach der Akademie für Gesundheits- und Sozialberufe sind drei spezialisierte Ausbildungseinrichtungen zusammengefasst: eine Hebammenschule, eine Krankenpflegeschule und die OTA-Schule Schwarzwald-Bodensee. Als staatlich anerkannte Weiterbildungsstätte bietet das Klinikum verschiedene Qualifizierungen. 

Frauentag in Königsfeld

Am Sonntag, den 3. Mai veranstaltet Anita Kaddik von Beaty & Fitness mit der Tourist-Info Königsfeld den ersten Frauentag. Von 10.00 Uhr bis 15.30 Uhr dreht sich alles um die Frau. 

Nach dem Motto "an mich denken – es soll mir gut gehen – ich bin mir wichtig – ich tue was für mich" findet am Sonntag, Königsfeld erstmals ein Frauentag statt.

Workshops für ein verbessertes Wohlbefinden

Die Veranstaltung, die im Kurpark im Haus des Gastes stattfindet, umfasst mehrere Workshops, die den Teilnehmerinnen, gemäß dem Veranstaltungsmotto, praktische Anleitung zu einem verbesserten Wohlbefinden und Selbstbewusstsein verhelfen möchte.

Tanz und Lach-Yoga für ein besseres Körpergefühl

Den Anfang macht die Tanzpädagogin Petra Müller, die "Frau" vermitteln möchte, wie über den Tanz der Kontakt zum eigenen Körper hergestellt bzw. verbessert werden kann. Darauf folgt der Programmpunkt der Heilpraktikerin Bianca Wiehl, die die Gesundheit in den Fokus ihres Workshops stellt und unter anderem über Lach-Yoga wie auch Ernährung referiert.

Körper und Geist auf Trab halten

Während beim Programmpunkt Bodybalance des Sport- und Gesundheitsstudios XL aktiv die Ausdauer und Koordination der Teilnehmerinnen gefordert ist, werden mit dem Workshop von Marianne Kranzer die grauen Zellen mit Spaß und Freude auf Trab gebracht.

Stil- und Modeberatung

Abgerundet wird die Veranstaltung durch den Vortrag von Stylistin und Visagistin Anita Kaddik, die mit Farb- und Stilberatung sowie Mode- und Schminktipps zu einem selbstbewussteren Auftreten der Teilnehmerinnen im Alltag beitragen möchte. Die Bewirtung mit einem vitalen Mittags-Snack und Getränken erfolgt durch das Park Café Stern.

Eine verbindlich Anmeldung sollte bis Donnerstag, den 30.04.2015 über die Tourist-Info Königsfeld, Rathausstr. 2, unter Telefon 07725/8009-45 oder über Frau Kaddik unter 07725/482515 erfolgen.

Allergikerfreundlicher Schwarzwald

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Lebenselexier Wasser: Ein Pärchen rastet an einem Bachlauf im Ferienland Schwarzwald. Foto: Ferienland im Schwarzwald GmbH

Gesunde Luft, intakte, unberührte Natur und ein riesiges Freizeitangebot machen einen Aufenthalt im „Ferienland Schwarzwald“ ganzjährig zum Hochgenuss.

Die Gemeinden Schonach, Schönwald, Furtwangen, St. Georgen und Unterkirnach haben sich dem im Herzen des Naturparks Südschwarzwald gelegenenTourismusverbund angeschlossen. Diese fünf Gemeinden sind ein Dorado für Radfahrer, Mountainbiker, Wanderer, Wintersportler, Uhrenliebhaber und natürlich Allergiker. Die Region verfügt über ein 300 Kilometer langes, bestens ausgebautes Loipennetz. Der Fernskiwanderweg Schonach-Belchen startet ebenfalls in die Saison. Mit seinen 100 Kilometern ist er eine ganz besondere Herausforderung sowohl für Profis als auch Amateure. Mit der „Ferienland-Gästekarte“ und dem Bonus „Konus PLUS“ erhalten Feriengäste weitere zahlreiche Urlaubs-Extras kostenlos. 

Zertifikat: allergikerfreundlich

Seit Dezember 2011 gehört das Ferienland Schwarzwald zum Kreis der „Allergikerfreundlichen Kommunen“, die seit 2014 vom Deutschen Heilbäderverband e.V. (DHV) betreut werden. Das Ferienland Schwarzwald war die erste komplette Urlaubsregion, die allergikerfreundlich zertifiziert wurde.

Ein Mekka für Wintersportler

Der seit 1972 staatlich anerkannte Luftkurort Schonach (4000 Einwohner) hat sich als Mekka für Wintersportler etabliert. Die weltbesten nordischen Ski-Sportler (Skisprung, Skilanglauf oder Kombination) kämpfen hier jedes Jahr um den "Schwarzwaldpokal". Wer einen Faible für Kuckucksuhren hat, kommt an Schonach ebenfalls nicht vorbei: Hier steht die weltgrößte originale Kuckucksuhr - der Vogel ist 4,60 lang und wiegt satte 150 Kilogramm.

„Heilklimatischer Kurort der PremiumClass“

Gebaut wurde die erste Kuckucksuhr vor 250 Jahren in Schönwald (2300 Einwohner), durch das die 300 Kilometer lange Deutsche Uhrenstraße führt. Das auf 1000 Höhenmeter gelegene Örtchen ist „Heilklimatischer Kurort der PremiumClass“, ein staatlich anerkanntes Gütesiegel für Kurorte, deren Klima nachweislich therapeutisch wirksam ist. In naher Umgebung liegen die Triberger Wasserfälle, die mit insgesamt 163 Metern Fallhöhe zu den höchsten Wasserfällen Deutschlands zählen. 

Symbiose aus Technik und Natur

Furtwangen trägt das Prädikat „Erholungsort“, der Stadtteil Neukirch ist „staatlich anerkannter Luftkurort“. Die 9200-Einwohner-Stadt ist eingebettet in den Naturpark Südschwarzwald und umgeben von atemberaubender Natur. Technik und Natur bilden hier einen attraktive Symbiose: Die erste deutsche Uhrmacherschule wurde hier gegründet, zudem hat das Deutsche Uhrenmuseum in Furtwangen seinen Sitz. Aus dieser Uhrmacherschule entwickelte sich später die Hochschule Furtwangen (HFU), eine heute international anerkannte und bekannte Universität. Als weiteres Highlight finden Sie hier auch den wahren Donauursprung. 

Kultur pur

St. Georgen (13.000 Einwohner) trägt den Beinamen „sonnige Bergstadt“ weil hier häufig die Sonne scheint, während über den Tälern der Region Nebel wabert. Die zwischen 800 und 1000 Meter hoch gelegene Stadt ist Teil der Europäischen Wasserscheide zwischen Nordsee und Schwarzem Meer. In St. Georgen ist das Deutsche Phonomuseum beheimatet. Der Kunstraum Grässlin bildet mit seinen Ausstellungen moderner Künstler einen spannenden Gegensatz zur Historie des Deutschen Uhrenmuseums in Furtwangen. 

Attraktiv für Familien

Das mehrfach als familienfreundlicher Ferienstandort ausgezeichnete Unterkirnach (3000 Einwohner) liegt zwischen Schönwald und der großen Kreisstadt Villingen-Schwenningen auf einer Höhe zwischen 800 und 1000 Höhenmetern. Mit seiner über 1000 Quadratmeter großen Spielscheune und dem Erlebnisschwimmbad Aqualino unterstreicht die Gemeinde ihren Anspruch, besonders für Familien attraktiv zu sein. Die 3000-Seelen-Gemeinde ist umrahmt vom Naturpark Südschwarzwald, dessen biologische Vielfalt einzigartig in Europa ist. Die malerischen Landschaften machen die Region zu einer der schönsten in Deutschland. Einzigartig in der Region ist der Wildpflanzenpark. Typische Landschaftselemente des Schwarzwaldes wurden auf dem Gelände modellhaft angelegt und zusammengefasst. Neben einem Kurpark für Erholungssuchende ist der Wildpflanzenpark gleichzeitig auch ein außergewöhnlicher Lehrpfad. 

AOK weist auf Alkoholmissbrauch hin – Präventionsmaßnahmen greifen

Rausch
„Im gesamten letzten Jahr wurden 100 männliche Personen aller Altersgruppen stationär wegen akuter Alkoholvergiftung in ein Krankenhaus aufgenommen“, erklärt Klaus Herrmann, Geschäftsführer der AOK Schwarzwald-Baar-Heuberg.

Langes Erster Mai-Wochenende, Vatertag und Maifeste in vielen Gemeinden – jetzt gibt es wieder viele Gelegenheiten für ein gemütliches Beisammensein in geselliger Runde.

Im Monat Mai kommt es landesweit zu einer Häufung von Alkoholvergiftungen, teilt die AOK Schwarzwald-Baar-Heuberg mit. Dass Feiern nicht im Vollrausch enden müssen, wurde den Menschen im Schwarzwald-Baar-Kreis in den letzten Jahren offenbar zunehmend bewusst. „Im gesamten letzten Jahr wurden 100 männliche Personen aller Altersgruppen stationär wegen akuter Alkoholvergiftung in ein Krankenhaus aufgenommen“, sagt Klaus Herrmann, Geschäftsführer der AOK Schwarzwald-Baar-Heuberg.

Rückgang der „Komatrinker“

Das sind fast gleich viele wie 2013 (101 männliche Personen), aber weiterhin weniger als in den Vorjahren. 2010 verzeichnete die AOK noch 131 stationäre Aufnahmen, 2012 insgesamt 128. „Das Phänomen ‚Komatrinken‘ hat wohl seinen Höchststand überschritten“, freut sich AOK-Chef Herrmann. „Offenbar greifen die Präventionsmaßnahmen von Krankenkassen, Kommunen, Polizei und privaten Einrichtungen. Ein bewusster und verantwortungsvoller Umgang mit Alkohol setzt sich zunehmend durch.“

Alkoholkonsum besonders in jungen Jahren gefährlich

Besonders erfreulich ist, dass laut AOK auch bei männlichen Jugendlichen weiterhin relativ wenige Alkoholvergiftungen auftreten. Lediglich 18 Buben und junge Männer im Alter von 15 bis 19 Jahren mussten 2014 stationär behandelt werden. Das ist eine Person weniger als 2013, und deutlich weniger als in den Jahren 2009 und 2010. Der Höchststand war 2009 mit 31 Personen zu verzeichnen. „In diesem Alter ist ein Alkoholrausch besonders schädlich“, erklärt Herrmann. „In jungen Jahren kann der Alkohol nur sehr langsam abgebaut werden, daher führen bereits geringe Mengen zu schweren Schädigungen und Vergiftungen.“

Weniger weibliche „Komatrinker“

Auch bei den Frauen gibt es derzeit eine Abnahme von Alkoholvergiftungen. Im vergangenen Jahr wurden 34 weibliche Personen aller Altersgruppen aus dem Landkreis stationär behandelt. Zum Vergleich: 2013 und 2012 waren es 45 beziehungsweise 56 Personen. Insgesamt müssen Frauen deutlich seltener wegen Vollrausch in ein Krankenhaus als Männer. Im Alter von 15 bis 19 Jahren gab es 2014 dagegen einen Anstieg gegenüber dem Vorjahr. Zwölf Mädchen und junge Frauen wurden stationär behandelt (2013: acht Personen). Gegenüber den Jahren 2011 und 2012 ist das Niveau aber immer noch niedriger.

„Cool ist, wer einen kühlen Kopf behält.“

Für Herrmann ist jeder Fall einer zu viel: „Daher sollten wir weiterhin in unseren Präventionsmaßnahmen nicht nachlassen. Gerade junge Leute dürfen sich nicht durch falsche Rollenvorbilder beirren lassen. Cool ist, wer einen kühlen Kopf behält.“

Die AOK Schwarzwald-Baar-Heuberg unterstützt die Arbeit der kommunalen Suchtberatung im Landkreis. Zusätzlich berät der Soziale Dienst der AOK präventiv bei Gefahr von Alkoholmissbrauch. Bei der AOK sind rund die Hälfte der Menschen in der Region versichert.

Elf „frisch gebackene“ Hebammen

SBK Hebammen
„Frisch gebackene“ Hebammen (von links nach rechts): Maike Illg, Julia Schmitt, Wanda Wandrey, Chiara Handlos, Verena Bittner, Bianca Rechthaler, Dijana Hergeth, Anna Ober, Anna Krüger (vorne links) und Manuela Tyrasa (vorne rechts), nicht auf dem Bild: Jessica Guist

Am 20. März 2015 haben elf junge Frauen ihre Ausbildung zur Hebamme am Schwarzwald-Baar Klinikum mit dem Bestehen der mündlichen Prüfung erfolgreich abgeschlossen. 

Zwei der Absolventinnen sind am Schwarzwald-Baar Klinikum geblieben und unterstützen seit April tatkräftig das Kreißsaalteam. „Die anderen Hebammen gehen teilweise zurück in ihre Heimat wie beispielsweise Niedersachsen“, erzählt Susanne Brucker, Leiterin der Hebammenschule am Schwarzwald-Baar Klinikum. „Es gibt aber auch Absolventinnen, die es jetzt hinaus in die ‚weite Welt‘ zieht – zum Beispiel nach Neuseeland. Ich wünsche den Hebammen alles Gute und viel Erfolg für die Zukunft!“

Die Ausbildung zur Hebamme beziehungsweise zum Entbindungspfleger dauert in der Regel drei Jahre. Die Lehrzeit umfasst mindestens 1.600 theoretische und 3.000 praktische Stunden auf verschiedenen Stationen. Dabei liegt der Schwerpunkt auf Einsätzen im Kreißsaal und auf der Wochenbettstation. 

Examen zum Gesundheits– und Krankenpfleger erfolgreich bestanden

Am 18. März 2015 haben 18 junge Menschen ihre Ausbildung zur Gesundheits– und Krankenpflegerin beziehungsweise zum Gesundheits- und Krankenpfleger am Schwarzwald-Baar Klinikum mit dem Bestehen der mündlichen Prüfung erfolgreich abgeschlossen. 

Die 14 Absolventinnen und die vier Absolventen hatten für ihr Examen bereits im Juli vergangenen Jahres die schriftlichen und im Herbst die praktischen Prüfungen bestanden. „Ein Viertel der frisch gebackenen Fachkräfte bleibt im Schwarzwald-Baar Klinikum“, erklärt Jochen Behret, Leiter der Pflegeschule der Akademie für Gesundheits- und Sozialberufe am Schwarzwald-Baar Klinikum. „Aber für alle gilt: Nun ist der Weg frei in unterschiedlichste Berufskarrieren mit vielfältigen beruflichen Erfahrungen.“

Vielschichtiger und verantwortungsvoller Beruf

Die Arbeitsgebiete des Gesundheits- und Krankenpflegers beziehungsweise Gesundheits– und Kinderkrankenpflegers sind sowohl auf einer Station einer Klinik, in einer Ambulanz, im Operationssaal oder einer Intensivstation als auch in ambulanten Einrichtungen zu finden. Behret: „Der Tätigkeitsbereich ist sehr umfassend, vielschichtig und verantwortungsvoll. Es werden Menschen in unterschiedlichen, meist schwierigen Lebensphasen und Situationen begleitet, unterstützt und versorgt.“ 

Zeitumstellung bringt Biorhythmus durcheinander

Schlafdauer variiert von Mensch zu Mensch

Jeder Dritte in Baden-Württemberg hat Probleme mit der Zeitumstellung und braucht ein paar Tage um wieder in seinen normalen Rhythmus zu kommen. Das ergab eine Forsa-Umfrage im Auftrag der AOK Baden-Württemberg. 38 Prozent gaben an, dass sie durchschnittlich weniger als sieben Stunden pro Nacht schlafen.

„Die richtige Schlafdauer kann von Mensch zu Mensch unterschiedlich sein“, sagt Klaus Herrmann, Geschäftsführer der AOK Schwarzwald-Baar-Heuberg. „Wenn man aber seit über einem Monat drei Nächte oder mehr in der Woche keinen durchgehenden, erholsamen Schlaf finden kann und man sich am Tag müde und kraftlos fühlt, kann dies auf eine chronische Schlafstörung hinweisen.“ Im Schwarzwald-Baar-Kreis waren nach den aktuellsten auswertbaren Zahlen der AOK Schwarzwald-Baar-Heuberg im Jahr 2013 über 3.800 Menschen wegen Schlafstörungen in Behandlung. Das entspricht 4,6 Prozent der Versicherten und liegt über dem Durchschnitt Baden-Württembergs (4,0 Prozent). Die Zahlen steigen seit Jahren an, nämlich seit 2007 um durchschnittlich 2,8 Prozent jährlich.

Behandlungen wegen Schlafstörungen nehmen mit dem Lebensalter zu. Es gibt einen fast stetigen Anstieg bis zur Altersgruppe der 75- bis 79-Jährigen. Bis 70 sind Männer leicht mehr betroffen, danach kehrt sich das Verhältnis um und Frauen sind deutlich mehr betroffen.

Bewegung und Ernährung sind wichtig für erholsamen Schlaf

„Die beste Basis für einen erholsamen Schlaf ist ausreichend körperliche Bewegung und eine ausgewogenen Ernährung, wenig Alkohol und Nikotinverzicht“, empfiehlt Herrmann. Wer bereits unter Schlafstörungen leide, solle seinen Hausarzt aufsuchen. Ist die Ursache für die Schlafstörungen gefunden, könne der Arzt weitere therapeutische Schritte einleiten. „Bei hartnäckigen Schlafstörungen kann mit Programmen aus der kognitiven Verhaltenstherapie weitergeholfen werden“, so der AOK-Chef. „Diese Programme können den Betroffenen helfen, langfristig Gewohnheiten und Schlafmuster zu verändern, um so wieder zu einem erholsamen Schlaf zu finden.“

Allergiesaison kommt – im Schwarzwald-Baar-Kreis Anstieg

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Typische Anzeichen für Heuschnupfen sind gereizte Augen und eine laufende Nase.

Zahl der Betroffenen von Heuschnupfen wächst jährlich

Gereizte Augen, eine laufende Nase, das können Anzeichen für eine Allergie sein. Schon jetzt beginnen wieder die ersten Pollen zu fliegen und lösen bei vielen Menschen Heuschnupfen aus. Die AOK Schwarzwald-Baar-Heuberg hat nun die aktuellsten verfügbaren Daten ausgewertet. Datengrundlage sind über 232.000 Versicherte, was rund der Hälfte der Bevölkerung in der Region entspricht. „Im Schwarzwald-Baar-Kreis wurden 2013 rund 3.900 Versicherte wegen Heuschnupfen ärztlich behandelt“, sagt Klaus Herrmann, Geschäftsführer der AOK Schwarzwald-Baar-Heuberg. „Dies entspricht 4,7 Prozent aller Versicherten.“ Die Anzahl der Menschen mit der Diagnose Heuschnupfen steigt im Schwarzwald-Baar-Kreis seit 2007 durchschnittlich um 1,7 Prozent jährlich.

„Noch stärker als Heuschnupfen nimmt allergisches Asthma zu“, sagt AOK-Geschäftsführer Herrmann. 1.573 AOK-Versicherte waren im Jahr 2013 deswegen in ärztlicher Behandlung. Seit 2007 hat die Zahl der Betroffenen im Durchschnitt um 4,4 Prozent jährlich zugenommen. Trotz dieses Anstiegs ist die Erkrankungsrate von 1,9 Prozent aller Versicherten im Landkreis unter dem Landesdurchschnitt (2,1 Prozent).

Sprunghafter Anstieg von allergischen Krankheiten im Jugendalter

„Eine Allergie ist eine Überempfindlichkeitsreaktion des Immunsystems“, erklärt die AOK-Ärztin Dr. Sabine Knapstein. „Typische Anzeichen für Heuschnupfen sind gereizte Augen und eine laufende Nase. Am besten ist es die Auslöser, sofern diese bekannt sind, zu vermeiden.“ Dabei helfe oft ein Blick in den Pollenflugkalender.

Auffällig bei allen allergischen Krankheiten ist laut AOK, dass im Jugendalter ein sprunghafter Anstieg zu verzeichnen ist. Während von den Fünf- bis Neunjährigen im Jahr 2013 4,4 Prozent wegen Heuschnupfen in Behandlung waren, sind es bei den Zehn- bis 14-Jährigen bereits 7,6 Prozent. Die Erkrankungsrate bleibt dann auf diesem Niveau und sinkt erst wieder beginnend mit der Altersgruppe der 20- bis 24-Jährigen.

„Bei Kindern bleiben Allergien oft zu lange unerkannt. Je früher man aber die richtige Diagnose stellt und eine Behandlung einleitet, desto besser lassen sich viele Allergien beeinflussen“, sagt Medizinerin Knapstein. „Bei kleinen Kindern sollte man daher bei entsprechenden Symptomen frühzeitig den Haus- oder Kinderarzt aufsuchen.“

Einen Allergierisiko-Test finden Sie unter http://www.aok.de/baden-wuerttemberg/gesundheit/allergierisiko-test-152722.php .

Ehrenamtliches Engagement für Patienten

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Die vier ehrenamtlichen Patientenfürsprecher am Schwarzwald-Baar Kli- nikum (von links nach rechts): Bernd Bierer, Gisela Daiß, Renate Bohrer und Karl-Heinz Hahn

Engagement für das Wohl anderer

Bernd Bierer, Renate Bohrer, Gisela Daiß und – am Standort Donaueschingen – Karl-Heinz Hahn haben ein offenes Ohr für alle Anliegen, Fragen oder Probleme, die während eines Krankenhausaufenthaltes entstehen können. „Wir nehmen Lob und Äußerungen der Zufriedenheit genauso entgegen wie Verbes- serungsvorschläge“, erklärt Daiß. „Außerdem kümmern wir uns beispielsweise im Auftrag der Patienten um Rückfragen bei Ärzten, Pflegepersonal sowie in der Verwaltung.“

Mit Herzblut dabei

Die Patientenfürsprecher engagieren sich rein ehrenamtlich, sie sind unabhängig und unterstehen nicht der Führung des Klinikums. Bohrer ergänzt: „Werden wir kontaktiert, suchen wir direkt und unbürokratisch nach einer raschen Lösung. Wichtig ist natürlich: Informationen, die uns anvertraut werden, unterliegen selbstverständlich der Schweigepflicht.“ Erreichbar sind die Patientenfürsprecher über eine Mitteilung in den Briefkästen im Eingangsbereich der Kliniken.


Mit freundlicher Unterstützung des Schwarzwald-Baar Klinikums Villingen-Schwenningen GmbH

Spende für humanitäre Hilfsorganisation

Das Schwarzwald-Baar Klinikum hat kostenlos 25 Betten an die Hilfsorganisation German Rotary Volunteer Doctors e.V. (GRVD e.V.) abgegeben.
25 mechanisch verstellbare Betten, die im Schwarzwald-Baar Klinikum nicht mehr gebraucht werden, gehen an das Holy Family Hospital in Techiman, Ghana, Westafrika.

Ein wohltätiges Projekt

Am 13. Dezember 2013 hat Dr. med. Peter Sprunk, selbst Mitglied beim GRVD e.V: und Ärztlicher Leiter der Fachkliniken Sonnenhof in Höchenschwand, die Betten in Donaueschingen in Empfang genommen.
"Wir freuen uns sehr darüber, dass das Schwarzwald-Baar Klinikum uns die Betten für unser Projekt in Westafrika überlässt", erklärt Dr. med. Peter Sprunk, der im November drei Wochen lang in Techiman im Einsatz war. "Die Verhältnisse dort sind nicht mit denen in Deutschland vergleichbar, es fehlt am Nötigsten. Deshalb ist solch eine Unterstützung eine tolle Sache und mehr als willkommen!" Das Holy Family Hospital in Techiman versorgt täglich 200 bis 300 Patienten und soll durch eine Frauenklinik erweitert werden.

Altem Inventar neuen Nutzen geben

"Seit unserem Umzug in das neue Zentralklinikum nutzen wir nur noch elektrisch verstellbare Betten", erklärt Dr. Matthias Geiser, Kaufmännischer Leiter am Schwarzwald-Baar Klinikum. " Wir haben das nicht mehr benötigte Inventar der Altstandorte in Villingen und Schwenningen inzwischen veräußert, aber die 25 Betten wollten wir gerne für einen guten Zweck spenden: Das Projekt in Westafrika hat uns überzeugt. Die Frauenklinik des Holy Family Hospitals verfügt bisher nur über 24 Betten - viel zu wenig bei 6.000 Geburten jährlich. Deshalb sind wir sicher, damit einen sinnvollen Beitrag für die medizinische Ausstattung des Krankenhauses in Techiman leisten zu können."

Der Verein GRVD e.V.

Der GRVD e.V. ist ein gemeinnütziger Verein, der 1998 von Mitgliedern deutscher Rotary Clubs gegründet wurde, um ärztliche Hilfe in medizinisch unterversorgten Regionen zu leisten. Die Hilfsorganisation arbeitet in verschiedenen Ländern Afrikas und Asiens mit Schwerpunkten in Ghana und Nepal. Für Ärzte aller Fachrichtungen und medizinisches Hilfspersonal organisiert GRVD ehrenamtliche Arbeitseinsätze mit einer Dauer von mindestens drei Wochen bis zu mehreren Monaten.

Krebsstatistik für den Schwarzwald-Baar-Kreis

Die Zahl der Menschen im Schwarzwald-Baar-Kreis, die wegen einer Krebserkrankung behandelt werden, nimmt zu – das geht aus der Statistik der AOK Schwarzwald-Baar-Heuberg hervor.

3.847 Versicherte wegen Krebserkrankung in Behandlung

Die Zahl der im vergangenen Jahr an Krebs erkrankten Patienten entspricht 4,7 Prozent aller AOK-Versicherten im Landkreis. Das sind 67 Personen mehr als im Vorjahr und 712 Personen mehr als vor fünf Jahren. Da AOK-Versicherte knapp die Hälfte der Bevölkerung im Landkreis ausmachen, dürften die Gesamtzahlen etwa doppelt so hoch sein.

Neuerkrankungsrate relativ gering

Die Neuerkrankungsrate, bei der die unterschiedliche Altersstruktur der jeweiligen Bevölkerung herausgerechnet wurde, lag im Landkreis bei 522 Neuerkrankungen auf 100.000 Versicherte, im gesamten Land aber bei 562 Fällen auf 100.000 Versicherte.
Damit liegt der Schwarzwald-Baar-Kreis auf dem vierten Platz unter allen 44 Stadt- und Landkreisen in Baden-Württemberg.

Häufigste Erkrankungsarten

Die meisten Behandlungen bei AOK-Versicherten im Schwarzwald-Baar-Kreis erfolgten wegen Hautkrebs (796 Fälle), gefolgt von Brustkrebs (735 Fälle), Prostata-Krebs (687 Fälle) und Darmkrebs (542 Fälle). Die restlichen Fälle verteilen sich auf weniger häufig auftretende Krebsarten. Allein an Brustkrebs waren 2012 1,6 Prozent aller weiblichen Versicherten im Landkreis Rottweil erkrankt, bei Prostatakrebs waren es 1,8 Prozent der männlichen Versicherten.

Krebserkrankungen sind nach wie vor Todesursache

Laut AOK ist Krebs trotz verbesserter Behandlungsmethoden und Fortschritten in der Wissenschaft nach wie vor die zweithäufigste Todesursache in Deutschland. "Wenn ein Tumor früh erkannt wird, bestehen mehr Behandlungsmöglichkeiten und es steigen die Heilungschancen", sagt Klaus Herrmann, Geschäftsführer der AOK Schwarzwald-Baar-Heuberg. "Ich lege es daher jedem ans Herz, die kostenlosen Krebsfrüherkennungsuntersuchungen der Krankenkasse auch tatsächlich in Anspruch zu nehmen."

Mit freundlicher Unterstützung der AOK Baden-Württemberg

Eine Messe, die richtig gut tut

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Die vielen Mitmach-Angebote auf der Gesundheits- und Vital-Messe 2013 wurden von den Besuchern gut angenommen.

Gesundheits- und Vital-Messe 2013: Aussteller und Veranstalter ziehen positive Bilanz

Wie vielschichtig die Themen Gesundheit und Wohlbefinden sind, zeigte sich am vergangenen Wochenende auf der Gesundheits- und Vital-Messe. 2 964 Besucher (2012: 2 840) informierten sich, checkten ihren Gesundheitszustand, besuchten die Fachvorträge und testeten die Angebote der 99 Aussteller aus dem Gesundheitswesen.

Villingen-Schwenningen – Es waren die vielen Mitmach-Angebote und die Möglichkeit, einfach alles unverbindlich auszuprobieren, die bei den Besuchern für Begeisterung sorgten. „Das hat jetzt richtig gut getan“, zeigte sich ein junger Mann beeindruckt von der Entlastung seiner Wirbelsäule durch einen Extender zur Rückenentspannung. Nur wenige Stände weiter wurde auf einem Fahrrad-Ergometer geradelt – für die Kondition und den guten Zweck gleichermaßen. Die Kur- und Bäder GmbH Bad Dürrheim veranstaltete gemeinsam mit dem Mineralbrunnen ein Spenden-Radeln: Pro gefahrenem Kilometer bekommt die Deutsche Parkinson Vereinigung 50 Cent in die Vereinskasse. Und dafür trat so mancher gerne bis zur Erschöpfung in die Pedale. Im Wortsinne alle Hände voll zu tun hatten die Masseure, bei denen sich Besucher die Muskulatur lockern lassen konnten. „Mein Blutdruck ist total in Ordnung, der Gleichgewichtssinn könnte allerdings besser sein“, resümierte ein Besucher nach den ersten absolvierten Stationen des Gesundheits-Checks. Sämtliche Anbieter der unterschiedlichen Tests und Messungen bestätigten am Wochenende einen enormen Zulauf. Zahlreiche Messebesucher zeigten sich auf ihrem Rundgang durch die Messehallen aufgeschlossen für Neues, nippten an gesunden Getränken aus ungewohnten Mischungen wie Kopfsalat mit Mango, Apfel, Dattel und Cashewkern, ließen sich mit reiner Naturkosmetik schminken und bestaunten als Zuschauer die Akteure eines Zumba-Events. Ganz oben auf der Beliebtheitsskala standen auch in diesem Jahr wieder die Fachvorträge der Mediziner. Im Anschluss an jede Präsentation konnten Fragen gestellt werden. Und von dieser besonderen Art der öffentlichen Sprechstunde profitierten Messebesucher aller Generationen. Auf den Vital-Bühnen wurden Schwunghanteln zu lateinamerikanischen Rhythmen getestet, gelernt, was die Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten von Schnarchen und Schlafapnoe sind oder auch geschaut, wie eine elektrische Fußmessung zur Erkennung von Druckspitzen bei diabetischem Fuß funktioniert. „Die Aussteller sind sehr zufrieden mit der Resonanz und haben uns bereits zugesichert, im kommenden Jahr wieder dabei zu sein“, freute sich Messe-Betriebsleiterin Patricia Leppert gestern Abend. In den vielen persönlichen Gesprächen erfuhren Aussteller und Veranstalter auch, dass viele Besucher beispielsweise aus Tübingen, Stuttgart, dem Bodensee und sogar aus der Schweiz angereist waren.

Die nächste Gelegenheit, die Gesundheits- und Vital-Messe zu besuchen, gibt es am 18. und 19. Oktober 2014.

Gesundheit und Fitness in allen Facetten

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Es wird wieder aktiv und sehr gesund werden auf der am 5. und 6. Oktober stattfindenden Gesundheits- und Vital-Messe auf dem Messegelände in Villingen-Schwenningen
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Zumba Sentao™ mit Ai Lee Syarief auf der Gesundheits- und Vital-Messe

Die Gesundheits- und Vital-Messe lädt – bereits zum dritten Mal auf dem Messegelände in Villingen-Schwenningen – ein, die Geheimnisse des menschlichen Körpers zu entdecken und das spannende Abenteuer Medizin und Gesundheit in vielen Facetten zu erleben. Vorsorge, Heilen, medizinische Versorgung und jede Menge Wissenswertes aus der Gesundheitswirtschaft vernetzen sich zwei Tage lang zu einer großen, offenen Sprechstunde für alle Generationen. Und sowohl die Vielfalt als auch der Spaß am sportlichen oder wohltuenden Angebot werden erneut aufgezeigt.

In zwei Hallen und im Freigelände dreht sich alles um die Themen Gesundheitsförderung, Prävention, Fitness und Wellness. Privat oder geschäftlich, ob Jung oder Alt, für alle gesundheitsorientierten Besucher bietet die Gesundheits- und Vital-Messe ein Angebot zu diesen spannenden Themen.

Seit einigen Wochen sind die Vorbereitungen im Büro der Messegesellschaft in Villingen-Schwenningen in Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsnetzwerk Schwarzwald-Baar in vollem Gange. „Hochkarätige Fachvorträge der Experten aus dem Gesundheitswesen finden beim Publikum immer große Beachtung“, bestätigt Herr Markus Piro vom gleichnamigen Orthopädiezentrum als Zuständiger für die Planung des Fachprogramms.

Der „Vitalpass“ wird wieder im Angebot sein, um Gesundheitschecks durchführen zu können. Drei Krankenkassen unterstützen die Vital-Pass-Nutzer in einer ganz besonderen Form: Die AOK Gesundheitskasse Schwarzwald-Baar-Heuberg, die Techniker und die Schwenninger Krankenkasse belohnen Teilnehmer bei mindestens 50% der durchgeführten Checks mit Präsenten.

Der Fitnesstrend Zumba® Fitness entpuppte sich bei der letztjährigen Veranstaltung als eines der Highlights der Mitmach-Angebote. „Die Gesundheits- und Vital-Messe wird in diesem Jahr mit einem großen Zumba® Fitness Event aufwarten“, freut sich Betriebsleiterin Patricia Leppert ganz besonders auf die Veröffentlichung dieses Programmpunktes. Zumba Sentao™ wird zwei Tage lang die Sportbegeisterten auf Trab halten. Das Besondere an diesem neuen Zumba® Fitness Training ist, dass der Großteil der Übungen auf einem Stuhl sitzend durchgeführt wird, beziehungsweise der Stuhl als Hilfsmittel und Stütze dient. Gleichgewicht, Ausdauer, Herz-Kreislauf werden durch diese besondere Fitness-Variante trainiert. In Zumba® Fitness Kreisen ist sie über die europäischen Grenzen bekannt: Ai Lee Syarief wird die Herzen der Zumba® Fitness Fans höher schlagen lassen. Tanzen ist ihre Leidenschaft und dies wird sie als ausgebildete sogenannte „ZES™ Zumba Education Specialist“ in der eigens dafür reservierten dritten Messehalle präsentieren. Begleitet wird sie von Lisa Schilling und Efthalia Pariano, die als „ZIN™ Instruktorinnen“ mitwirken. Mehrere Hundert Teilnehmer werden an beiden Tagen die Zumba® Fitness Party für sich entdecken können, neue Choreografien kennenlernen und den Hipp mit dem Stuhl als Trainings- und Tanzbegleiter üben. Vorverkaufskarten für diesen Event erhalten Sie über die SMA Südwest Messe- und Ausstellungs-GmbH.

INFO:

Die Gesundheits- und Vital-Messe ist am 05. und 06. Oktober 2013 täglich von 10.00 bis 18.00 Uhr geöffnet. Weitere Infos www.gesundheitsundvitalmesse.de