Ein Fest für die Verdauung

Weihnachtsessen 03

Die Weihnachts-Feiertage stehen vor der Tür. Und für viele von uns werden sie zu einem mehrtägigen Ess-Marathon. Sodbrennen, Blähungen und Unwohlsein sind die logische Folge. Denn dies sind die üblichen Anzeichen, dass es der Verdauung zu viel wird – auch wenn das Auge sagt, ‚das Sorbet muss ich noch probieren’.

Wie kommen wir also möglichst ohne Bauchweh und Völlegefühl durch die Zeit der vielen Kalorien? Dafür müssen wir zunächst verstehen, wie unsere Verdauung funktioniert:

Verdauen beginnt im Mund

Schon im Mund fängt der Verdauungsprozess an, wenn die Nahrung während des Kauens mit Speichelenzymen angereichert wird. Über die Speiseröhre erreicht die Nahrung den Magen, wo sie zur weiteren Verarbeitung mit Salzsäure und Pepsin versetzt wird. Nachdem die Leber Galle zur Fettverdauung des Nahrungsbreis ausgeschüttet hat, geht es in den Darm. Dort werden über die Darmschleimhaut lebenswichtige Stoffe aufgenommen, die über den Blutkreislauf in Organe, Gehirn und Muskeln gelangen.

Fett stellt die größte Herausforderung dar

Eine besondere Herausforderung für die Verdauung sind die Fette, die wir beispielsweise über die traditionelle Weihnachtsgans zu uns nehmen. So enthalten 100 Gramm Gänsebraten ohne Haut rund 150 Kalorien. Wer auf die knusprige Haut nicht verzichten möchte, nimmt gleich mal das doppelte an Kalorien auf.

Der fette Weihnachtsbraten ist das eine, aber was ist mit den unzähligen Weihnachtsplätzchen, die zwischendurch genascht werden. 100 Gramm Spritzgebäck sind mit 515 Kalorien und einem Fettgehalt von rund 30 Gramm eine echte Herausforderung für die Verdauung.

Was also tun, um die Festtage genussvoll und unbeschwert zu genießen?

Eine einfache Regel lautet: langsam essen. Erst nach 15 bis 20 Minuten meldet unser Magen das Signal, dass er voll ist. Wer also das Essen schnell in sich reinstopft, empfängt das Sättigungsgefühl vom Magen erst, wenn es zu spät ist und wir zu viel gegessen haben.

Bitterstoffe aktivieren Galle und Bauchspeicheldrüse. Dadurch wird die Produktion von Sekreten sowie die Darmbewegung aktiviert und die Verdauungsarbeit verstärkt. Bitterstoffe sind unter anderem in Löwenzahn, Brokkoli, Hopfen, Salbei und Rosmarin oder Radicchio-Salat enthalten. Die Artischocke liefert besonders wirksame und natürliche Inhaltsstoffe, um Übelkeit, Völlegefühl und Blähungen vorzubeugen. Hier helfen auch frei erhältliche Artischockenpräparate.

Magenbitter oder Schnaps als Ersatz für Bitterstoffe? Nein, im Gegenteil. Alkohol belastet den Magen zusätzlich und dient nicht der besseren Verdauung. Schwarzer Tee und etwas Bewegung in Form eines erholsamen Winter-Spaziergangs sind hier förderlicher. Und wenn Familie, Freunde und der Hund sich gemeinsam auf den Weg machen, bringt es auch noch richtig Spaß.

 

Quellen und Links:
- http://www.gesundheit.de/ernaehrung/gesund-durchs-jahr/gesunde-weihnachten/gans-gut-verdaut
- http://www.rp-online.de/leben/gesundheit/ernaehrung/das-hilft-gegen-verdauungsprobleme-zu-weihnachten-aid-1.5615160
- http://www.heilpraxisnet.de/naturheilpraxis/so-gesund-zu-weihnachten-essen-901853447041.php