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Gesundheitsblog: Zecken – Blutsauger mit Gefahren-Potenzial - Freitag, den 05. August 16

Zecken sind mittlerweile von Februar bis Dezember in Wiesen und Wäldern unterwegs. Die kleinen schwarzen Parasiten treten vor allem im Süden der Bundesrepublik auf und gerne dort, wo es schattig und feucht ist. Wie man sich gegen die Spinnentiere schützen kann und was sie so gefährlich macht, haben wir hier zusammengefasst.

Zunächst einmal wollen wir mit einem weitverbreiteten Gerücht aufräumen: Zecken lassen sich nicht von Bäumen oder Büschen fallen. Sie sitzen meist im Gras oder an Sträuchern in Waden- und Kniehöhe. Wenn ein Tier oder Mensch durch das Gras geht, wartet die Zecke darauf, dass sie beim vorbeigehen abgestreift wird. Sobald sie am Wirt haftet, sucht sie nach einer geeigneten Stelle, wo sie zustechen kann.

Abb. 1: FSME-Risikogebiete in Deutschland (Quelle: Robert Koch-Institut)

Schutz gegen Zecken

Um sich vor dem Spinnentier zu schützen, sollte man auf Insektenschutzmittel zurückgreifen, die auch gegen Zecken helfen. Bei Wanderungen durch Wiesen und Wälder empfiehlt sich zudem das Tragen einer langen Hose und das Überstülpen von Socken. Zecken mögen es feucht und schattig und kommen daher besonders häufig am Waldrand vor. Aber Vorsicht: Auch auf schattigen Wiesen in der Stadt oder in Hinterhöfen kann man auf die Tierchen treffen.

Zeckenstich – was nun?

Baden-Württemberg, weite Teile Bayerns und Hessens sowie bestimmte Regionen in Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen und Thüringen zählen zu den FSME-Risikogebieten (siehe Abbildung 1). Hier sollten Sie sich und Ihre Kinder nach Ausflügen in die Natur auf jeden Fall nach Zecken absuchen. Finden Sie eine Zecke, so sollten Sie den Parasiten umgehend, vorsichtig entfernen. Und das geht so: Die Zecke mit einer Zeckenzange oder einer Pinzette dort, wo der Stechapparat ist, so nah wie möglich an der Haut anpacken und dann ganz langsam und gleichmäßig ziehen (siehe Abbildung 2). Danach die Einstichstelle gründlich desinfizieren.

Abb. 2: Mit speziellen Zangen vorsichtig die Zecken entfernen

Darüber hinaus sollten Sie nach einem Zeckenstich die betroffene Stelle noch drei bis vier Wochen lang beobachten. Tritt in dieser Zeit die sogenannte Wanderröte auf (eine ringförmige, sich ausdehnende Rötung), sollten Sie sofort einen Arzt aufsuchen.

Was macht Zecken gefährlich?

Ein Zeckenstich allein, ist noch nicht gefährlich – die Krankheiten, die eine Zecke übertragen kann, umso mehr! Hier sind vor allem FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) – eine virale Hirnhautentzündung – und Borreliose zu nennen. Die Symptome bei beiden Krankheiten sind ähnlich und beginnen mit grippeähnlichen Beschwerden. Je nach Verlauf und Schwere der Krankheit können starke Kopf- und Nackenschmerzen, Übelkeit, Lähmungen und Krampfanfälle dazukommen.

Besonders Personen, die in den FSME-Risikogebieten in Deutschland leben oder viel und gerne in der Natur unterwegs sind, empfehlen Experten eine Impfung.

 

Quellen und Links:

- http://www.apotheken-umschau.de/Infektion/So-schuetzen-Sie-sich-vor-Zecken-346411.html#bildlupe/1/

- http://www.apotheken-umschau.de/FSME

- http://www.apotheken-umschau.de/Borreliose

- http://www.apotheken-umschau.de/Borreliose/Lyme-Borreliose-Welche-Symptome-kommen-vor-11854_3.html

- http://www.zecken.de/de/zeckenschutz/schuetzen-sie-sich#schtzen-sie-sich-

- http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/fsme-und-borreliose-wie-man-sich-vor-zecken-am-besten-schuetzt-a-972016.html

- Abb. 1: http://www.apotheken-umschau.de/multimedia/145/245/131/114277974033.jpg

- Abb. 2: http://www.apotheken-umschau.de/multimedia/135/148/249/113946304529.jpg