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Tag der Rückengesundheit am 15. März – Anstieg bei Rückenleiden im Schwarzwald-Baar-Kreis - Freitag, den 09. März 18

Runder Rücken - so sollte man es nicht machen, besser mit geradem Rücken aus den Knien heraus heben

Schwarzwald-Baar-Kreis, 9. März 2018 – Rückenleiden sind im Schwarzwald-Baar-Kreis seit Jahren auf dem Vormarsch, darauf weist die AOK Schwarzwald-Baar-Heuberg anlässlich des Tags der Rückengesundheit am 15. März hin. Nach einer aktuellen Auswertung waren 23.800 AOK-Versicherte im Jahr 2016 deswegen in ärztlicher Behandlung. Dies entspricht über einem Viertel aller Versicherten (27 Prozent) im Schwarzwald-Baar-Kreis. Seit 2012 ist die Zahl der Behandlungsbedürftigen um elf Prozent gestiegen. Auch die Wirtschaft im Landkreis ächze unter den durch Rückenleiden verursachten Fehltagen ihrer Beschäftigten. Im vergangenen Jahr waren 22 Prozent aller Arbeitsausfälle hier auf Muskel- und Skeletterkrankungen zurückzuführen, wozu insbesondere Rückenleiden zählen. Da gut die Hälfte der Menschen in der Region bei der AOK versichert sind, könne man diese Ergebnisse auch auf die Gesamtbevölkerung übertragen, so die Krankenkasse. Allerdings sei mit einer hohen Dunkelziffer zu rechnen, da nicht jeder Betroffene einen Arzt aufsuche. 

„Rückenleiden sind inzwischen eine Volkskrankheit – hervorgerufen durch falsches Gesundheitsverhalten in Alltag und Beruf“, sagt Myriam Garten. Die AOK-GesundheitsExpertin betreut viele Unternehmen in der Region in Sachen betriebliches Gesundheitsmanagement. Mit ein paar kleinen Verhaltensänderungen könne man der Fehlbelastung aber entgegenwirken, damit Erkrankungen gar nicht erst entstehen. Garten: „Wer schwer tragen muss, sollte die Last möglichst nah am Körper führen. Beim Anheben sollte man keinen runden Rücken machen. Stattdessen die Knie beugen und die Last mit geradem Rücken anheben. So erledigt die Beinmuskulatur die Hauptarbeit und nicht die Wirbelsäule.“

Wer am Schreibtisch arbeitet, sollte öfter die Sitzposition wechseln und alle 30 Minuten kurz aufstehen. Auch sollte man nicht mit krummem Rücken oder übereinandergeschlagenen Beinen sitzen. „Das sieht bequem aus, belastet aber die Bandscheiben“, erklärt Garten. Diese seien wie ein Schwamm. Im Liegen und bei rhythmischen Bewegungen wie zum Beispiel Laufen oder Gehen saugt sich ihr Kern mit Nährflüssigkeit voll. „Im Stehen oder Sitzen werden die Bandscheiben hingegen förmlich ausgetrocknet.“

 

Ist der Rückenschmerz akut, rät die AOK-Expertin zu Wärme. Wichtig sei, dass der Patient schnell wieder in Bewegung kommt, um so an der Ursache des Schmerzes ansetzen zu können. Ein Teufelskreis aus Schmerzen und Schonung dürfe möglichst nicht entstehen. Eine entsprechende Diagnostik erfolge über den Arzt, dieser bestimmt dann auch die weiteren Therapiemöglichkeiten.