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Komatrinken im Schwarzwald-Baar-Kreis nimmt ab  - Freitag, den 19. Mai 17

Schwarzwald-Baar-Kreis, 19.Mai 2017 – Im Mai beginnt vielerorts die Freiluft-Festsaison. Beispielsweise Christi Himmelfahrt, der sogenannte „Vatertag“ bietet wieder Gelegenheit zum geselligen Zusammensein. Dass beim gemeinsamen Feiern inzwischen verantwortlicher mit Alkohol umgegangen wird, darauf weist die AOK Schwarzwald-Baar-Heuberg hin. Die AOK hat die Diagnosedaten ihrer Versicherten ausgewertet.

80 Personen aus dem Schwarzwald-Baar-Kreis, davon ein Drittel Frauen mussten im vergangenen Jahr wegen einer akuten Alkoholvergiftung in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Das sind so wenige wie noch nie im ausgewerteten Zeitraum der vergangenen neun Jahre. Bei den Frauen lag 2016 die Einlieferungsrate wegen akuten Alkoholmissbrauchs 38 Prozent unter dem Durchschnitt der Jahre 2008 bis 2015, bei den Männern sogar 57 Prozent darunter. Damit übertrifft der Landkreis den ebenfalls rückläufigen Landestrend bei weitem. Denn in Baden-Württemberg lag die Einlieferungsrate wegen Alkoholvergiftung bei den Frauen nur zehn Prozent unter dem langjährigen Durchschnitt, bei den Männern 23 Prozent. Aktuell hat der Schwarzwald-Baar-Kreis von den 44 Stadt- und Landkreisen im Land die drittniedrigste Einlieferungsrate. 

Bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen bis einschließlich 19 Jahren hat die AOK ein ähnliches Bild verzeichnet. Mit 19 Personen wurde 2016 ebenfalls der niedrigste Wert im Auswertungszeitraum festgestellt. Gemessen an der Größe der jeweiligen Altersgruppe haben allerdings die 15- bis 19-Jährigen nach wie vor das höchste Risiko einer Alkoholvergiftung.

„Dass die Zahlen in den letzten Jahren rückläufig sind, zeigt, dass die Präventionsmaßnahmen greifen“, meint PD Dr. Sabine Knappstein, Ärztin bei der AOK. „Jugendliche trinken heute seltener Alkohol und das Einstiegsalter verschiebt sich nach hinten.“

Gleichwohl sei laut AOK jeder Fall einer zu viel. Denn: „Der rauschhafte Alkoholkonsum ist in jungen Jahren besonders schädlich. In diesem Alter kann der Alkohol nur sehr langsam abgebaut werden, daher können bereits geringe Mengen zu schweren Schädigungen und Vergiftungen führen“, so die Medizinerin.